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Baulich verdichtete Macht - Entdeckungen auf einer Exkursionsreise nach Rom

Montag, 18. Juni 2007

privat. Tiefe Einblicke in die römische Stadtgeschichte: Forum Romanum, mit Blick zum Kapitol, auf die Rückseite des nach Plänen Michelangelos errichteten Senatorenpalastes
Lupe

Eine kleine Attraktion inmitten des chaotischen römischen Großstadtverkehrs war die 20-köpfige Seminargruppe des neuen Masterstudiengangs "Historische Urbanistik" und der Geschichtswissenschaft schon. Mit dem Fahrrad folgte sie den großen Verkehrsachsen, über die die sieben Hauptkirchen Roms miteinander verbunden sind. Deren überbordende Pracht und bizarre Reliquiensammlungen hatten nicht nur Pilgerströme seit dem Mittelalter angelockt, sie interessierten jetzt auch die jungen Forscherinnen und Forscher des ersten Jahrgangs des viersemestrigen Masterstudiengangs.

Unter Leitung von Althistorikerin Prof. Dr. Dagmar Thorau und Dipl.-Ing. Celina Kress, Dozentin für Architekturgeschichte, wollten die Studierenden "Leitbilder und Repräsentationsräume der europäischen Stadt seit der Antike" ergründen.

Die einmaligen, in der Antike wurzelnden Bauensembles prägen die Stadt bis heute: Das Forum Romanum, Regierungsviertel und religiöses Zentrum in kaiserlicher Zeit, repräsentiert baulich verdichtete Macht: Angesichts der riesigen territorialen Ausmaße des Imperiums ist es erstaunlich eng und überschaubar.

Der Petersplatz, Repräsentationsraum des Oberhaupts der katholischen Kirche, zeigte sich in seiner fast alltäglichen Nutzung: Hunderte von Stuhlreihen vor baldachingeschützten Emporen waren vorbereitet für die Ankunft von Papst Benedikt XVI.

Das 19. Jahrhundert brachte Italien die nationale Einheit und die Industrialisierung, dem römischen Stadtbild die Eisenbahn und repäsentative Prachtstraßen im lombardisch-romanischen Nationalstil auf historisch vorgeprägtem Stadtgebiet. Bei diesen und weiteren Erkenntnissen wurde die Studiengruppe von römischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterstützt, die ihnen interessante Einblicke in aktuelle Forschungen und universitäre wie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen geben konnten.

Gernot Schaulinski, TU-Student der Geschichte und Germanistik / Quelle: "TU intern", 6/2007
Historische Urbanistik
Rom erwies sich auf dieser Exkursion als hervorragendes Praxisbeispiel für die "Historische Urbanistik". Der Masterstudiengang am Center for Metropolitanstudies (CMS) untersucht die Stadt von heute in ihren geschichtlichen Kontinuitäten und Brüchen und vermittelt Grundlagen für den historisch fundierten, kompetenten Umgang mit Problemen gegenwärtiger und zukünftiger Stadtentwicklung. Zum Wintersemester 2007/2008 startet ein neuer Jahrgang. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2007.
www.metropolitanstudies.de

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