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TU Berlin

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Studium & Lehre

Gelebte Praxis

Montag, 16. Juli 2007

Mit dem neuen PREPARE-Programm proben Studierende den "Ernstfall" Berufsleben

Studierende bei einer Fallstudie der Carmeq GmbH
Carmeq GmbH. Unter realistischen Bedingungen entwickelten die Studierenden zusammen mit Firmenverantwortlichen viele Ideen für Fahrerassistenzsysteme
Lupe

"Natürlich waren wir aufgeregt", sagt Jörg Christian Reiher, "aber bald schon haben wir gemerkt, dass man unsere Ideen ernst nimmt." Der Mathematik-Student im 8. Semester war Teilnehmer der letzten Winter School im PREPARE-Projekt einer Lehrveranstaltung des Career Service und der Fakultät VII Wirtschaft und Management. Anschließend erarbeitete er in einer Fallstudie bei der Carmeq GmbH, die zum Verbund des Volkswagenkonzerns gehört, in einer interdisziplinären Gruppe Visionen von Fahrerassistenzsystemen. "Das Auto 2020 - Assistenzfunktionen der neuen Generation", so lautete die Aufgabe, an der die Studierenden sechs Wochen lang in kleinen Gruppen arbeiteten: Vision - Prozess- und Marketingstrategie - Präsentation.

"Wir waren überrascht und erfreut, welche interessanten Ideen die Studierenden zu neuen Produkten und auch zu Marketingstrategien zur Umsetzung hatten", erklärt Dr. Geerd Anders, Leiter des Business Team Umfeldsensorik bei Carmeq. Der Schwerpunkt der Charlottenburger Firma liegt bei technischer Beratung und Entwicklung mit Fokus auf softwarebestimmten Systemen in der Fahrzeugindustrie. Die Carmeq GmbH ist nicht zufällig in der Nähe der TU Berlin angesiedelt. Sie pflegt vielfältige Kontakte zur Universität, angefangen bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, zum Beispiel über die bonding-Messe, bis hin zu Forschungskontakten und der Rekrutierung von Werkstudenten. "Das PREPARE-Programm in Zusammenarbeit mit dem TU-Career-Service war auch für uns ein Experiment", sagt Anders. "Wir suchten den unverstellten Blick, die Ideenfindung, die noch nicht von den vielen Einschränkungen behindert ist, denen die Fahrzeugentwicklung unterliegt." Heraus kamen Ideen wie eine Flirt-Software, die den Autofahrer zu einer Autofahrerin in der Nähe mit ähnlichen Interessen führt, Systeme zur Verhinderung von Wildunfällen auf der Basis von Schall-Emissionen, virtuelle Beifahrer und vieles mehr. Nicht alles wird letztlich realisierbar sein, doch darauf kam es nicht unbedingt an. Profitiert haben Firma wie Studierende auch von der interdisziplinären Zusammensetzung der Gruppe. "Für mich war es auch besonders spannend, zu erfahren, wie gut ich mit Leuten aus anderen Studiengängen überhaupt arbeiten kann, und zwar an einem Projekt, das vordergründig nichts mit Mathe zu tun hat", erinnert sich der Mathematik-Student Reiher. Denn ihm ist klar, dass das in seinem Berufsleben eine große Rolle spielen wird. Er kann den PREPARE-Kurs sogar, wie alle Studierenden, als Studienleistung auf sein Nebenfach BWL anrechnen lassen. Zusätzlich hat er auch ein Vorstellungsgespräch für eine Diplomarbeit bei der Carmeq GmbH.

Das Modulprogramm PREPARE gibt es seit 2005. Studierende aller Fachrichtungen sollen hier in dreiwöchigen Summer- und Winterschools Trainings in zahlreichen Sozial-, IT- und Management-Kompetenzen bekommen und anschließend die neu erworbenen Fähigkeiten in einem sechswöchigen Praxisprojekt, für das Partnerunternehmen gesucht werden, anwenden. Unternehmen wie Vattenfall Europe oder die Lufthansa AG und die Berliner Bäderbetriebe haben sich bereits beteiligt. Warum sich die Betriebe durchaus Zeit nehmen für die Studierenden, bringt Carmeq-Teamleiter Anders auf den Punkt: "Das ist für uns gelebte Praxis. Der Nachwuchs hat die Chance, über den Tellerrand in die Berufswelt zu blicken, wir lernen geeignete Kandidaten kennen und öffnen unseren Blick wieder auf die Bedürfnisse unserer Kundschaft."

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 7/2007

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