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TU Berlin

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Studium & Lehre

Europäische Vielfalt

Montag, 18. Juni 2007

Nach dem Treffen in London ist für die Bologna-Staaten noch viel zu tun

Bundestag
Lupe

Drei Jahre vor dem vereinbarten Termin 2010 ist eine wirkliche Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse in Europa immer noch nicht abzusehen. Erst etwa ein Drittel der 46 am Bologna-Prozess beteiligten europäischen Staaten haben vollständig auf das zwei- beziehungsweise dreistufige (mit Promotionsphase) System umgestellt, wie die Europäische Union berichtet. Seit dem ersten Treffen 1999 in Bologna ziehen die Beteiligten regelmäßig Zwischenbilanz. Im Mai trafen sie sich in London.

"Die Attraktivität Europas für Wissenschaftler in aller Welt muss durch den Bologna-Prozess weiter gestärkt werden", sagte die deutsche Forschungsministerin Dr. Annette Schavan zum Abschluss der Konferenz. "Wir haben positive Signale an die Hochschulen ausgesendet." Auf ihrer zweitägigen Konferenz erarbeitete die Ministerrunde ein Strategiepapier mit zukünftigen Aufgaben. Unter anderm legte sie fest, dass es in Europa auch weiterhin einen Wettbewerb verschiedener Promotionsmodelle geben wird. Einige Staaten wollten die Promotion als dritte Studienphase in die gestufte Bachelor/Master-Struktur einbeziehen. Dagegen hatten sich insbesondere auch die TU9, der Zusammenschluss der technischen Universitäten in Deutschland, gewandt. Sie wollen keine Verschulung der Promotion, sondern bevorzugen die enge Verbindung zwischen Doktoranden und Wirtschaftsunternehmen.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Kommuniqués ist der Abbau von Mobilitätshindernissen sowohl für Studierende als auch für Wissenschaftler, wofür finanzielle Anreize geschaffen werden sollen. Weiterhin sollen gemeinsame Abschlüsse über Grenzen hinweg, sogenannte Joint Degrees, verstärkt angeboten werden. Ausbildungsförderung soll von einem Land ins andere mitgenommen sowie ein europaweites Qualitätsregister für eine bessere Beurteilung von Studiengängen eingerichtet werden.

Inzwischen sind sich die europäischen Forschungsminister auch in einigen Details bei der Einrichtung eines 2008 startenden europäischen Eliteinstituts (EIT), einer besonders von Kommissionspräsident José Manuel Barroso geförderten Idee, einig geworden. Ursprünglich war eine Universität nach dem Muster des amerikanischen Eliteinstituts MIT (Massachusetts Insitute of Technology) geplant. Nun soll das EIT eher aus Netzwerken zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Bildungsakteuren bestehen. Eigene akademische Abschlüsse soll es nicht vergeben. Die Wirtschaft hält sich bisher allerdings mit finanziellen Zusagen sehr zurück. Annette Schavan, gleichzeitig EU-Ratspräsidentin, erwartet eine politische Grundsatzentscheidung für die Einrichtung noch im Juni.

pp / Quelle: "TU intern", 6/2007

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