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TU Berlin

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Studium & Lehre

Ein Haus aus Glas und Holz

Montag, 17. Dezember 2007

Das TU-Experimentalgebäude nimmt schon im Bau Rücksicht auf das Klima

Eule, Logo der "Offensive Wissen durch Lernen"
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Das TU-Programm "Offensive Wissen durch Lernen" (OWL) der TU Berlin hat zum Ziel, die Qualität der Lehre nachhaltig zu verbessern und damit eine kürzere Studiendauer und geringere Abbrecherquote zu erreichen. Mit einem Budget von zehn Millionen Euro werden langfristig angelegte Reform- und Strukturverbesserungsprojekte gefördert. Nachdem bereits im letzten Jahr 83 Anträge bewilligt worden waren, konnten im April 2007 nun weitere 72 Projekte starten, für die in der zweiten Bewilligungsrunde rund vier Millionen Euro bereitgestellt worden sind (siehe TU intern 4/07). In loser Folge stellt TU intern einige davon vor.

Der Entwurf von Gertraud Zwiens soll umgesetzt werden
Flexibel, schön und mit Blick auf die Technik: Der Entwurf von Gertraud Zwiens soll umgesetzt werden
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Der Wettbewerb um das zukünftige TU-Experimentalhaus für die Ausbildung von Architektur- und Energie- und Gebäudetechnik-Ingenieuren ist entschieden. Studierende dieser Fächer haben im Rahmen von Semesterarbeiten mehrere Entwürfe vorgelegt, zwei waren schließlich in die engere Wahl zur Umsetzung gekommen. Entschieden hat sich die Jury schließlich für das C-förmige Gebäude in Skelettbauweise aus Glas und Holz der Architektur-Studentin Gertraud Zwiens.

Im Rahmen der Offensive "Wissen durch Lernen" der TU Berlin soll auf dem Campus ein Experimentalgebäude errichtet werden, durch das moderne Energiekonzepte anschaulich dargestellt werden können (siehe  TU intern 11/07). Es soll neben dem geplanten Forschungszentrum Maschinenbau/Informatik (FMI) an der Straße des 17. Juni stehen. Zwei Komponenten waren für das Raumprogramm gefordert: ein Seminarraum mit allseitig austauschbaren Fassadenelementen und ein einsehbarer Technikraum mit Aufstellmöglichkeit für diverse technische Geräte.

“Das C-Gebäude von Gertraud Zwiens vereint die gestalterischen, technischen und konstruktiven Anforderungen durch ein einziges Gebäudeelement“, so die Jury zur ihrer Entscheidung. "Das umklammernde ‚C‘ ist architektonische Gestalt, Tragstruktur, Technikraum, Doppelboden, Montagefläche und Anstellwinkel für die Dachkollektoren in einem und funktioniert auch isoliert für sich." Die Fassaden, die den Seminarraum umgeben, könnten dagegen ausgetauscht und zu Testzwecken flexibel montiert werden. Besonders wichtig war der Jury auch, dass der technische Bereich durch eine Glaskonstruktion zwischen den Hauptträgern ebenfalls von außen eingesehen werden kann und so das Experimentalgebäude geeignet sei, als "Show-Room" auch die Aufmerksamkeit eines breiteren Publikums auf sich zu ziehen. Besonders wichtig für die angehende Architektin Gertraud Zwiens selbst: "Das Holz als Material für die Tragkonstruktion soll zukunftsweisend die CO2-Neutralität dieses Baustoffes hervorheben. Die Differenz zu einer Stahlfachwerkkonstruktion beträgt im CO2-Ausstoß 18000 Kilogramm."

Zur Jury gehörten die Professoren Jörg Steinbach in seiner Doppelfunktion als Erster Vizepräsident der TU Berlin und als Fachmann für Anlagen- und Sicherheitstechnik, Rainer Hascher (Fachgebiet Konstruktives Entwerfen und klimagerechtes Bauen), Felix Ziegler (Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik), Klaus Rückert (Fachgebiet Tragwerksentwurf und -konstruktion), Claus Steffan (Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen), Georgios Tsatsaronis (Fachgebiet Energietechnik und Umweltschutz) sowie Hans-Joachim Rieseberg (Leiter Bauabteilung) und Dr.-Ing. Birgit Müller, die das Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik kommissarisch leitet und das Projekt koordiniert.

Noch können sich Sponsoren beteiligen, zum Beispiel Firmen, die ihre technischen Innovationen einbringen und testen können. Der erste Spatenstich ist im April 2008 vorgesehen.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 12/2007

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