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Die richtige Kooperation

Montag, 19. November 2007

Ein "Experimentalhaus" soll Architekten und Ingenieure zusammenbringen

Soll das Modell von Gertaud Zwiens (oben) oder der Entwurf von Maria Bettin und Hendrik Schulz verwirklicht werden?
Lupe

"Klimawandel und Umweltprobleme verlangen ein Umdenken in der Ausbildung von Architekten und Ingenieuren. Gerade diese müssen zukünftig immer enger zusammenarbeiten, um energiesparende und umweltfreundliche Konzepte gemeinsam umzusetzen", erklärt Dr. Birgit Müller, Stellvertretende Fachgebietsleiterin und wissenschaftliche Assistentin im Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik am Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin. Sie koordiniert den Bau des gläsernen "Experimentalhauses" an der Straße des 17. Juni. Es soll den TU-Studierenden moderne Energiekonzepte an und in Häusern "begreifbar" machen.

Soll das Modell von Gertaud Zwiens (oben) oder der Entwurf von Maria Bettin und Hendrik Schulz verwirklicht werden?
Die Qual der Wahl hat die Jury Ende November: Soll das Modell von Gertaud Zwiens (oben) oder der Entwurf von Maria Bettin und Hendrik Schulz verwirklicht werden?
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Sonnenkollektoren, Heiz- und Kühlungstechnik für Decken und Böden, austauschbare Fassaden mit verschiedenen Glasarten, automatisch steuerbare äußere und innere Sonnenschutzelemente, Tageslichtlenksysteme sowie ausgeklügelte Beleuchtungstechnik und vieles mehr sollen den Studierenden hier zukünftig zum Bauen, zum Planen und Messen zur Verfügung stehen. Der besonders aufwendige Clou: eine Wärmepumpe mit mehreren Erdsonden von 50 und 100 Meter Tiefe. "Alles entspricht dem neuesten Stand der Technik", erklärt Birgit Müller. "Wir werden sogar Prototypen verwenden, die noch gar nicht auf dem Markt sind." Dafür sorgen Firmen, die sich als Sponsoren beteiligen und im Gegenzug hier ihre technisch reifen Anlagen und Erfindungen testen lassen können. Im Innenraum und auf dem Dach des Gebäudes von der Größe eines Einfamilienhauses wird modernste Messtechnik installiert sein, Daten werden stündlich aktualisiert und ins Internet gestellt. Praktisch jederzeit sollen die Studierenden so unter realistischen Bedingungen arbeiten und experimentieren können. Insbesondere den Architektur-Studierenden wurde das technologische Know-how bislang nur theoretisch vermittelt. Mehrere Hundert Studierende pro Semester und sogar Schülergruppen sollen später davon profitieren.

Möglich wurde diese moderne und praxisnahe Ausbildung durch das TU-eigene Zehn-Millionen-Euro-Programm "Offensive Wissen durch Lernen" (OWL). Und die Studierenden sind von Anfang an beteiligt. Im vergangenen Semester haben bereits Architektur-Studierende und Studierende der Energie- und Gebäudetechnik im Rahmen von Semesterprojekten und in gegenseitiger Absprache Entwürfe für den Bau sowie für die technischen Anlagen vorgelegt. Bereits hier ist also die notwendige Zusammenarbeit angelegt, die sie in Zukunft brauchen werden. Nach einer Vorauswahl sind nun zwei dieser Entwürfe übrig, die Ende November der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Abschließend entscheidet eine Jury aus Architektur- und Ingenieurwissenschaftsprofessoren, welcher Entwurf gebaut wird. Nicht nur der erste Spatenstich ist dann in Sicht – im Frühjahr 2008 nach Ende der Frostperiode – sondern auch die erste Lehrveranstaltung am Objekt: Herbst 2008.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 11/2007
Öffentliche Präsentation der Modelle mit ausführlicher Erklärung von Architektur und Technik: 30. November 2008, 10 Uhr, Architekturgebäude, Foyer, Straße des 17. Juni 152

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