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TU Berlin

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Studium & Lehre

Abenteuer auf hoher See

Montag, 19. November 2007

Die Leinen sind los - Studierende segeln nach Peking

Die Werft in Glückstadt/Elbe gab der Walross IV den letzten Schliff
Die Werft in Glückstadt/Elbe gab der Walross IV den letzten Schliff. Dann ging es auf große Fahrt
Lupe

Neben internationalen Sportlern wird die Olympiastadt 2008 im nächsten Sommer auch ganz besondere Botschafter der deutschen Hauptstadt begrüßen können. Vor wenigen Tagen haben sich Berliner Studierende mit der 17 Meter langen Segelyacht "Walross IV" von Hamburg aus auf einen 61 000 Kilometer langen Törn rund um die Welt gemacht. Ziel: Peking. Den Heimathafen wird der Segler bis zum Frühjahr 2009 nicht wiedersehen.

"Wenn wir in China ankommen, haben wir bereits anspruchsvollen Sport hinter uns", erklärt TU-Wirtschaftsingenieurwesen-Student Christoph Schwarz. Er meint damit nicht nur das monatelange Hochseesegeln mit dem Passatwind im Rücken. Die Yacht beteiligt sich unterwegs auch an großen Regatten. Zum Beispiel an der "Atlantic Ralley for Cruises" von den Kanarischen Inseln an der Westküste Afrikas bis nach Santa Lucia, einer romantischen kleinen, von Regenwald bedeckten Insel in der Karibik, oder an der "Sydney-Hobart-Regatta" vor Australien und schließlich an einer Regatta in Quindao, dem Austragungsort der olympischen Segelwettkämpfe.

Insgesamt haben 120 Segelbegeisterte die Chance, bei dem Abenteuer dabei zu sein, jeweils zehn sind gleichzeitig an Bord. Christoph Schwarz, der soeben seine Diplomarbeit im Fach Logistik abgegeben hat, wird als einer der wenigen sogar über mehrere Etappen mitsegeln, von Hamburg bis nach Panama. Das Segeln hat er erst 2003 im Akademischen Seglerverein (ASV) erlernt, seine bisherige Hochsee-Erfahrung: ein Törn auf der Ostsee. Der ASV, Besitzer der "Walross IV", finanzierte den eineinhalb Jahre dauernden Bau auf einer Köpenicker Werft mithilfe von Sponsoren, Eigenarbeit sowie durch den Verkauf des Vorgängermodells "Walross III". Das neue Schiff aus Mahagoni- und Teakholz ist rund 1,5 Millionen Euro wert.

Vereinsmitglieder wie die 27-jährige Schiffbau- und Meerestechnik-Studentin der TU Berlin, Grete Ernst, sind da natürlich Gold wert. Monatelang hat sie sich als Bauaufsicht auf der Werft in Köpenick engagiert. Einige Wochen vor dem Start blieb sie bei "ihrem" Schiff in Glückstadt an der Elbe, wo die "Walross IV" den letzten Schliff erhielt. "Es ist schon eine große Herausforderung, solche Verantwortung zu tragen", sagt sie, die besonders für den Innenausbau zuständig war. "So ein Schiff hat ja keine rechten Winkel, und alles muss großen Belastungen standhalten." Grete Ernst wird ab Januar von der Karibik aus mitsegeln, bis sie Ende März auf Hawaii das Schiff verlässt. Und danach? "Eine praktische Erfahrung wie diese wird wohl kaum ein Schiffbaustudent vorweisen können. Ich habe bei der Detailplanung und Durchführung da angefangen, wo wir im Studium normalerweise aufhören." Job- und Promotionsangebote liegen jedenfalls schon mehrere vor.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 11/2007
Weitere Informationen:
www.asv-berlin.de
www.walross.org

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