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TU Berlin

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Internationales

Sprungbrett für exzellente Karrieren

Freitag, 25. Oktober 2019

Die International Postdoc Initiative IPODI will den Anteil der Frauen in Spitzenpositionen in der Wissenschaft erhöhen

IPODI bringt Frauenpower in die Wissenschaft. Nora Gottlieb ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin, Antonella Ra-dicchi ist mit einem eigenen Drittmittelprojekt an der TU Berlin geblieben, Theresa Velden leitet eine Nachwuchsgruppe am Deut-schen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) (v. l)
Lupe

Die gute Nachricht vorweg: Der Anteil der Frauen, die eine unbefristete Professorinnenstelle innehaben, steigt deutschlandweit. Die schlechte Nachricht: Er steigt sehr langsam – und an technischen Universitäten wie der TU Berlin besonders langsam. An der TU Berlin sind derzeit rund 20  Prozent der Professuren mit Frauen besetzt. Dabei machen Frauen unter den Studierenden an der TU Berlin nahezu 35 Prozent aus. Die International Postdoc Initiative (IPODI) hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Anteil der Frauen in Spitzenpositionen der Wissenschaft zu erhöhen. Seit 2013 spricht die Postdoc-Initiative der TU Berlin gezielt internationale, exzellente Forscherinnen an und bietet ihnen ein zweijähriges Forschungsstipendium an der TU Berlin – mit großem Erfolg.

„Unsere Calls haben immer eine enorme Resonanz. Das Programm wird von der deutschen Hochschulrektorenkonferenz als ‚Good practice‘-Beispiel für die Internationalisierung der Forschung an deutschen Hochschulen zitiert“, freut sich Dr. Stefanie Schäfer, Leiterin des IPODI-Programms der TU Berlin, über den Erfolg der Maßnahme.
Inzwischen haben 24 Alumnae das Programm erfolgreich durchlaufen, 13 davon konnten im Anschluss einen Karriereschritt hin zu einer Professur, einer Gruppenleitung oder der Entfristung einer Professur verbuchen. Das Programm wurde bis 2018 kofinanziert vom Marie-Skłodowska-Curie-Programm der Europäischen Kommission. Aufgrund des großen Erfolgs der Maßnahme entschloss sich die TU Berlin bislang, drei weitere Calls für insgesamt elf Stipendiatinnen zu finanzieren. Sechs IPODI-Fellows sind aktuell an der TU Berlin beschäftigt.

Ausschreibung für Wissenschaftlerinnen aller Nationalitäten

Das Besondere an der Ausschreibung: Sie spricht explizit Wissenschaftlerinnen aller Nationalitäten an, die entweder aus dem Ausland nach Deutschland wechseln oder zurückwechseln wollen, aus der Industrie kommen oder zum Beispiel auch aus der Elternzeit wieder in die Wissenschaft zurückkehren möchten. Die Fachrichtung ist frei wählbar, solange es sich um ein Fachgebiet handelt, das an der TU Berlin vertreten ist. „Unsere Stipendiatinnen stammen aus 16 verschiedenen Ländern, manche bleiben im Anschluss in Deutschland, andere gehen wieder ins Ausland zurück“, so Stefanie Schäfer.

Eine der Stipendiatinnen, die im Anschluss den Sprung zur Gruppenleitung geschafft hat, ist Dr. Theresa Velden, die seit August 2018 die Nachwuchsgruppe „Fachspezifische Formen von Open Science“ am DZHW (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung) leitet. Von 2016 bis 2018 war sie als IPODI-Fellow am Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin. „Das Stipendium hat sich nicht nur forschungsseitig für mich ausgezahlt, indem es mir erlaubte, ein eigenes Forschungsprogramm zu entwickeln, das informationswissenschaftliche mit soziologischen Ansätzen verbindet. Zusätzlich hat mir das Programm den Übergang vom amerikanischen Wissenschaftssystem, in dem ich promoviert und als Postdoc gearbeitet habe, in das deutsche Wissenschaftssystem enorm erleichtert“, so die studierte Physikerin.

Beitrag zur Gleichstellung und Internationalisierung

Aktuell verhandelt die Vizepräsidentin der TU Berlin, Prof. Dr. Angela Ittel, zuständig unter anderem für Internationalisierung, Diversität und Gleichstellung an der Universität, die Zukunft des Programms. „Durch das Programm IPODI hat die TU Berlin exzellente Wissenschaftlerinnen an allen Fakultäten gefördert und damit einen wichtigen Beitrag zu unseren Gleichstellungs- und Internationalisierungszielen geleistet. Der zweijährige Aufenthalt an der TU Berlin bietet den Fellows nach einem kompetitiven Auswahlverfahren vielfältige Möglichkeiten: den Aufbau eines internationalen Netzwerks, den Aufbau von methodischen und überfachlichen Kompetenzen, die Teilnahme an wissenschaftlichen Förderlinien und die Durchführung von Kooperationsprojekten. Sie profitieren von neuem fachlichen Input, und für manche bedeutet es auch einen (Wieder-)Einstieg in das deutsche Wissenschaftssystem. Wir möchten auf den bisherigen Erfolgen aufbauen und das Programm stetig weiterentwickeln. Dazu eruieren wir derzeit verschiedene Optionen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen“, so Prof. Angela Ittel.

Katharina Jung

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