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TU Berlin

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Internationales

Globale Verantwortung

Montag, 29. Juli 2019

Die TU Berlin hat ein Strategiepapier zur Zusammenarbeit mit dem „Gobalen Süden“ verabschiedet. Sechs kooperative Forschungsprojekte sind bereits ausgewählt

Schulunterricht in Ghana ist in der Regel analog, insbesondere im ländlichen Bereich
Lupe

Das Spektrum der internationalen Aktivitäten der TU Berlin weitet sich, die Internationalisierung schreitet voran. Nach dem Erwerb des Re-Audit-Zertifikats „HRK-EXPERTISE Internationalisierung“ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Frühjahr 2019 füllen nun weitere aktuelle Maßnahmen diesen Prozess mit Leben.

In dem jüngst verabschiedeten Strategiepapier „Globale Verantwortung der TU Berlin“ bekennt sich die Universität unter anderem zu einer ausdrücklichen Unterstützung des „Globalen Südens“ in Forschung und Lehre im Sinne der von den Vereinten Nationen formulierten Nachhaltigkeitsziele, der Sustainable Development Goals (SDGs). Nachhaltige Lösungen für globale Herausforderungen erforderten das Zusammenwirken von Forscher*innen mit vielfältigen Perspektiven, Ansätzen, und kulturellen Hintergründen, heißt es in dem Papier. In den Fokus rückt dabei der Anstoß von Projekten, die den Aufbau von Kapazitäten sowie den Abbau von Asymmetrien zwischen dem „Globalen Norden“ und dem „Globalen Süden“ unterstützen. Ebenso soll die Kooperation von Wissenschaftler*innen für eine nachhaltige Forschung und Innovation gewährleistet werden. „Unserer Universität ist die Verteidigung der akademischen Freiheit weltweit ein besonderes Anliegen“, so die TU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angela Ittel, die für Strategische Entwicklung, Nachwuchs und Lehrkräftebildung zuständig ist. „Dieses möchten wir auch durch internationale Zusammenarbeit und die konkrete Unterstützung gefährdeter Wissenschaftler*innen fördern.“
In der Lehre ist das Ziel, die interkulturelle Kompetenz von Studierenden zu unterstützen sowie Verständnis für politische und wirtschaftliche Kontexte einer global vernetzten Welt zu vermitteln. Das Referat Internationale Projekte der TU Berlin setzt die vielfältigen angedachten Maßnahmen um und koordiniert sie in enger Abstimmung mit anderen Stellen der Universität. Eine erste Ausschreibung zur Anschubfinanzierung kooperativer Forschungsprojekte hat bereits stattgefunden. „Die Resonanz zeigte, wie viele Forscher*innen sich bereits intensiv mit der Thematik befassen“, erklärt Grietje Zimmermann, die das Referat leitet. „Die sechs Vorhaben, ausgewählt aus 17 Bewerbungen, verbinden kooperative Forschungsvorhaben mit Kapazitätsausbau in den Partnerländern und binden wissenschaftlichen Nachwuchs ein.  „Bereits jetzt arbeiten eine Reihe von Fachgebieten in Forschung und Lehre sehr produktiv mit Partnern im ,Globalen Süden‘ zusammen“, erklärt Prof. Dr. Philipp Misselwitz, Leiter des Fachgebiets International Urbanism and Design – Habitat Unit. „Ein Beispiel ist das Graduiertenkolleg Urban Lab der Habitat Unit und der School of Archictecture der University of Witwaterstrand in Südafrika, das den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) verpflichtet ist. Ich freue mich, dass die TU Berlin sich als Institution strategisch klar zur Bedeutung globaler verantwortlicher akademischer Zusammenarbeit positioniert und Maßnahmen beschlossen hat, die diese Kooperationen unterstützen.“
Auch das Fachgebiet Logistik kooperiert seit Jahren intensiv mit Ländern des „Globalen Südens“. Als Beispiel nennt der Fachgebietsleiter Prof. Dr. Frank Straube die Zusammenarbeit mit der Addis-Abeba-Universität (AAU) in Äthiopien und Wirtschaftspartnern wie der Automobil-, Nahrungs-, Bekleidungs- und Logistikindustrie. Förderungen kommen vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit –zum Beispiel im Projekt „Strategische Partnerschaft Digitales Afrika“ – und von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). „Forschungsinteressen werden hier verbunden mit der Gestaltung internationaler Logistiknetzwerke und einer Studiengangsreform an der AAU, um akademische Standards zu erreichen und Praxisorientierung zu unterstützen, gemeinsame Masterarbeiten und Promotionen und eine weitere Internationalisierung der Studieninhalte für die TU-Studierenden anzubieten“, so Frank Straube.
Die TU-Logistiker haben den Logistiknavigator entwickelt, ein Online-Innovations-Tool, das als Living Lab in Afrika eingesetzt werden kann. Damit wollen die Forscher*innen mit Industrie und Politik logistische Hindernisse für nachhaltige Arbeitsplätze und Wachstum in Afrika analysieren und Voraussetzungen für neue Wertschöpfungsnetzwerke zwischen Afrika und Europa schaffen, einen ‚Aktionsplan Logistik für Afrika‘. Damit soll das Leistungsniveau der Logistik in Afrika gestärkt und sollen die dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. „Ich begrüße die neue Strategie zur globalen Verantwortung sehr“, so Frank Straube. Sie setze neuartige Standards einer verantwortungsvollen internationalen Zusammenarbeit und trage dazu bei, die TU Berlin strategisch als Vorreiterin zu positionieren.
„Um weitere Projekte anzustoßen“, erklärt Grietje Zimmermann, „ist für Anfang 2020 eine weitere Ausschreibungsrunde angedacht.“

Das Strategiepapier der TU Berlin und Infos über die Anschubfinanzierung
www.tu-berlin.de/?206763

www.tu-berlin.de/?206766

Patricia Pätzold, "TU intern" Juli 2019

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