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Internationales

Gemeinsamer Campus in Europa

Interview mit Vizepräsidentin Angela Ittel über die Idee, die hinter der Kooperation steckt

Prof. Dr. Angela Ittel, TU-Vizepräsidentin für Strategische Entwicklung, Nachwuchs und Lehrkräftebildung
Lupe

Frau Ittel, warum hat die TU Berlin gerade diese Partnerinnen zur Kooperation im Rahmen der „European Universities Initiative“ aufgefordert?
Wir haben als Initiatorin dieses Verbunds ganz bewusst ausgewählt, wen wir zur Beteiligung auffordern. Einerseits wollten wir natürlich durchaus Partnerinnen mit technischer Orientierung haben, aber sie sollten, wie wir auch, ebenfalls sozial- und geisteswissenschaftliche Fächer anbieten. Ganz wichtig ist ja bei diesem Verbund auch das interdisziplinäre Arbeiten und Studieren, das Hineinwirken in die Gesellschaft, das Aufgreifen von Impulsen aus der Gesellschaft. Wir haben einige unserer strategischen Partnerinnen ergänzt um weitere Universitäten, mit denen bereits enge Verbindungen bestanden und die auch untereinander vernetzt sind. Wir verhandeln derzeit noch mit dem University College London, das wir als assoziierten Partner einbinden wollen.

Welche Vision hat die Allianz?
„One Campus“ ist der Arbeitstitel unserer Idee, also ein einfacher Austausch aller akademischen Ebenen – Forschende, Studierende, Lehrende, Beschäftigte – innerhalb des europäischen Verbundes sowie die unbürokratische Anerkennung aller Studienleistungen. Ein starker Fokus liegt auf Mobilität. Inhaltlich haben wir die Idee überschrieben mit „Our alliance will drive responsible societal transformation by empowering human natural intelligence“. Wir wollen somit nicht nur den technischen Fortschritt befördern, sondern gleichzeitig die Menschen unserer Gesellschaft fit machen für den Umgang mit den Technologien, die uns eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten gewährleisten sollen. Wir setzen zum Beispiel Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion ins Zentrum. Die Inklusion bedeutet hier das Einbeziehen aller universitären und gesellschaftlichen Gruppen. Enge Verbindungen wollen wir vor allem mit gesellschaftlichen Akteuren wie Museen, Vereinen oder Stiftungen schaffen. Mit einigen sind wir dazu auch schon im Gespräch.

Wie geht es jetzt weiter?
Unsere Ideen haben wir bereits in einigen Runden mit Fakultätsleitungen vorgestellt. Auch gab es im Vorfeld der Unterschrift bereits Treffen auf der präsidialen und auf der operativen Ebene. Jede der Partnerinnen hat nun eine spezielle Aufgabe im Verbund, ein „work package“. Die TU Berlin kümmert sich um das Projektmanagement und um das Thema „Lebenslanges Lernen“, das vor allem die Ausbildung und Qualifikation des hoch spezialisierten Lehrpersonals für dieses auch für Universitäten immer wichtiger werdende Konzept adressiert. Denn unsere traditionellen Bildungsmodelle werden zukünftig immer mehr aufgebrochen. Nun werden Ende Dezember die Vizepräsident*innen noch einmal zusammenkommen und im Januar 2020 ist ein Studierendentreffen in Brüssel geplant. Sie bringen ebenfalls Impulse für den Antrag ein. Und dann heißt es, einen gemeinsamen, möglichst attraktiven, wettbewerbsfähigen Antrag zu schreiben, den wir Ende Februar 2020 einreichen.

Vielen Dank.

Das Gespräch führte Patricia Pätzold

TU intern Dezember 2019

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