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TU Berlin

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Internationales

Deutsch-chinesischer Austausch in Sachen Physik

Dienstag, 02. Juli 2019

25 ausgewählte chinesische Doktorand*innen besuchten die Physik-Labore der TU Berlin

Ultrafast Laser Science Lab (Prof. Dr. Ulrike Woggon)
Lupe

Lebhaftes Interesse, viele Fragen und ein englisch-chinesisches Stimmengewirr waren am 26. Juni 2019 in mehreren physikalischen Instituten der TU Berlin zu hören. Eine Gruppe von 25 Promovierenden aus ganz China legte auf ihrem Weg zum Nobelpreisträgertreffen in Lindau, zu dem sie eingeladen war, einen Zwischenstopp in Berlin ein, um die Physik-Forschungslabore der TU Berlin zu besuchen.

Prof. Dr. Ulrike Woggon war mit ihrem Team der Bitte des Chinesisch-Deutschen Zentrums (CDZ) für Wissenschaftsförderung nachgekommen und hatte den Besuch mehrerer TU-Labore für die jungen chinesischen Physiker*innen, die sich überwiegend im dritten Jahr der Promotion befinden, organisiert. Das CDZ, deren Vizedirektorin Dr. Zhang Baiyu die Gruppe begleitete, ist eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Natural Science Foundation of China (NSFC) gemeinsam gegründete Wissenschaftsförderorganisation mit Sitz in Peking, deren Programmdirektor Professor Zhang Hui, ebenfalls dabei war. „Wir haben bei der Programmgestaltung versucht, unseren Gästen die TU Berlin nicht nur als Heimat unserer Physik-Institute darzustellen, sondern sie auch als lebendigen Ort der Begegnung zwischen Forschenden und vielen Anregungen für interdisziplinäre Fragestellungen zu zeigen“, so die Physikprofessorin. „Es ist durchaus bedeutsam für die TU Berlin, dass sich diese Kandidat*innen – ein strenge gutachterliche und interviewbasierte Auswahl aus mehreren Tausend Physik-Nachwuchswissenschaftler*innen aus ganz China – für unsere Universität als Ziel ihres Besuchs entschieden haben“, so Ulrike Woggon. So konnten die junge Leute sich über Methoden der Femtosekunden-Laserspektroskopie für innovative Materialien und Strukturen der Photonik im Institut für Optik und Atomare Physik (Prof. Dr. Ulrike Woggon) informieren, über Optoelektronik und Quantenbauelemente im Nanophotonik-Labor bei Prof. Dr. Stephan Reitzenstein sowie über die Raster-Elektronenmikroskopie mit höchst sensiblen Messgeräten im speziell dafür konstruierten TEM-Gebäude der TU Berlin, geleitet von Prof. Dr. Michael Lehmann. Auch führte der Weg über den Campus vorbei am historischen Elektronen-Mikroskop, das der spätere Nobelpreisträger Ernst-Ruska 1929 hier gebaut hatte. 
Doch damit nicht genug: „Unsere Universität hat sehr viele Kooperationen mit China aufzuweisen und zudem ein sehr aktives China Center“; so Ulrike Woggon. „Deshalb war es uns wichtig, neben den Physik-Laboren, zwei weitere Stopps außerhalb der Labore einzulegen.“ So erhielten die jungen Chines*innen zusätzlich Einblick in das Integrierte Logistik-Labor am Fachgebiet Logistik von Prof. Dr.-Ing. Frank Straube, wo moderne Materialfluss- und Identifikationstechnologien zu besichtigen waren. Dort ist ebenfalls das langjährige Projekt „German Chinese Logistics Networks“ angesiedelt, das eng verbunden ist mit dem Kuehne Chair of International Logistics Networks and Services an der Tongji University Shanghai, den Prof. Dr. Sidong Zhang innehat. Anschließend begrüßte Dr. Sigrun Abels die Gäste im China Center der TU Berlin (Center for Cultural Studies on Science and Technology in China, CCST), das einen regen Austausch mit chinesischen Partnern pflegt, Seminare, Ausstellungen und Austausch organisiert. Am China-Center ist auch das Berliner Büro des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs der Tongji-Universität in Schanghai angesiedelt.
„Die Nachwuchswissenschaftler*innen waren in den wissenschaftlichen Diskussionen in den Laboren äußerst sachkundige Partner*innen“, so Ulrike Woggon abschließend. „Sehr schnell haben sich gemeinsame Themen aus der aktuellen Forschung ergeben, die zu lebhaftem Wissensaustausch führten. Das wechselseitige Interesse war sehr groß und es gab viele Fragen, auch über die Physik hinaus.“

TU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Angela Ittel begrüßt die Bemühungen der Kolleg*innen, die strategischen Überlegungen zum Austausch mit China zum Leben zu bringen: „Erst kürzlich hat eine Veranstaltung, die wir mit dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Prof. Dr. Peter-André Alt hier an der TU Berlin durchgeführt haben, gezeigt, dass der Umgang mit Kooperationspartnern aus China bei Wissenschaftler*innen, die aus ganz Deutschland und Österreich zu diesem Anlass uns gekommen waren, viel Diskussionsbedarf hervorbringt. Wir werden in Zukunft noch expliziter beraten und unseren Forscher*innen noch besser zur Seite stehen, ihre Forschung in und mit China umzusetzen. Ein Austausch mit Nachwuchswissenschaftler*innen ist sicher ein erster Schritt Berührungsängste ab- und Kooperationen auszubauen.

Patricia Pätzold

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