TU Berlin

TUB-newsportaltui0713: Potenzial aufdecken in Asien

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

Internationales

Potenzial aufdecken in Asien

Freitag, 26. Juli 2013

Wissenschaftler aus Pakistan kommen an die TU Berlin

Mitte März 2013 wurde in Islamabad in Anwesenheit des deutschen Botschafters in Pakistan, Dr. C. Nunn, und des ehemaligen pakistanischen Botschafters in Deutschland Shahid A. Kamal ein Kooperationsvertrag zwischen dem Zentrum für Nanophotonik der TU Berlin und der pakistanischen Universität „COMSATS Institute of Information Technology“ (CIIT) unterzeichnet. Bereits ab Juli 2013 werden jährlich bis zu vier pakistanische Postdocs oder Gastprofessorinnen und -professoren für sechs bis maximal zwölf Monate an der TU Berlin arbeiten. Die Kosten werden komplett von Pakistan übernommen.

Die Partneruniversität CIIT steht unter dem Schirm der „Commission on Science and Technology for Sustainable Development in the South“ (COMSATS) und gehört mit ihren über 28 000 Studierenden, sechs Campus, fünf Fakultäten und 72 Degree-Programs zu den wichtigen Universitäten Pakistans. In der Verteilung der Fachrichtungen gleicht das CIIT der TU Berlin, wobei es besonders in der Informatik und den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern herausragende Leistungen in Forschung und Lehre erbringt.

Eine Delegation von TU-Wissenschaftlern um Prof. Dr. Dieter Bimberg, Leiter des Zentrums für Nanophotonik, konnte sich im März im Rahmen eines Kolloquiums von der Qualität der Hochschullehre am CIIT überzeugen und die Kandidatenauswahl begleiten. Die überwiegende Zahl der Hochschullehrer des CIIT hat an renommierten Universitäten in Großbritannien oder weiteren Ländern des angelsächsischen Sprachraums studiert und promoviert.

Die ersten Forschungsprojekte werden von Prof. Dr. Stephan Reitzenstein vom Institut für Festkörperphysik, Fachgebiet Optoelektronik/Quantenbauelemente, betreut.

Seit einiger Zeit werden in Pakistan verstärkt bildungspolitische und wissenschaftliche Partnerschaften mit europäischen Ländern, darunter vorzugsweise Deutschland, gefördert. Ziel der Kooperation, die Dieter Bimberg zusammen mit Prof. Dr. Arshad S. Bhatti, dem Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät des CIIT, unterzeichnete, ist es unter anderem, pakistanischen Forschenden zu Beginn ihrer Karriere am Institut für Festkörperphysik, dem Zentrum für NanoPhotonik und in anderen Qualifikationsbereichen der TU Berlin Erfahrungen mit modernster Laborausrüstung zu ermöglichen und tragfähige Kooperationen mit TU-Wissenschaftlern aufzubauen, um im weiteren Verlauf einen Stamm von Deutsch sprechenden Wissenschaftlern für eine nachhaltige Zusammenarbeit mit der TU Berlin aufzubauen.

„Weltweit erbringen Wissenschaftler vom indischen Subkontinent exzellente Forschungsergebnisse, nicht nur im eigenen Heimatland, sondern auch in den USA und in Großbritannien. Aus meiner persönlichen Erfahrung mit pakistanischen Wissenschaftlern glaube ich, dass hier echtes Potenzial zu entdecken ist“, so Dieter Bimberg. „Wir möchten auch gezielt Frauen einladen, denn es gibt gerade im akademischen Bereich hochqualifizierte Talente. Die erste pakistanische Postdoktorandin, die an die TU Berlin kommt, wird ab Frühjahr 2014 am Zentrum für Nanophotonik arbeiten. Sie hat soeben in Cambridge promoviert.

Christiane Petersen / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2013

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe