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Wissenschaft ohne Grenzen

Freitag, 21. Juni 2013

Brasilien finanziert den Austausch von Studierenden, Doktoranden und Postdocs

Die erste Gruppe aus Brasilien mit Roswitha Paul-Walz vom Akademischen Auslandsamt
Lupe

Ein neues „Mega“-Förderungsprogramm der brasilianischen Regierung bietet der TU Berlin die Möglichkeit, bereits bestehende Partnerschaften mit Brasilien zu intensivieren und neue Kontakte aufzubauen. Es heißt „Science without Borders“, ein Stipendienprogramm zur Förderung des internationalen Studierenden- und Wissenschaftleraustausches, insbesondere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Von 2011 bis vorerst 2014 sollen insgesamt 100 000 Stipendien weltweit vergeben werden. 75 000 davon finanziert die brasilianische Regierung, 25 000 die brasilianische Industrie. Zielgruppe sind „Undergraduates“ (ab dem dritten Studienjahr, ohne Abschluss im Ausland, maximal 13 Monate), Promovierende (Vollpromotion oder „Sandwich-Verfahren“, bis zu 48 Monate) sowie Postdocs (bis zu 24 Monate). Zusätzlich werden auch Deutschkurse und verschiedene Betreuungsprogramme an den Hochschulen finanziert.

Programmpartner der brasilianischen Förderagenturen CAPES (Koordinationsstelle für die wissenschaftliche Aus- und Fortbildung) und CNPq (Nationalrat für Wissenschaftliche und Technologische Entwicklung) für Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Er vermittelt Stipendiatinnen und Stipendiaten. In ein DAAD-Online-Portal können interessierte Hochschulen ihre Angebote einstellen. Undergraduates können sich nur auf diese Online-Angebote bewerben; Doktoranden und Postdocs mit Betreuungszusagen von deutschen Hochschullehrern haben auch die Möglichkeit, einen Antrag direkt bei den Agenturen zu stellen.

Inzwischen wurden bereits knapp 1500 Brasilianerinnen und Brasilianer für einen Aufenthalt in Deutschland ausgewählt. Ein begehrtes Ziel für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist selbstverständlich auch die TU Berlin: 14 Undergraduates, eine Doktorandin und ein Postdoc haben das Stipendium für weitere Studien an der TU Berlin genutzt, unter anderem im Maschinenbau, im Chemieingenieurwesen und in Economics. Sie kamen sowohl von langjährigen brasilianischen Partneruniversitäten, wie der USP in São Paulo und der UFPE in Recife, als auch von anderen Universitäten, mit denen TU-Professoren bereits intensive Kontakte aufgebaut haben. Förderungszusagen für 13 weitere Undergraduates sind bereits vorhanden, das Auswahlverfahren für Doktoranden und Postdocs läuft noch.

Die ersten Stipendiaten haben fleißig und erfolgreich studiert, ihre Deutschkenntnisse sogar bis zum erfolgreichen Abschluss der Deutschprüfung verbessert und auch in Forschungsprojekten mitgearbeitet, zum Beispiel im Fraunhofer IPK. Für die meisten Stipendiaten war ihr einjähriger Studienaufenthalt die erste Auslandserfahrung, in der sie lernen mussten, sich in ein völlig anderes universitäres System einzupassen und den Alltag in einer fremden soziokulturellen Umgebung zu meistern. Die erste Stipendiatengruppe ist inzwischen zum Weiterstudium nach Brasilien zurückgekehrt und kann ihre Erfahrungen als „Botschafter“ an Kommilitonen ihrer Heimatuniversitäten weitergeben und natürlich auch für die TU Berlin und Berlin als Studienort Werbung machen.

Beratung für Programminteressierte und Service zur Online-Einstellung von Angeboten bietet das Akademische Auslandsamt der TU Berlin.

Tel.: 314-2 44 97

Roswitha Paul-Walz, Akademisches Auslandsamt / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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