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Alumni

Leistungen im Ausland

Freitag, 21. Juni 2013

Noch Anfang der 90er-Jahre waren für die Studierenden, die ins Ausland gingen, die Faszination des anderen Landes, die fremde Sprache, die eigene Horizonterweiterung und Persönlichkeitsentwicklung weitaus wichtiger als Noten und Kreditpunkte. Mit dem Bologna-Prozess hat sich dies grundlegend geändert. Für die angestrebte erhöhte Mobilität von Studierenden in Europa ist, wie Studien belegen, die "Anerkennung von im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen" inzwischen ein wichtiger Einflussfaktor.

Mit der sogenannten "Lissabon-Konvention" wurden 1997 die Rechte der Studierenden auf Anerkennung festgeschrieben und flossen später auch in die Prüfungsordnungen der TU Berlin ein. Dort heißt es: Die Anerkennung soll gewährt werden, sofern nicht ein "wesentlicher Unterschied" zum Studienprogramm an der Heimathochschule besteht. Bei einer Nichtanerkennung muss nun die Hochschule den Nachweis über diese wesentlichen Unterschiede erbringen.

Informationen einholen vor dem Auslandsaufenthalt

Um Streitigkeiten zu vermeiden, ist daher die Entwicklung einer transparenten Verfahrensweise mit allen Beteiligten notwendig.

Im ERASMUS-Programm gewährleistet der Abschluss des "Learning Agreement" die spätere Anerkennung, und auch im Überseebereich sollten die Studierenden dieses Thema vorab mit ihren Prüfungsobleuten besprechen.
Die Partnerhochschule stellt bei der Rückkehr ein "Transcript of Records" über die erworbenen Kreditpunkte und Noten aus. Die Studierenden sollten jedoch ihr Auslandsstudium möglichst umfassend dokumentieren. Das Akademische Auslandsamt der TU Berlin unterstützt die Prüfungsausschüsse darüber hinaus mit Umrechnungsempfehlungen, die den Kreditpunktsystemen und Benotungskulturen der jeweiligen Länder und Studienfächer angemessen sind.

Am wichtigsten wird es jedoch sein, dass alle Akteure die unterschiedlichen Hochschulbildungssysteme als etwas Positives begreifen und vielleicht auch die Zielsetzungen der "Lissabon-Konvention" in die persönliche Anerkennungsentscheidung einfließen lassen.

Peter Marock, Referent für Äquivalenzen, Akademisches Auslandsamt / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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