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TU Berlin

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Internationales

Punktlandung Auslandsstudium

Freitag, 12. April 2013

Untersuchung: wie internationale Studienleistungen anerkannt werden

Lupe

Auslandsstudium, Praktikum, Sprachkurs, Exkursionen: Auslandsaufenthalte während des Studiums sind beliebt. Etwa 25 Prozent der Studierenden in Deutschland verbringen studienbedingt eine Zeit im Ausland. Mehr als die Hälfte davon absolviert ein Auslandsstudium.

Die Erinnerung an eine schöne Zeit, Fremdsprachenkenntnisse, Improvisationstalent sowie die Fähigkeit, in internationalen Teams zu arbeiten, bleiben meist als Gewinn. Doch zahlt sich das Studium auch in Schein und Note aus? In welchem Maße und in welcher Form die im Ausland erbrachten Studienleistungen als gleichwertig zum Studium an der Heimatuniversität anerkannt werden, untersuchte das Akademische Auslandsamt kürzlich in einer Studierendenbefragung der Jahrgänge von 2009/10 und von 2010/11. 45 Prozent der Stichprobe von 700 angeschriebenen Studierenden sind Bachelor-Studierende. 370 davon nahmen an der Befragung teil. Das entspricht einer Rücklaufquote von 55 Prozent. Sie beantworteten Fragen nach den im Ausland besuchten Lehrveranstaltungen, nach der Hilfe bei der Zusammenstellung des Studienplans, nach der Anerkennung der Studienleistungen in Deutschland sowie nach einem möglichen Zeitverlust durch das Auslandsstudium.

Lupe

58 Prozent der Befragten gingen zwischen sieben und zwölf Monate ins Ausland, vorrangig im fünften bis sechsten Fachsemester. 81 Prozent gaben an, dass die erfolgreich an der Partneruniversität absolvierten Lehrveranstaltungen von der TU Berlin anerkannt wurden, und zwar bei 28 Prozent der Befragten als Pflichtfach, bei 32 Prozent als Wahlpflichtfach und bei 40 Prozent als Wahlfach

„Das ist eine recht positive Bilanz, sieht man einmal davon ab, dass die Anerkennung hauptsächlich im Wahl- und Wahlpflichtbereich stattfand“, erklärt die Leiterin des Akademischen Auslandsamts der TU Berlin, Dr. Carola Beckmeier. Drei Faktoren, so habe sich herauskristallisiert, seien für die Anerkennung besonders hinderlich:

n Unterschiede im Studiensystem und Studienpensum. Inhaltlich ähnliche Lehrveranstaltungen sind zeitlich oft nicht kompatibel.

n Mangelhafte Vertrautheit der anerkennenden Stellen mit Lehrinhalten, Lernmethoden und Beurteilungspraxis an der Gasthochschule (54 Prozent)

n Organisatorische Schwierigkeiten wie fehlende oder ungenaue Bescheinigungen der absolvierten Lehrveranstaltungen sowie Zulassungsbeschränkungen zu Seminaren (18 Prozent)

Weitere Hindernisse für die Anrechnung von Auslandsstudienphasen seien Qualitätsunterschiede in den Studienangeboten der Herkunfts- und Gasthochschule, inhaltliche Diskrepanzen zwischen dem Studienschwerpunkt während des Auslandsaufenthaltes und dem Studienschwerpunkt, der an der Heimatuniversität verlangt wird, so die Befragten. Außerdem gebe es oft Diskrepanzen zwischen der Dauer des Aufenthalts und den an der Gasthochschule üblichen Lern- und Prüfungsphasen.

„Die Anerkennung und Anrechnung der Studienleistungen spielen eine sehr wichtige Rolle für die Qualität von Auslandsstudienangeboten“, so Carola Beckmeier, „denn sie beeinflussen maßgeblich die Bereitschaft von Studierenden, an Auslandsstudienprogrammen teilzunehmen.“ Die Untersuchung zeigte auch, dass sich für 49 Prozent der Befragten das Studium aufgrund nicht anerkannter Leistungen im Ausland um bis zu sechs Monate verlängerte. Daher müssten, so die Leiterin des Auslandsamtes, weiterhin Maßnahmen vorangetrieben werden, die dies verhindern. Sie müssten ebenfalls zu mehr Transparenz, besserer Dokumentation und Übersichtlichkeit des Studienpensums führen. Dazu gehören Mobilitätsfenster im Studiengang sowie Studienverlaufsmodelle, die zeigen, wie Auslandsaufenthalte am besten in den Studiengang integriert werden können.

www.tu-berlin.de/?id=5190

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 4/2013

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