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TU Berlin

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Internationales

Ressourcenschutz am Amazonas

Freitag, 16. Dezember 2011

TU Berlin will zum Ausbau erneuerbarer Energien in Ecuador beitragen

"Der Yasuní-Nationalpark ist das größte Schutzgebiet in Ecuador", erklärt Jorge Jurado, Botschafter des lateinamerikanischen Landes in Deutschland. "Das Gebiet wurde 1989 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Es ist das größte Reservat dieser Art in der Welt und deshalb von besonderer Bedeutung für den Biodiversitätenschutz." Auf einem Hektar Wald finde man dort eine Artenvielfalt, die so groß sei wie die in Mexiko, den USA und Thailand zusammen.

Gelbkopfpapageien aus dem Amazonas- Gebiet auf der Ostseite der Anden im Yasuní-Nationalpark, Ecuador
Lupe

Die von der Regierung geförderte Yasuní-Initiative, die dieses Gebiet schützen und erhalten will, spielte eine bedeutsame Rolle beim Besuch einer Delegation an der TU Berlin Mitte Oktober, der neben dem Botschafter zwei ecuadorianische Minister angehörten. Um das Land und die Yasuní-Initiative ebenfalls zu unterstützen, will die TU Berlin Master- und Weiterbildungskurse zu erneuerbaren Energien für ecuadorianische Studierende und Experten anbieten. Dazu unterzeichneten der Erste Vizepräsident der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen, sowie der Außenminister Ecuadors, Ricardo Patiño, ein Memorandum of Understanding. Die Partner einer Kooperation, die darauf aufbauend ins Auge gefasst wurde, sind das National Institute of Advances Studies - The Graduate University of the State - sowie die TU Berlin. Die Aktivitäten auf TU-Seite wird Prof. Dr. Frank Behrendt, Fachgebiet Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien sowie Sprecher des TU-Innovationszentrums Energie, koordinieren. 14 Ecuadorianer studieren derzeit an der TU Berlin.

Jorge Jurado, Botschafter, Ricardo Patiño, Außenminister, Guillermo Solórzano, Minister für Soziale Entwicklung Ecuadors (v. l.), sowie Paul Uwe Thamsen, Vizepräsident der TU Berlin, einigten sich auf das Memorandum - ein Beitrag zur Erhaltung des Natursc
Lupe

Für den Botschafter der Republik Ecuador in Deutschland, Dipl.-Ing. Jorge Jurado, auf dessen Initiative das Treffen zustande gekommen war, war es eine Rückkehr an seine alte Alma Mater. In den 1970er-Jahren, als in seiner Heimat noch diktatorische Zustände herrschten und viele gute Universitäten geschlossen waren, studierte er an der TU Berlin Energie- und Verfahrenstechnik, da er bereits in Ecuador eine deutsche Schule besucht hatte. Diese Ausbildung und seine Erfahrungen - in Deutschland wurden Themen wie Waldsterben, saurer Regen, Luft- und Wasserverschmutzung intensiv diskutiert - sensibilisierten ihn frühzeitig für die Umweltproblematik. Als ehemaliger Staatsminister des Nationalen Sekretariats für Wasser in Quito kennt er die Umweltprobleme in Ecuador sehr genau. Er unterstützt nachdrücklich die Yasuní-Initiative, die sich nicht nur für den Schutz der Biosphäre im Amazonas-Becken einsetzt. Sie will auch den Klimawandel sowie die Ausbeutung fossiler Energieträger in biologisch und kulturell sensiblen Gebieten bekämpfen und stattdessen Strategien für die soziale Entwicklung, die Erhaltung und den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien für eine nachhaltige Entwicklung des Landes entwerfen. Ein wichtiges Augenmerk der Initiative gilt auch dem Schutz der freiwilligen Isolation von Ureinwohnern, die den Park ohne Kontakt zur Außenwelt bewohnen, den Tagaeri und den Taromenane.

Ein ausführliches Interview mit Jorge Jurado ist in der letzten Ausgabe des Alumni-Magazins "TU international" (Onlinelehre und Soziale Medien) nachzulesen.

www.alumni.tu-berlin.de/international/tu-international

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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