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TU Berlin

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Internationales

Der kleine "China-Knigge"

Montag, 17. Mai 2010

Winkt Ihnen in China jemand ab, seien Sie nicht beleidigt. Er will Sie nicht verabschieden, sondern heranwinken. Auch wenn Sie zwei Bier in lauter Umgebung bestellen, mit erhobenem Daumen und Zeigefinger: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie acht Gerstensäfte bekommen. Diese Zahlengeste wird im Reich der Mitte nämlich durchaus anders verstanden. Besondere Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie eingeladen sind. Nicken und Lächeln heißt nicht unbedingt, dass man Ihnen zustimmt – möglicherweise ist es nur höfliche Aufmerksamkeit. Und wenn Sie ein Geschenk bekommen: Packen Sie es nie im Beisein des Schenkenden aus. Sie würden sich als gierig outen und vielleicht andere Geschenke, die nicht so wertvoll waren, herabsetzen. Die Tischordnung ist ebenfalls sehr genau festgelegt, und zwar nach der Wichtigkeit der Gäste. Dann jedoch wundert sich der Europäer: Lautes Sprechen und ungezwungene Manieren sind durchaus üblich und keineswegs anstößig. Um Fettnäpfchen zu vermeiden, ist also eine gute Vorbereitung auf die Reise am besten. Ein interkulturelles Training mit kulturspezifischem Schwerpunkt China kann hier sehr helfen. Neben diesen Trainings bietet Dr. Antje Dohrn vom Fachbereich Deutsch als Fremdsprache bereits seit einigen Jahren im Rahmen der TU-Weiterbildung einen kleinen "China-Knigge" an. Weitere interkulturelle „Knigges“ sind übrigens auch sehr beliebt: für arabische Länder, Russland und Osteuropa, USA und Deutschland.

pp / Quelle: "TU intern", 5/2010

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