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TU Berlin

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Internationales

Berlin fühlen

Montag, 17. Mai 2010

Auf der EXPO 2010 in Schanghai präsentiert sich die Hauptstadt mit einem „Fühlparcours“ und moderner Wassertechnik aus der TU Berlin

Burkhard Lüdtke (4. v. l.) mit Studierenden auf der "Modellbaustelle"
Lupe

"Ihr Völker der Welt – schaut auf diese Stadt." Noch einmal fordert Ernst Reuter Menschen aus aller Welt auf, die deutsche Hauptstadt Berlin zu beachten. Er tut dies weit weg von der Heimat, an der Mündung des Jangtse-Flusses im Reich der Mitte. Noch genauer: auf der EXPO 2010 in Schanghai, die Anfang Mai mit einem spektakulären Feuerwerk unter dem Motto "Better city, better life" eröffnet wurde. Der berühmte Aufruf Ernst Reuters ist zu hören im deutschen Pavillon, wo sich die Hauptstadt mit einer Berlin-Woche und der Ausstellung "Close your eyes and see" präsentiert. Neun Modellbauten von Wahrzeichen laden zum Anfassen und Betasten ein. Und die Ausstellungsmacher haben sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Jeder Besucher bekommt eine Dunkelbrille und tastet sich fast blind entlang des Stadtmodells mit Hauptbahnhof und Regierungsviertel, vorbei am maßstabsgetreu aufgebauten Brandenburger Tor, dem Alex, der Gedächtniskirche, der Siegessäule, dem Stadtwappen, der Nofretete-Büste, der größten Gasturbine der Welt und dem Reichstag. Die Besucherinnen und Besucher sollen die Stadt nicht mit dem Verstand, sondern über die Sinne erfassen. Sie riechen, sie hören, sie fühlen. Die glatten Platten des Bahnhofsvorplatzes sind zu erspüren, vor dem Brandenburger Tor erklingen internationale Stimmen, auf dem Sandweg im Tiergarten hört man Joggingschuhe knirschen und am Reichstagsmodell ertönt eben Ernst Reuter.

Entwickelt und gebaut hat diese Ausstellung die TU Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nach einer Idee von Barbara Berninger, der dortigen Leiterin des Bereichs EU und Internationales. Auf TU-Seite waren Studierende des Instituts für Architektur unter Leitung des Modellbauexperten Burkhard Lüdtke von der "Designbaustelle" der TU Berlin beteiligt.

"Berlin präsentiert sich mit der Ausstellung als eine Stadt, die sich um Barrierefreiheit und die Integration aller bemüht", sagt Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin für Bauen und Wohnen. "Sich ohne Barrieren in der Stadt bewegen zu können ist ein Anliegen städtischer Planung, das vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnt und nach einem ,Design for All‘ strebt." Denn nur Berücksichtigung aller Menschen mache auf Dauer die Qualität urbanen Lebens aus. Rund 300 000 Euro investiert die Senatsverwaltung in dieses Projekt, das nach der EXPO in Berlins Partnerstädten gezeigt werden soll. Erster Interessent ist Tokio.

Ein weiteres Highlight mit maßgeblicher Beteiligung der TU Berlin ist das Projekt SPREE 2011, das die Integration von Gewässerschutz und ökologischer Stadtgestaltung präsentiert. Baden im Fluss soll wieder möglich werden. Unter anderem wird dafür von TU-Forschern zusammen mit weiteren Partnern ein innovatives Speichersystem für Mischwasser mit neuen Reinigungstechnologien entwickelt, das sich – so die Idee –, verborgen unter einer künstlichen Insel zum Baden und Erholen, ins Stadtensemble fügt.
Überhaupt sind die Berliner sehr gut vertreten bei diesem Megaereignis, an dem 242 Nationen aus aller Welt beteiligt sind: Auch der Pavillon des Gastgeberlandes "Urban Planet" stammt aus der Berliner Kreativwerkstatt TRIAD, die den internationalen Wettbewerb unter 150 Bewerbern für sich entscheiden konnte.

tui / Quelle: "TU intern", 5/2010

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