direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Internationales

Punkten mit dem Auslandsaufenthalt

Montag, 12. Oktober 2009

Welche beruflichen Erträge ein Studium in anderen Ländern bringt - eine Studie

Auch in Paris gibt es Austauschmöglichkeiten für TU-Studierende
Lupe

Ob sich ein Auslandsstudium lohnt, muss man heute eigentlich nicht mehr fragen. Es sei die beste Zeit ihres Studiums gewesen, sagen nicht nur diejenigen, die im Ausland waren. Inzwischen wird sogar von den Hochschulabsolventinnen und -absolventen eine internationale Ausrichtung ihres Studiums verlangt. Seit mehr als zwanzig Jahren fördert das Europäische Programm ERASMUS den Austausch von Studierenden. Die "Generation ERASMUS" ist zum Synonym für das Zusammenwachsen Europas geworden, denn der (ERASMUS-) Aufenthalt an einer ausländischen Hochschule, die Internationalität des gemeinsamen Studierens und Lebens entwickeln Kompetenzen, die einen positiven Einfluss auf die Beschäftigungs- und Arbeitssituation nach dem Studienabschluss haben. Das belegt eine soeben erschienene Studie des Bundesbildungsministeriums eines Autorenteams um Professor Ulrich Teichler. Befragt wurden sowohl Arbeitgeber als auch ERASMUS-Absolventen. Wichtiges Einstellungskriterium ist nach Einschätzung der Arbeitgeber Fremdsprachenbeherrschung, Verständnis für internationale Unterschiede in Kultur und Gesellschaft sowie Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Personen aus unterschiedlichen Kulturen. Sie bewerten sogar fachbezogene Methodenkenntnisse und theoretisches Fachwissen bei Absolventen mit Auslandserfahrung höher als bei denjenigen, die nur im Inland studiert haben. Ähnliches gilt auch für allgemeine Kompetenzen, wie Anpassungsfähigkeit, Initiative und persönliches Engagement. Mobile Studierende werden in Bezug auf Behauptungsvermögen, Problemlösungsfähigkeit, Planen, Koordinieren und Organisieren für deutlich kompetenter gehalten als nicht-mobile Studierende. Auch die ehemaligen Austauschstudierenden bewerten ihre Kompetenzen zum Zeitpunkt ihres Abschlusses relativ positiv. Mehr als drei Viertel geben hohe Kompetenzen beim theoretischen Wissen und bei Fremdsprachenkenntnissen an. Auch in weiteren Bereichen wie Anpassungsfähigkeit, persönliches Engagement, Kompetenz zur Problemlösung fühlen sie sich den nicht-mobilen Studierenden überlegen.

Durchschnittlich 3,8 Monate suchten ehemalige (ERASMUS-) Austauschstudierende nach einer Beschäftigung, 72 Prozent der Befragten fanden ihre beruflichen Aufgaben ihrem Ausbildungsniveau angemessen, 67 Prozent sind mit ihrer aktuellen beruflichen Situation zufrieden. Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet in einer international agierenden Organisation, und ihre Arbeit ist in einen internationalen Kontext eingebettet. Ein noch größerer Anteil schätzt die eigenen internationalen Kompetenzen als wichtig zur Erfüllung der beruflichen Aufgaben ein. Ehemalige Austauschstudierende übernehmen im Vergleich zu nicht-mobilen Studierenden doppelt so oft klar definierte internationale Aufgaben. Mobilität, so das Fazit der Studie, sei weiterhin eine zentrale Komponente des Studiums. Hochschulen täten gut daran, unterstützende Maßnahmen zur Realisierung studienbezogener Auslandsaufenthalte anzubieten.

Dr. Carola Beckmeier, Akademisches Auslandsamt / Quelle: "TU intern", 10/2009

Engel, C., Janson, K., Schomburg, H.,Teichler, U.: Der berufliche Ertrag der ERASMUS-Mobilität, Bonn, Berlin 2009 (Hrsg. BMBF)

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.