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TU Berlin

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Internationales

Schub für internationalen Hochschulraum

Donnerstag, 16. Juli 2009

TU Berlin ist an der Gründung einer deutsch-türkischen Universität beteiligt

Der Startschuss für die Gründung einer deutsch-türkischen Universität (DTU) in Istanbul ist gefallen. Am 30. Mai 2008 hatten Bundesforschungsministerin Schavan und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit dem türkischen Außenminister Ali Babacan die entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Beteiligt sind an diesem Projekt das Bundesbildungsministerium, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie 22 deutsche Hochschulen, darunter sechs Universitäten: die TU Berlin, die FU Berlin, die Universitäten Potsdam, Heidelberg, Bielefeld sowie Köln und Münster als Kooperationspartner. Sie übernehmen jeweils die Federführung für eine Fakultät beziehungsweise das Fremdsprachenzentrum. Die TU Berlin zeichnet dabei verantwortlich für die ingenieurwissenschaftliche Fakultät.

Die DTU sei ein Meilenstein der deutsch-türkischen Wissenschaftskooperation und ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des internationalen Hochschulraums, sagte Ministerin Annette Schavan. TU-Präsident Kurt Kutzler, der sich, gemeinsam mit Prof. Dr. Rita Süßmuth, Mitglied im Kuratorium der TU Berlin, bereits seit Langem für die Errichtung der DTU einsetzt, zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Ausgang der Verhandlungen: "Mit unserer Beteiligung können wir zum Aufbau eines breiteren Bildungsnetzwerkes in der Türkei sowie zu fruchtbaren binationalen Beziehungen beitragen", sagt er und weist auf einen weiteren positiven Aspekt hin: "Da am Aufbau der DTU auch zwölf türkische Universitäten beteiligt sein werden, von denen einige bereits durch Kooperationsverträge mit der TU Berlin verbunden sind, wird unsere Zusammenarbeit mit diesen Universitäten im Rahmen der DTU den Kooperationen weitere Impulse verleihen."

Mehr als 20000 türkische Staatsbürger seien an deutschen Universitäten eingeschrieben. Insbesondere für sie wie für deutsche Abiturienten mit türkischem Migrationshintergrund, die eine binationale Karriere anstreben, könnte diese Universität besonders attraktiv sein. Die neue deutsch-türkische Hochschule soll unter anderem deutschsprachige Studiengänge sowie deutsche und türkische Hochschulabschlüsse anbieten und enge Kontakte zu deutschen wie türkischen Unternehmen und Institutionen pflegen.

Impulse für die Ingenieurwissenschaften von der TU Berlin

Ausbildung und Abschlüsse sollen sich an den Grundlagen des Bologna-Prozesses orientieren. Die beteiligten deutschen Hochschulen werden bei allen Entscheidungen mitwirken, die für die Qualität der Studiengänge relevant sind. Dafür wird ein paritätisch zusammengesetzter Lenkungsausschuss aus Vertretern der beteiligten Hochschulen und Ministerien beider Seiten sowie des DAAD sorgen.

Die türkische Seite stellt Gelände, Gebäude und Infrastruktur zur Verfügung und wird für die laufenden Kosten aufkommen. Die deutschen Vertragspartner werden durch Beratung und finanzielle Beiträge für den Aufbau und den Betrieb sorgen. Insbesondere sollen für den Aufbau des deutschen Sprachzentrums deutsche Dozenten und Lektoren entsandt und Material zur Verfügung gestellt werden. Das Bildungsministerium wird Zuschüsse zu Gehältern und Honoraren finanzieren, die die türkischen Möglichkeiten übersteigen. Für den Austausch von Studierenden, Dozenten und für die Fortbildung von Nachwuchswissenschaftlern werden Stipendien aufgelegt.

Die TU Berlin kann bei dieser Aufgabe auf ihre langjährigen guten Kontakte mit der Türkei setzen. Erst Anfang Juni besuchte Präsident Kurt Kutzler die Istanbul Technical University (ITU), um die bereits bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Universitäten zu ergänzen.

Vor allem ging es dabei um die Einrichtung eines gemeinsamen Forschungszentrums für Information und Kommunikation. Es soll helfen, die IT-Infrastruktur der Türkei zu entwickeln, E-Government-Dienste anzubieten, die großen Diskrepanzen innerhalb der Türkei in Hinblick auf digitale Dienste zu reduzieren und eine spezialisierte Aus- und Weiterbildung von Regierungsmitarbeitern auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien sicherzustellen. Außerdem wünscht sich die türkische Regierung die Unterstützung der TU Berlin bei der Errichtung eines eigenen Campus der Istanbul Technical University in Berlin.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 7/2009

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