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TU Berlin

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Internationales

Im Fokus: die Probleme des kleinen Mannes

Montag, 14. April 2008

Chinesische Studierende produzieren deutschsprachige Talkshows

Chinesischen Studierenden bei den Talkshow-Debatten um "heiße Eisen"
Mit großem Engagement sind die chinesischen Studierenden bei den Talkshow-Debatten um "heiße Eisen" dabei
Lupe

TU-Medien- und Geschichtswissenschaftlerin Dr. Barbara von der Lühe, Professorin an der Zhejiang University im chinesischen Hangzhou, berichtet in loser Folge vom chinesischen Campus.

Besteht ein Zusammenhang zwischen dem starken Anstieg der Scheidungsrate in China und der Zahl außerehelicher Beziehungen, dem Grund für ein Drittel aller Scheidungen im Land? Diese Frage diskutierte man in einer der beiden TV-Talkshows, die 15 Bachelorstudierende des Institute of German Studies der School of International Studies der Zhejiang University im Sommer 2007 im Rahmen eines medienpädagogischen Projekts unter Leitung von Barbara von der Lühe produzierten. Nach dem Muster deutscher Talkshow-Formate sollten zwei zwanzigminütige Talkshows in deutscher Sprache entstehen. "Talkshow" als Unterrichtsthema war zwar für die Studierenden völlig neu. Diese Form der Unterhaltung ist jedoch auch im chinesischen Fernsehen sehr beliebt, insbesondere solche Show, die sich mit Problemen "des kleinen Mannes" beschäftigen.

Nach einer Einführung, mehreren Lernmodulen über Film- und Fernsehanalyse sowie über verbale und nonverbale Kommunikation begannen Planung und ausführliche Recherchen zu den avisierten Themen und Studiogästen. Es entstanden eine sachlich ausgerichtete Debatten-Show, "Perspektiven heute" nach dem Vorbild von "Sabine Christiansen", die sich auf das Thema "Außereheliche Verhältnisse" konzentrierte, sowie eine Personality-Show, "Face to Face" nach dem Muster von "3 nach 9" (Radio Bremen), die "helle und dunkle Seiten des Lebens" beleuchten sollte. Die Rollen der "Studiogäste" und der "Moderatoren" wurden intensiv recherchiert und geübt: In der Debattenshow diskutierten eine auf Scheidungsfälle spezialisierte Juristin, eine Frauenrechtlerin sowie Studiogäste, die persönliche Erfahrungen mit gescheiterten Beziehungen aufgrund ehelicher Untreue schilderten. In der anderen Talkshow mimten die Studierenden Prominente, die wirklich existieren und an deren Schicksalen die chinesische Öffentlichkeit großen Anteil nimmt: eine Transsexuelle, die nun als Frau lebt und eine Familie gründen möchte, und eine frühere Spitzensportlerin, die nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere in schlechten Einkommensverhältnissen lebt, da versäumt wurde, der jungen Sportlerin eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Auch die Siegerin der Reality-Show "Supergirl" des Hunan-Fernsehens, die mit ihrem androgynen "Outfit" ein regelrechtes "Zeitgeist"-Phänomen ist und viele Fans unter den Jugendlichen hat, war mit von der Partie. Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Campus-TV entstanden zwei sendefertige Talkshows, die im März und April 2008 im "Offenen Kanal Berlin" ausgestrahlt wurden. Dieser Erfolg zeigt, wie wichtig die Einbindung der Medienwissenschaft in den Spracherwerb ist: So macht die Verbindung von Medienwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der TU Berlin auch international Schule: In Hangzhou wird die Medienwissenschaft mit einer eigenen Professur in Kooperation mit dem Fachgebiet Deutsch als Fremdsprache unterrichtet.   

Quelle: "TU intern", 4/2008

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