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Der Wert der Rankings

Montag, 15. Dezember 2008

Im Oktober 2008 kürte das Times Higher Education Supplement (THES) – World University Ranking die weltweit besten Universitäten. Angeführt wird die Liste, wie schon in den Jahren zuvor, von der Harvard University, gefolgt von den punktgleichen Universitäten Oxford, Cambridge und Yale. In den Technikwissenschaften rangiert das Massachusetts Institute of Technology vorn. Die beste deutsche Universität insgesamt kam auf Platz 57. Diesmal nahm auch die TU Berlin erstmals einen Platz unter den besten 200 dieser Liste ein. Die deutschen Unis sind mit Recht stolz, dennoch sind die Rankings durchaus problematisch, je nach Methodik der Datenerhebung. Und auch an diesem kritisiert beispielsweise das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), dass es auf einer methodisch unzulänglichen und intransparenten Reputations-Umfrage basiere, die zu völlig inplausiblen Sprüngen einzelner Hochschulen von einem auf das andere Jahr führe. So habe sich zum Beispiel die Universität Sheffield 2007 gegenüber 2006 um 34 Plätze verbessert.

Bekanntermaßen sei aber die Reputation ein sehr stabiler und gegenüber Veränderungen eher träger Indikator. Dennoch lohnt es sich, die Rankings zu beachten, denn sie haben eine nicht zu unterschätzende öffentliche und internationale Wirkung. Das Shanghai-World-University-Ranking, das erstmalig im Jahr 2003 veröffentlicht wurde, erreichte schnell eine Dominanz in diesem Feld. Vor allem die öffentlich finanzierten Universitäten Europas machten dabei eine schlechtere Figur, als man bei ihrer Jahrhundertealten akademischen Tradition erwarten dürfte, so das amerikanische Fachblatt "Chronicle of Higher Education". Für die internationale Konkurrenzsituation um die "besten Köpfe" würde das allmählich zu einer politischen Belastung. Doch nicht nur das. Einige Länder nähmen die Rankings als Grundlage beispielsweise ihrer Einwanderungspolitik. In den Niederlanden habe es bereits Vorschläge gegeben, die Erteilung von Visa auf Absolventen von Universitäten zu beschränken, die in den international anerkannten Rankings auftauchen. Die Weltbank habe festgestellt, dass mehrere Länder anscheinend sogar öffentlich finanzierte Stipendien den Studierenden vorbehalten, deren Heimatuniversitäten einen bestimmten Rang nicht unterschreiten.

pp / Quelle: "TU intern", 12/2008

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