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TU Berlin

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Samstag ist Werktag

Montag, 19. November 2007

Studierende schauten sich an der neuen Partneruni in Tomsk um und fanden Erstaunliches

Tomsk kann mit vielen architektonischen Schönheiten, die Universitätsbibliothek
Tomsk kann mit vielen architektonischen Schönheiten aufwarten. Hier: die Universitätsbibliothek
Lupe

Schon kurz nach dem Abschluss der Doppelmaster-Vereinbarung mit der Polytechnischen Universität Tomsk (TPU) ( TU intern 04/07) nahmen erste Studierwillige der TU Berlin die mögliche spätere Gast-Universität in Sibirien in Augenschein. Zusammen mit dem Initiator des Programms auf TU-Seite, Prof. Dr. Valentin Popov vom Institut für Mechanik, der an der TPU einen Kompaktkurs zur Kontaktmechanik und Reibungsphysik auf Deutsch abhielt, reisten 16 interessierte Studierende mit, nahmen selbst an dem Kurs teil und konnten sich rund einen Monat lang auf dem Campus und im Land umschauen. Und staunten nicht schlecht: "Ich hatte Sibirien viel exotischer und vor allem provinzieller eingeschätzt", sagt zum Beispiel Maschinenbau-Student Clemens Biet, "doch Tomsk ist viel europäischer, als man es von einer sibirischen Stadt erwartet hätte." "Die Sibirier sind sehr offen und tolerant, auch zu uns Deutschen, trotz der Vergangenheit", fiel Gunnar Schmidt auf, der Physikalische Ingenieurwissenschaft studiert. Auch finde man, so Alexander Hylla aus dem Verkehrswesen, lebendige Straßen zu allen Tageszeiten, wie man es eigentlich nur von südlichen Ländern kenne. Das Leben in Tomsk sei für die jungen Bewohner offenbar ein kontinuierliches Fest, beobachtete Eugenie Klöpfer, Werkstoffwissenschaften, denn: "Man sieht fast ausschließlich Frauen, die zu jeder Zeit so gekleidet sind, als ob sie ins Theater gehen wollen."

Die Tomsker Universität bezahlte für alle deutschen Studierenden ein Stipendium von 3500 Rubel (rund 100 Euro) und einen Platz im Studentenwohnheim, das tatsächlich eher einem Hotel glich, wie die Studierenden feststellten. Auch die sibirische Kälte erwies sich eher als Mythos. Dennoch kann das sibirische Kontinentalklima starke Temperaturunterschiede bereithalten, wie Nils Gräbner, Verkehrswesen-Student, feststellte: "Morgens geht man mit dem Mantel zur Uni, abends im T-Shirt zum Wohnheim."

Neben dem Kompaktkurs in Mechanik, mit dem die deutschen Studierenden natürlich sprachlich kein Problem hatten, entschieden sich die meisten auch noch für einen Russischkurs, der, auch bei fehlender Anmeldung, noch unbürokratisch von der Tomsker Uni organisiert werden konnte. Sie hatten nämlich festgestellt, dass Russisch in Tomsk lebenswichtig sein kann: "Da ich nur Blini s tvorogom, Pfannkuchen mit Quark, bestellen konnte", so Christian Schmiedel, Verkehrswesen, "nahm ich als Andenken an Tomsk drei Kilo Übergewicht wieder mit nach Hause."

"Die Eindrücke hätten sicher noch zahlreicher sein können", schmunzelte der Herr Professor schließlich, der auch zwei wissenschaftliche Mitarbeiter zur Unterstützung mitgenommen hatte, "aber zwei Stunden Vorlesungen und zwei Stunden Übungen täglich mit anschließenden Hausaufgaben ließen nur begrenzte Zeit für weitere Aktivitäten. Übrigens – Samstag ist Werktag an russischen Universitäten!"

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 11/2007

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