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TU Berlin

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Innenansichten

Spiel mit der Zukunft

Freitag, 17. Mai 2019

Greta Thunberg besuchte das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Die beiden Klimaaktivistinnen Greta Thunberg und Luisa Neubauer (Mitte) mit Ottmar Eden­hofer (2. v. l.) und Johan Rockström (2. v. r.) am PIK
Lupe

Die freitäglichen Demonstrationen gegen den Klimawandel, die „Fridays for Future“ bekamen in Berlin Ende März 2019 eine ganz besondere Unterstützung. Nicht nur erhielten sie Verstärkung durch Wissenschaftler*innen, die sich mittlerweile in der Initiative „Scientists4Future“ engagieren (siehe Artikel oben auf dieser Seite), sondern Berlin konnte auch einen ganz besonderen Gast begrüßen: Die 16-jährige Greta Thunberg, die schwedische Klimaaktivistin und Initiatorin der Schüler*innen-Streiks, kam nach Berlin, nahm an den Streiks im Zentrum der Hauptstadt teil und besuchte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, wo sie Gespräche mit den beiden Direktoren Dr. Johan Rockström und Dr. Ottmar Edenhofer führte, der gleichzeitig an der TU Berlin das Fachgebiet Ökonomie des Klimawandels sowie das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) leitet. „Die Jugendlichen haben recht, wenn sie sagen, dass es um Generationengerechtigkeit geht. Die Wissenschaft zeigt deutlich, dass der heutige Klimaschutz – oder dessen Fehlen – die Welt bestimmt, in der unsere Kinder und Enkel leben müssen“, sagte Rockström. Und auch Professor Ottmar Edenhofer wurde deutlich: „Die neue Dimension der Bewegung ist beispiellos. Der Protest der Jugendlichen ist vollkommen berechtigt, und sie weisen deutlich darauf hin, dass die fehlende Klimaschutzpolitik ein Spiel mit ihrer Zukunft ist und dass sie das nicht hinnehmen.“

Der Hitzesommer im vergangenen Jahr habe auch uns in Deutschland vor Augen geführt, dass Extremwettereignisse längst Realität sind. Diese Extreme würden zunehmen. In anderen Regionen sehe man bereits heute verheerende Folgen für Mensch und Natur. Ganze Landstriche könnten durch die Trockenheit sowie durch den Anstieg der Meeresspiegel langfristig unbewohnbar werden. „Die Preise für Nahrungsmittel werden steigen“, so Ottmar Edenhofer, „und ebenso die durch den Klimawandel bedingte Migration und die dadurch hervorgerufenen sozialen Spannungen – auch in Deutschland – werden zunehmen, wenn die Welt sich weiter erwärmt. Ob Deutschland die Welt retten kann, weiß ich nicht, aber wir müssen Vorbild sein, zum Beispiel beim Kohleausstieg.“ 

Patricia Pätzold, "TU intern" Mai 2019

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