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TU Berlin

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Innenansichten

„Das hat die Mathematik in Berlin verdient“

Montag, 29. Juli 2019

Auftaktfest zum Baubeginn der neuen Wissenschaftsgebäude auf dem „Campus Ost“ – eine Ausstellung zeigt, wie das Areal im Zentrum Berlins über mehr als 200 Jahre sein Gesicht veränderte

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Seit mittlerweile zwei Jahren tut sich etwas auf dem Bauplatz: Bodenuntersuchungen, Abriss, Planierungen – auf dem Areal zwischen Fasanenstraße und S-Bahn-Linie in Berlin-Charlottenburg, dem „Campus Ost“, wird das Land Berlin für die TU Berlin gleich zwei neue Gebäude für Wissenschaft, Forschung und Lehre errichten: das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) sowie ein neues Mathematik-Gebäude und später weitere Neubauten, entsprechend einem 2011 aufgestellten Masterplan. Insgesamt fließen 150 Millionen Euro in dieses Projekt.

„Das hat die Mathematik in Berlin verdient“, sagte Steffen Krach, Berliner Wissenschaftsstaatssekretär, bei einem sommerlichen Auftaktfest im Juni, das den Baubeginn markieren sollte und zu dem TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen Mitarbeiter*innen der Universität und Beteiligte der Senatsverwaltung geladen hatte. Bereits seit vielen Jahren, so Steffen Krach, habe sich Berlin als Hauptstadt der Mathematik etabliert: zunächst mit dem universitäts- und einrichtungsübergreifenden Forschungszentrum MATHEON – Mathematik für Schlüsseltechnologien, dessen Aktivitäten zur Gründung der Berlin Mathematical School und nun kürzlich zur Einwerbung des Exzellenzclusters MATH+ führten.
„Ende Juli geht es nun endlich auch mit dem Bauen los!“, freute sich Architekt Volker Giezek vom Dresdener Architektenkonsortium CODE UNIQUE Architekten GmbH, der den Gästen die Planung erläuterte. Wichtig seien unter anderem freie Sichtachsen auf dem Gelände zwischen den Gebäuden und ein einladendes Ambiente. Dazu gehörten Cafés im Erdgeschoss, offene Konferenzbereiche, sogar das große Rechenzentrum solle sichtbar bleiben, zum Schutz natürlich gläsern „eingehaust“. Entsprechend kommunikationsoffen soll auch das Innere der Gebäude werden: offene Konferenzbereiche, Sichtachsen nach außen von allen Standpunkten aus sowie Arbeitsbereiche in Fluren und auf Galerien – ein Mehrwert für die Verkehrsflächen. Und auch die Fassadengliederung mit den vielen gleichmäßig dick umrahmten Fenstern sei keineswegs aus rein ästhetischen Gründen so gewählt. Vielmehr erziele eine derart gegliederte Fassade Effekte einer sogenannten „Eigenverschattung“ und trage so umweltverträglich und ohne künstlichen Energieaufwand zur natürlichen Kühlung bei. Auf Umweltverträglichkeit wird bei diesem Bauvorhaben ohnehin besonderer Wert gelegt. „Der Bau ist gemäß der Vision von einem klimaneutralen Campus der TU Berlin von vornherein klimaneutral geplant“, sagte TU-Präsident Christian Thomsen. Zum Beispiel speise sich der Strom, den die TU Berlin verbraucht, bereits zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, das gesamte auf dem Campus Ost niedergehende Regenwasser werde durch ein ausgeklügeltes System komplett auf dem Gelände versickert. Darüber hinaus wird die bedeutende Menge an Abwärme, die zum Beispiel durch das Tag und Nacht arbeitende Rechenzentrum entsteht, ins Heizsystem eingespeist und kann so ressourcenschonend die komplette Heiz-Grundlast der Gebäude tragen.
Großes Interesse fanden auch die ausgestellten Tafeln zur Geschichte des Geländes: „Vom Thiergarten zum Campus Ost“. Monatelang hatte Historiker Thomas Schwab dafür neben dem Universitätsarchiv auch weitere Archive durchforstet und viele interessante Details gefunden, die das Gesicht des Geländes in den vergangenen 200 Jahren verändert haben.

Einer der wichtigsten Nutzer wird TU-Mathematikprofessor Volker Mehrmann sein (l.), ehemaliger Sprecher des Berliner Forschungszentrums MATHEON und jetziger Präsident der European Mathematical Society. Hier mit Volker Giezek, der die Architekten vertrat
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TU-Präsident Christian Thomsen (l.) und Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach, der den Berliner Senat als Bauherrn vertrat, gaben das Startsignal
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Mehrere Monate trug Historiker Thomas Schwab Dokumente, Bilder und Informa­tionen für die Ausstellung „Vom Thiergarten zum Campus Ost“ zusammen
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Patricia Pätzold, "TU intern" Juli 2019

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