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TU Berlin

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Innenansichten

„Schützen heißt nicht verhindern“

Die Datenschutzbeauftragte der Universität setzt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung an der TU Berlin um

Alles neu macht der Mai – so auch die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai 2018 in frischem Gewand in Kraft tritt. Sie löst die geltenden nationalen Regeln bis auf wenige definierte Fälle ab, die jedoch weiter, zum Beispiel im Bundesdatenschutzgesetz, geregelt werden. Erstmalig gelten Datenschutzregeln nun auch für Privatpersonen, kleine Handwer-ker, die Kundendateien pflegen, oder große Firmen, deren Struktur eher Behörden ähnelt.

„Auch an der TU Berlin ist bis zum 25. Mai noch einiges zu tun“, sagt die behördliche Datenschutzbeauftragte der Universität, Annette Hiller. „Zwar sind die Änderungen gegenüber den bisher für den öffentlichen Bereich und damit auch für die TU Berlin geltenden Bestimmungen nicht sehr groß, erfordern jedoch Anpassungen. Dies umso mehr, als auch die alten Bestimmungen nicht in allen Bereichen umgesetzt waren.“ Sie sieht in der DSGVO auch eine Chance. Der Datenschutz sei plötzlich in aller Mun-de. Bereiche, die immer nach der Maxime verfahren seien, Datenschutz gehe sie nichts an, seien angesichts der erheblichen Buß-gelddrohungen der DSGVO plötzlich nervös und erbäten ihren Rat. „Sie haben jedoch keine Bußgeldforderung zu befürchten, soweit sie nicht privatrechtlich tätig sind“, beruhigt sie. Sie bietet Beratungen an, in denen sie gleichzeitig mit dem alten Vorurteil aufräumt, dass Datenschutz Verhindern bedeutet.

Annette Hiller ist mit dem Zustand in der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV) und beim IT-Service-Center tubIT zufrieden. Bisherige verdeckte Mängel werden durch den gründlichen Blick auf alle Prozesse im Rahmen der SAP-Einführung aufgedeckt und der Weg in eine datenschutzkonforme Datenhaltung bereitet. Die in diesem Rahmen gerade entstehenden TU-Standards werden nach und nach auf die übrigen Bereiche der TU Berlin übertragen. Sie hofft, dass die erhöhte Aufmerksamkeit aufgrund der Einführung der DSGVO helfen wird, dieses Ziel zu erreichen. „Wir werden bis zum 25. Mai die TU Berlin zwar nicht in einen Datenschutz-Himmel verwandelt haben“, sagt sie, fügt aber hinzu, dass zumindest die Weichen dafür gestellt sein werden, sich diesem Ziel immer weiter zu nähern. „Meine Aufgabe derzeit besteht in erster Linie darin, die Bereiche zu beruhigen.“

Zunächst sei die Einführung eines Tools für das ab Mai erforderliche Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten geplant, welches das bisher unvollständig auf Papier geführte Verfahrensverzeichnis ablöse. Es werde natürlich Rundschreiben mit Tipps zur Um-setzung geben. Gerade eben ist sie mit der Überarbeitung des Muster-Auftragsverarbeitungsvertrages fertig geworden. „Letztes Jahr habe ich den Fakultäten eigene Schulungsveranstaltungen angeboten und bin dabei auf geringes Interesse gestoßen.“ Nach der SAP-Einführung wird sie dieses Angebot erneuern und ist zuversichtlich, dass das Interesse, die neu erarbeiteten TU-Standards erläutert zu bekommen, ungleich größer sein wird. „Wer Fragen rund um die DSGVO und den Datenschutz hat, darf sich gern an mich wenden.“ Sie sei jederzeit erreichbar – Verständnis für Wartezeiten vorausgesetzt.

tui/dt, "TU intern" 18. Mai 2018

Informationen für TU-Angehörige zur DSGVO

Zum Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 bittet die behördliche Datenschutzbeauftragte alle Bereiche darum, zu prüfen, ob sie die Datenschutzerklärung der TU Berlin in ihre Web-Auftritte eingebunden haben sowie alle Web-Formulare ssl/tls-gesichert sind.

Zum Thema Web-Auftritt, Datenschutzerklärung, neues elektronisches Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, doppeltes Opt-In u.a. werden in Kürze Rundschreiben erfolgen.

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