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TU Berlin

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Innenansichten

Rundherum familienfreundliche Universität

Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ um weitere drei Jahre verlängert

Viele Maßnahmen sind in den vergangenen Jahren getroffen worden, um die Situation von Studierenden und Beschäftigten mit Familienverantwortung zu verbessern.
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Die TU Berlin hat zum vierten Mal das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ erhalten. Am 15. März 2018 verlängerte die berufundfamilie Service GmbH in Berlin das Zertifikat erneut um drei Jahre. Damit führt die TU Berlin seit 2008, dem Jahr der ersten Auditierung und Zertifizierung, konsequent ihr Ziel weiter, das Thema Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie nachhaltig in Prozessen und Strukturen zu verankern.

Für die Umsetzungsphase 2018–2021 bedeutet dies, sich dem Bereich Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Pflege fokussiert zu widmen. So sollen Informationen zum Pflegethema besser sichtbar und über alle Ebenen kommuniziert, Führungskräfte für ein pflegebewusstes Führen sensibilisiert, Vernetzungsmöglichkeiten für Pflegende aufgebaut und konkrete Entlastungsangebote für Beschäftigte und Studierende geprüft und gegebenenfalls erweitert werden. Zum Beispiel ist geplant, die bislang vorhandene Möglichkeit der Telearbeit um ein Angebot des fallweisen mobilen Arbeitens zu erweitern.
In Abständen von jeweils drei Jahren stellte sich die TU Berlin in der Vergangenheit dem Reauditierungsprozess der berufundfamilie Service GmbH. In dem strukturierten und extern begleiteten Organisationsentwicklungsprozess standen die vorab vereinbarten Ziele und deren Zielerreichungsgrad auf dem Prüfstand.

So hatten verschiedene Maßnahmen zur Zertifikatsverlängerung in den Jahren 2011 und 2014 geführt, unter anderem die Einrichtung eines Familienbüros und des Dual Career Service, die Entwicklung von Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte, die Aufnahme rechtsverbindlicher Regelungen in die Studien- und Prüfungsordnung für Studierende mit Familienverantwortung sowie der Aufbau und die kontinuierliche Erweiterung von familienunterstützenden Angeboten. Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen können damit ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten und tageweise von zu Hause arbeiten. Studierende mit Familienaufgaben haben die Möglichkeit, während eines Urlaubssemesters nicht nur Prüfungs-, sondern auch Seminarleistungen abzulegen und an einem Mentoring-Programm für Studierende mit Familie teilzunehmen. Flankierend unterstützen flexible Kinderbetreuungsangebote vor Ort sowie eine familiengerechte Infrastruktur wie Eltern-Kind-Zimmer und mobile Spielekisten die Betroffenen. Der Dual Career Service berät neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung, bei Fragen zum Berliner Schulsystem und der beruflichen Neuorientierung der Partnerin oder des Partners, um das Ankommen in der Stadt und an der TU Berlin zu erleichtern.

Blog „Universum – Innenansichten der TU Berlin“ mit Geschichten über Familie und Karriere: https://blogs.tu-berlin.de/uni_magazin/category/beruf-und-familie/

Best Practice Forum

Mit gutem Beispiel voran

„Wir wollen einen Kulturwandel in der Arbeitswelt anstoßen“, sagt Carola Machnik vom Familienbüro der TU Berlin. „Wir möchten zeigen, dass die Vereinbarkeit von Beruf, Studium oder einer Führungsposition mit Familie und Kind lebbar ist.“ Dafür hat der Servicebereich Familienbüro ein Best Practice Portal ins Leben gerufen mit den Schwerpunkten „Familiengerechtes Führen“, „Vereinbarkeit im Alltag“ sowie „Familienangebote“. Hier berichten Führungskräfte, Mitarbeitende und Studierende, wie sie ihren Alltag mit Kind und Familie meistern, welche Hindernisse sie bewältigt und welche familienunterstützenden Angebote der TU Berlin sie genutzt haben, um ihr Leben zwischen Universität und Familie gut zu organisieren. „Wenn eine Führungskraft berichtet, dass sie in Elternzeit gegangen ist, macht es vielleicht auch anderen Mut, diesen Schritt zu gehen“, sagt Carola Machnik. Mit dem neuen Online-Portal will das Familienbüro gelebte Vereinbarkeit an der TU Berlin sichtbar machen. Die Interviews veranschaulichen lebendig, wie das möglich ist. www.tu-berlin.de/?145278

Signale an die Väter

Was Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin, bei der Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie wichtig ist

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Prof. Thomsen, die TU Berlin hat zum vierten Mal das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ erhalten. Wie erklären Sie sich den Erfolg?

Es ist das Ergebnis einer klaren strategischen Positionierung, die da heißt: Ohne die Vereinbarkeit von Beruf beziehungsweise Studium und Familie sind wir als Universität nicht zeitgemäß und auch nicht mehr wettbewerbsfähig. Allen Studierenden und Mitarbeitenden zu ermöglichen, ihre berufliche Karriereplanung mit familiären Verpflichtungen zu verbinden, muss selbstverständlich sein. Mit dem Familienbüro haben wir ein Instrument geschaffen, das Angebote macht, die auf die konkreten Bedürfnisse unserer Studierenden und Mitarbeitenden zugeschnitten sind. Ich denke da nur an die Ferienbetreuung von Kindern. Und die Liste der Beratungsthemen des Familienbüros ist lang. Sie reicht von der flexiblen Arbeitszeitgestaltung bis zur Hilfe bei pflegebedürftigen Familienangehörigen. Das Familienbüro ist zudem auch für unsere Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die neu in der Stadt sind, eine wichtige Anlaufstelle, zum Beispiel, wenn es darum geht, für das Kind die richtige Schule zu finden. Auch da berät das Familienbüro.

Wie sind Sie als Führungskraft bisher mit dem Thema Familienfreundlichkeit in Berührung gekommen?
Zuerst einmal muss ich natürlich in der Rolle als Präsident mein eigenes Familienleben mit meinen Führungsaufgaben vereinen. Als Hochschullehrer wiederum bin ich seit circa 25 Jahren an der TU Berlin, mein ältestes Kind ist jetzt 29. Es war also schon immer meine Aufgabe, die Familie mit der Tätigkeit als Professor zu verbinden. Das Universitätsleben spielt sich zumindest hauptsächlich tagsüber ab, wenn die Kinder in Kindergarten oder Schule gehen. Als Präsident jedoch gibt es für mich sehr viele Abendveranstaltungen, die ich bewusst nicht wahrnehme, weil das für mich mit meiner Familienzeit nicht kompatibel ist. Gleichzeitig setze ich mich dafür ein, dass solche Termine zunehmend in die normale Arbeitszeit integriert werden.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil – auch in Bezug auf Familienfreundlichkeit – beschreiben? Familienfreundlichkeit gehört für mich zur Normalität. Obwohl es nicht mein Ziel ist, sehe ich natürlich, dass ich als Präsident eine gewisse Vorbildfunktion einnehme. Auch als Präsident habe ich zum Beispiel wenigstens drei Monate Elternzeit genommen und das Geschäft lief weiter. Ich freue mich natürlich darüber, wenn ich anderen Vätern signalisieren kann, dass das auch in Führungspositionen möglich und auch erwünscht ist. Ich lege außerdem Wert auf familienkompatible Arbeitszeiten und Flexibilität für meine Mitarbeitenden – generell oder wenn einmal das Kind krank ist, weil ich das auch selber für mich in Anspruch nehme. Meine Frau ist ebenfalls voll eingespannt im akademischen Berufsleben, und wir teilen uns die Verantwortung, so gut es geht, partnerschaftlich und gleichwertig.

Lesen Sie weiter unter www.tu-berlin.de/?id=190867

Die Fragen stellten Yvonne Hennig und Sybille Nitsche

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