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TU Berlin

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Innenansichten

Klare Empfehlung für Open Access

Akademischer Senat verabschiedet Open Access Policy

Jürgen Christof ist Direktor der Universitätsbibliothek
Lupe

Die Auseinandersetzungen der deutschen Wissenschaftseinrichtungen mit dem Verlag Elsevier machen deutlich: Open Access wird mittlerweile disziplinübergreifend als der prägende Ansatz bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen angesehen. Die Bezahlschranken sollen abgebaut, der freie Zugang zum Regelfall werden. Einfach ist dieser Weg nicht: Eine Einigung mit Elsevier ist nicht in Sicht. Seit Beginn dieses Jahres ist der Vertrag gekündigt, die Literaturversorgung an der TU Berlin somit eingeschränkt. Auch mit Springer Nature und Wiley sind zwar Übergangslösungen gefunden, noch konnten im Projekt DEAL aber keine Verträge mit klarer Open-Access-Komponente abgeschlossen werden. Dieser ganz grundsätzliche Turnaround kostet Zeit, Kraft und Geld. Umso wichtiger ist es, dass man sich an den Hochschulen positioniert und dem Open-Access-Publizieren einen Vorrang einräumt. An der TU Berlin wurde dieser Schritt jetzt gegangen: Der Akademische Senat hat am 6. 12. 2017 die Open Access Policy der TU Berlin einstimmig verabschiedet, um den Forschenden eine klare Orientierung zu geben.

Folgende Empfehlungen werden in der Open-Access-Policy gegeben:

1
Publizieren Sie möglichst in Open-Access-Journalen unter ­einer freien Lizenz (bevorzugt der Creative-Commons-Lizenz CC BY).
2
Haben Sie Ihren Aufsatz in einem Closed-Access-Journal veröffentlicht, nutzen Sie Ihr Recht, den Aufsatz nach Ablauf einer bestimmten Zeit ein zweites Mal im Open Access zu veröffentlichen.
3
Übertragen Sie dem Verlag möglichst nur einfache Nutzungsrechte und behalten Sie sich selbst das Recht vor, Ihre Publikation sofort oder nach einer gewissen Zeit (zum Beispiel sechs Monate) ein zweites Mal zu veröffentlichen.
4
Bevorzugen Sie bei der Begutachtung, Redaktion und Herausgabe von Publikationen nichtkommerzielle Open-Access-Verlage und unterstützen Sie wissenschaftsnahe Publikationsangebote (zum Beispiel von Fachgesellschaften).
5
Verwenden Sie zur Veröffentlichung Ihrer Forschungsdaten entweder ein fachliches Datenrepositorium oder das Repositorium für Forschungsdaten und Publikationen DepositOnce der TU Berlin.
6
Publizieren Sie Monografien, Sammelbände und Open-Access-Zeitschriften auch im Universitätsverlag der TU Berlin.
Diese Empfehlungen und das Open-Access-Publizieren werfen im konkreten Fall häufig Fragen auf. Die Wissenschaftler*innen der TU Berlin benötigen daher Unterstützung in strategischer, organisatorischer, rechtlicher und finanzieller Hinsicht. Frau Prof. Vera Meyer berät als Open-Access-Beauftragte in strategischen und konzeptionellen Fragen. Die Verantwortung für die Entwicklung von Serviceangeboten und die Beratung wurden der Universitätsbibliothek übertragen. Das Open-Access-Team der UB hilft bei allen rechtlichen und organisatorischen Fragen und kann für Vorträge und Workshops gebucht werden. In finanzieller Hinsicht wurde für die Bezahlung von Artikelgebühren ein Publikationsfonds eingerichtet, aus diesem Fonds können auf Basis der Richtlinien der DFG Artikelgebühren gezahlt werden. Die Wissenschaftler*innen können somit auf eine leistungsstarke Publikationsinfrastruktur, ein differenziertes Beratungsangebot sowie umfangreiche finanzielle Unterstützung zugreifen.

Open-Access-Policy der TU Berlin: www.tu-berlin.de/?191164

Glossar zur Open-Access-Policy: www.ub.tu-berlin.de/fileadmin/pdf/Verlag/OpenAccess/OA-Policy_Glossar.pdf

Jürgen Christof, "TU intern" 16. Februar 2018

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