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Ein Stück Erinnerung zurückgewonnen

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Viele Ordner, Kisten und Bücher füllen die langen Regalreihen im Universitätsarchiv der TU Berlin. Hier lagert das Gedächtnis der Universität, das leider an Erinnerungslü­cken leidet. „Durch den großen Luftangriff im November 1943 wurde die Technische Hochschule Berlin (TH) zerstört und nahezu alle Unterlagen gingen verloren. Daher freuen wir uns sehr über solche Schenkungen“, erklärt Dr. Irina Schwab, Leiterin des Archivs. Vor ihr liegen zahlreiche Studienunterlagen, persönliche Dokumente und Fotos von Angel Sokatscheff (1918–1994). 1936 war er als Reporter für die Olympischen Spiele aus Bulgarien nach Berlin gekommen. Im Anschluss an ein Praktikum bei der Firma Loewe studier­te er von 1937 bis Mai 1943 Elektrotechnik an der TH. Nach Beendigung seines Studiums kehrte er in die Heimat zurück, schrieb zahlreiche Fachbücher und lehrte viele Jahre an der 1945 gegründeten Technischen Universität in Sofia. Seiner Familie berichtete Angel Sokatscheff später begeistert von seinen Studienjahren in Berlin, sodass seine Tochter Swetla Sokatschewa seinen Nachlass nun gerne in die Obhut der TU Berlin übergibt. „Neben Herrn Sokatscheff gab es in den 1930er- und 1940er- Jahren viele weitere bulgarische und andere ausländische Studierende aus den mit Deutschland verbündeten Staaten, wie China und Japan, was in der Geschichte der TU Berlin ein noch kaum beleuchtetes Thema ist“, weiß die Archivarin. „Ganz neu für uns ist die Information, dass die bulgarischen Studierenden sich in einem Verein namens „Rodina“ an der TH organisiert hatten, der, nach einer der Fotografien zu urteilen, 1938 bereits sein 30-jähriges Bestehen feierte.“ Der Nachlass wird nun sortiert, erfasst und eingelagert – ein Stück Erinnerung wurde damit zurückgewonnen und wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Irina Schwab vom TU-Universitätsarchiv (l.) prüft die Dokumente, die Swetla Sokatschewa und ihr Sohn Martin der Universität geschenkt haben
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Romina Becker, „TU intern“ Dezember 2018
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