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TU Berlin

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Innenansichten

Ein schlagkräftiges Team

Vor der Gründung des IT-Service-Centers tubIT 2007 galt es, einen Rückstand von zehn Jahren aufzuholen. Jetzt übergibt Odej Kao ein sehr gut aufgestelltes IT-Dienstleistungszentrum

Prof. Dr. Odej Kao leitet das Fachgebiet Komplexe und Verteilte Systeme an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik. Er baute das IT-Service-Center tubIT an der TU Berlin auf. Nun gibt er den Staffelstab weiter und widmet sich schwerpunktmäßig dem Ausbau des Einstein Center Digital Future. Derzeit hat Michaela Müller-Klang die kommissarische Leitung des IT-Service-Centers tubIT inne.
Lupe

Professor Kao, wie stellte sich Ihnen die IT-Situation an der TU Berlin vor zwölf Jahren dar, die zur Gründung des IT-Service-Centers tubIT führte?
Die Grundlage für tubIT war ein Gutachten, das die damalige Kanzlerin Dr. Ulrike Gutheil in Auftrag gab. Dieses stellte fest, dass der IT-Betrieb zersplittert war, wesentliche Dienste und Governance, kein Potenzial vorhanden war und die TU Berlin im IT-Bereich einen Rückstand von mindestens zehn Jahren aufwies. Es wurde empfohlen, eine grundlegende Reform mit einem neuen IT-Dienstleister (Arbeitstitel IVZ) unter professoraler Leitung durchzuführen. Ich habe dann im August 2006 mit dem tubIT-Aufbau angefangen, 2007 wurde es als IT-Service-Center gegründet. Der technische Rückstand war groß, viel schlimmer war aber das nicht existente Daten- und Prozessmanagement. So war es zum Beispiel dem Präsidenten nicht möglich, alle Professoren anzuschreiben, da deren E-Mail-Adressen weder zentral vergeben noch erfasst wurden. Also stand in der ersten TU-Rundmail, die ich bekomme habe, dass ich diese an meine Kolleg*innen weiterleiten möge, da man nicht alle erreichen könne.

Wie hat sich das Service-Center entwickelt?
Seitdem hat sich glücklicherweise viel verändert, da für alle TU-Mitglieder sehr deutlich war, dass es so nicht weitergehen kann. Die Mitarbeiter*innen der damaligen IT-Bereiche ZRZ, PRZ, IKU, Fakultätsbetriebe, Studierende sowie Ulrike Gutheil als Chief Information Officer, als CIO, wurden zu einem schlagkräftigen Team. Die Maschinenräume wurden erneuert, Hard- und Software komplett ausgetauscht, die Datenflüsse geordnet, zahlreiche Dienste eingeführt, die Betreuung modernisiert und stark verbessert, die Kommunikationskanäle ausgebaut und zum Schluss noch die Verlässlichkeit signifikant gesteigert. TubIT ist heute ein sehr gut aufgestelltes IT-Dienstleistungszentrum mit nahezu vollständigem Portfolio und mit sehr guten Managementstrukturen.

Welche besonderen Herausforderungen hält die nahe Zukunft nun bereit?
Die nächsten großen Änderungen aufgrund der Einführung des SAP-Campusmanagementsystems und der weiteren Digitalisierung stehen unmittelbar bevor. Die Teilsysteme in Verwaltung, Lehre und Forschung werden integriert, die Verantwortlichkeiten gebündelt, die Prozesse über Abteilungs- und Fakultätsgrenzen gestaltet. Die sogenannten IT-Silos fallen weg, das heißt, jede Änderung kann weitreichende Auswirkungen auf andere Prozesse haben und muss sorgfältig geplant werden. Alle Beteiligten müssen im stetigen Kommunikationsfluss sein und zusammenarbeiten. Statt von „der IT“ werden wir viel treffender vom Campusmanagement sprechen.

Eine weitere Zukunftsaufgabe ist die Suche nach Wegen, die beiden Umgebungen – private und universitäre – temporär zu verknüpfen, insbesondere für die Studierenden. Diese haben bereits eine vollständige IT-Umgebung, bevor sie an die TU Berlin kommen, und wollen diese verständlicherweise nicht aufgeben. Auch bei den Wissenschaftler*innen hat das Rechenzentrum kein Monopol mehr: IT-Dienste, Speicher, Rechenkapazität lassen sich von verschiedenen Anbietern beziehen. Daher muss die universitäre IT aktuelle Themen – Open Science, Open Access, High Performance Computing, Data Science – stärker adressieren. Man wird sich fragen müssen, welche IT-Dienste so standardisiert sind, dass man diese auch in Kooperation erbringen kann.

Bis Ende März waren Sie tubIT-Direktor. Auf welche Aufgaben wollen Sie sich künftig besonders konzentrieren?
Ich selbst bleibe der IT als CIO erhalten. Meine Aufgabe ist es, die IT-Strategie der TU Berlin auszuarbeiten und die Prioritäten für strategische Vorhaben festzulegen. Ich engagiere mich weiterhin im nationalen IT-Kontext, als Mitglied der DFG-IT-Kommission, des DFN-Rats, der TU9-CIOs. Mein Schwerpunkt wird jedoch der Ausbau des Einstein Center Digital Future sein, des ECDF, da dieses Projekt eine wichtige Ausstrahlung für den Wissensstandort Berlin hat und die erhabenste aller Aufgaben realisiert: Es gibt vielen jungen Menschen eine Chance. Ich bin auch einer der Sprecher der Graduiertenschule HEiBRiDs, eines Erfolgsmodells für die Doktorandenausbildung, das wir erweitern wollen. Ich freue mich sehr, mehr Zeit mit meinen Doktoranden zu verbringen und die zahlreichen Projekte des Fachgebiets voranzutreiben. Und da ich jetzt ein volles Lehrdeputat habe, werde ich wieder mehr Zeit im Hörsaal verbringen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des tubIT-Service-Centers?
Meiner Nachfolge  kann ich nur sagen, die gestrigen Erfolge zählen heute sehr wenig und morgen gar nichts. Es gibt so viele interessante Themen am Horizont, also nicht im „Jetzt“ verharren, sondern Teams bilden, Ziele setzen und loslaufen.

Vielen Dank.

Die Fragen stellte Patricia Pätzold, "TU intern" 13. April 2018

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