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„Eine Uni in Aufbruchstimmung – das hat mich gereizt“

Der neue TU-Kanzler Mathias Neukirchen über seine ersten Eindrücke und seine Pläne

„Das hervorragende Wissenschaftsumfeld Berlins, die Erfolge der TU Berlin in allen Bereichen und das innovative und hoch motivierte Führungsteam: Eine Uni in Aufbruchstimmung – das hat mich gereizt.“
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Herr Dr. Neukirchen, das Universitätsgeschäft ist Ihnen nicht neu. Von welchen Erfahrungen profitieren Sie?
Die TU Berlin ist meine vierte Universität und ich arbeite seit mehr als elf Jahren im Hochschulmanagement: Ich war zuvor vier Jahre als Kanzlervertreter an der Universität Hamburg, dreieinhalb Jahre als Kanzler der Universität Rostock und knapp drei Jahre als Kanzler der Deutsch-Vietnamesischen Universität tätig.
Noch heute profitiere ich aber auch von meinen Erfahrungen in der Lehre und Forschung als Promovend, Lehrbeauftragter und Mitarbeiter sowie vom Perspektivwechsel, als ich ein halbes Jahr Geschäftsführer einer Fakultät war.
Dieses Verständnis ist mir sehr wichtig, denn wir in der Verwaltung wollen und sollen die Rahmenbedingungen für die Lehrenden und Forschenden bestmöglich bereitstellen.

Internationale Verwaltungserfahrung konnten Sie in Ho-Chi-Minh-Stadt sammeln, beim Aufbau der Vietnamese-German University (VGU), die als Leuchtturmprojekt der strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und Vietnam verankert ist. Was hat Sie hier am meisten geprägt?
Vietnam ist ein tolles Land, und die VGU ist eines der erfolgreichsten transnationalen Bildungsprojekte der Bundesrepublik. Mir ist vor Ort klar geworden, wie gut global betrachtet unsere deutsche Wissenschaftslandschaft und unsere Universitäten aufgestellt sind. Wir werden in großen Teilen der Welt darum beneidet und stehen auch Modell für die Fortentwicklung anderer Länder und Hochschulen.
Der erfolgreichste Studiengang an der VGU stammt übrigens von der TU Berlin: Global Production Engineering. Ihn organisiert Professor Günther Seliger vom TU-Fachgebiet Montagetechnik und Fabrikbetrieb dort.
Meine Familie und ich, als geborener New Yorker und echter Fan von großen Metropolen, wollten nach den drei erlebnisreichen Jahren mit vielen kulturellen Erfahrungen erneut in eine Großstadt. Und welche großartigere Stadt gibt es in Deutschland als Berlin, einen der größten und attraktivsten Wissenschaftsstandorte Europas? Drei große Universitäten und viele kleinere, auch künstlerische Hochschulen, ein ausgeprägtes Umfeld an außeruniversitären Forschungseinrichtungen prägen sie.

Was hat Sie an der TU Berlin gereizt, und wie sehen Sie die Zukunft der Universität?
Mich reizte die Aussicht, an einer besonders erfolgreichen Universität tätig sein zu dürfen. Die gerade abgeschlossenen Hochschulverträge geben der TU Berlin einen sicheren und verlässlichen Rahmen für eine Weiterentwicklung in den nächsten fünf Jahren. Überzeugt haben mich auch die innovativen Ideen des Senats und des Präsidiums, dazu gehören die Einstein-Professuren im Bereich der Digitalisierung und das erfolgreiche Einwerben des Deutschen Internet-Instituts.
Eines unserer gemeinsamen Ziele ist nun, ab 2019 in dem Wettbewerb der Exzellenzstrategie gefördert zu werden. Dafür unterstützen wir jetzt bestmöglich unsere Cluster-Anträge und auch das gemeinsame Vorgehen mit den beiden anderen großen Berliner Universitäten und der Charité.
Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung. Eine Besonderheit sind auch die heterogen und international zusammengesetzte und begeisterte Studierenden- und Professorenschaft sowie eine sehr professionell arbeitende Verwaltung. Die TU Berlin ist dabei in vielen Bereichen sehr gut aufgestellt.

Was erscheint Ihnen besonders dringlich, soweit Sie sich schon einen Überblick verschaffen konnten?
Ein wichtiges Thema ist für mich die bauliche Weiterentwicklung der Universität, also die Renovierung, die Sanierung und der Neubau von Gebäuden für Forschung und Lehre. Glücklicherweise stehen bereits eingeworbene Gelder zur Verfügung, sodass wir tatsächlich bauen können. Die Digitalisierung muss und wird uns weiter beschäftigen, auch und insbesondere in der Verwaltung.  Die großen Verbesserungspotenziale einer solchen Umstellung müssen gerade wir als Technische Universität nutzen, um den Service für die Forschenden, Lehrenden und Studierenden kontinuierlich zu verbessern. Nach erfolgreicher Einführung der neuen Systeme können wir damit neue Maßstäbe setzen.
Allen Beschäftigten möchte ich sagen, dass ich nicht alles anders machen werde, aber ich werde alles so gut wie möglich umsetzen. Ich möchte auch gern mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. Derzeit besuche ich alle Dekane, danach alle Fakultätsräte, um mir selbst ein eigenes Bild der TU Berlin machen zu können. Dann möchte ich einen „Open door“-Termin einführen, zu dem im Prinzip jeder und jede mit seinem oder ihrem Anliegen zu mir kommen kann. Ich freue mich darauf.

Vielen Dank!

Das Gespräch führte Patricia Pätzold, "TU intern" 9. Oktober 2017

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