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Bis zum Horizon(t) und weiter

Wer seine Forschungsprojekte professionell vorantreiben will, kommt um das EU-Büro nicht herum

Peter K. Friz wird Einstein-Professor: Einer der Redner bei der Pecha-Kucha-Veranstaltung wird ERC-Consolidator-Grant-Preisträger Professor Peter K. Friz sein, TU-Finanzmathematiker und -Stochastiker. Sein Spezialwissen ist sehr gefragt. Immer wieder erhält er Rufe an andere Universitäten. Mit Unterstützung der Einstein Stiftung Berlin ist es im März 2017 nun gelungen, seine Professur an der TU Berlin zu halten, die er seit 2009 innehat.
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„Wir haben die Förderlandschaft gut im Blick“, sagt Dr. Silke Köster-Riemann, die das EU-Referat der Forschungsabteilung, das EU-Büro, leitet. An sie und ihre Mitarbeitenden können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wenden, die ein Forschungsprojekt durchführen und dafür Geld von der Europäischen Union beantragen wollen. „Wir beraten die Antragstellenden, unterstützen die Antragstellung, und wenn die Projekte an den Start gehen, wickeln wir sie auch finanziell ab.“ Ein guter Service für Forschende, denn die Mitarbeitenden des EU-Büros arbeiten sich gemeinsam mit ihnen durch die Anträge oder suchen Ausschreibungen, die zum Forschungsprofil passen.

Horizon 2020, das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, ist die Grundlage der Arbeit des EU-Büros. Rund 70 Milliarden Euro sind im Haushalt der Europäischen Union für Forschungen reserviert, die EU-relevant sind und sie wirtschaftlich, sozial oder politisch weiterbringen sollen. Die TU Berlin wirbt jährlich rund 30 Millionen Euro an EU-Drittmitteln ein. Das aktuelle Rahmenprogramm, aus dem die meisten dieser Gelder akquiriert werden, ist bereits das achte seiner Art und wird bis 2020 laufen.

Allein im vergangenen halben Jahr haben die TU-Forscherinnen und Forscher 150 neue Projekte eingereicht. Wenn es weiter dabei bleibt, dass von den eingereichten Projekten zehn bis 20 Prozent bewilligt werden, addieren sich bald bis zu 30 neue Forschungsvorhaben zu den 200 bereits laufenden TU-Projekten. „Bei der Einwerbung von EU-Drittmitteln liegen wir berlinweit von allen Universitäten an der Spitze und national im oberen Drittel“, sagt Silke Köster-Riemann.

Für Horizon 2020 arbeiten die Forschenden mit Kolleginnen und Kollegen aus mindestens drei EU-Ländern zusammen, allein zwölf Forschungsprojekte koordiniert die TU Berlin, zum Beispiel ein Projekt für ein Null-Kohlenstoff-Leben in Großstädten oder eines zu therapeutischer und diagnostischer Wundversorgung bei chronischen Wunden – ein breites Spektrum. „Alle 380 Fachgebiete an der TU könnten in den Forschungsprogrammen ihren Platz finden“, sagt Silke Köster-Riemann. Antragstellende sollten jedoch bei der EU im Blick haben, dass ihre Ausschreibungen interessengebunden sind – Ziele sind, Klimaschutz oder Entwicklungen in urbanen und landwirtschaftlichen Räumen voranzubringen. „Es ist aber keine Auftragsforschung“, so Köster-Riemann, auch wenn die Forschenden ihre Projekte gemeinsam mit Unternehmen durchführen müssten.

In ihrem Fokus liegt zurzeit, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit bahnbrechenden Ideen zu gewinnen, die in einem Risikobereich forschen wollen. Diese sogenannte „High risk, high gain“-Forschung birgt zwar ein hohes Risiko, nicht verwirklicht zu werden, wäre aber im Erfolgsfall ein großer Gewinn für die Wissenschaft. 16 dieser ERC Grants hat die TU Berlin bereits – es sollen noch mehr werden. Deswegen unterstützt das TU-Präsidium Interessierte mit 25 000 Euro, wenn sie den zeitaufwendigen und schwierigen Forschungsantrag stellen, das EU-Büro begleitet sie dabei. Ein Infogespräch zur Antragstellung für ERC Grants ­findet am 24. April im FH-Gebäude statt.

Um hochkarätige Forschung geht es auch am 20. Juli bei einer Pecha-Kucha-Veranstaltung, wo sieben Berliner ERC Grants ihre Projekte präsentieren, die TU Berlin wird von Peter K. Friz, Toby Walsh und Volker Mehrmann vertreten. Pecha Kucha ist eine Vortragstechnik, bei der zu einem zeitlich knappen Wortbeitrag 20 Bilder an die Wand projiziert werden. Die kurzweilige Technik kommt aus Japan. Die Veranstalterin hofft, somit noch mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Forschungsprojekte gewinnen zu können.

Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 7. April 2017

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