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TU Berlin

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Innenansichten

Preisträgerinnen „Fair für Familie“ geehrt

Gleich drei Konzepte thematisieren Kinderbetreuung in den Ferien

Bettina Liedtke, Charlotte Reinisch und Kathleen Krüger (v. l.) überzeugten die interdisziplinäre Jury
Lupe

Viele Mütter und Väter wollen Karriere machen und trotzdem Zeit für Familie und Kinder haben. Immer mehr Menschen pflegen ihre älteren Angehörigen zu Hause. Das alles braucht vor allem eins: Zeit. Aber auch innovative Konzepte, die eine ausgeglichene Work-Life-Balance unterstützen.

Die TU Berlin legt großen Wert darauf, ein familienfreundlicher Arbeitgeber zu sein. Getreu dem Motto, dass die Betroffenen meist die besten Ideen haben, hat sie den Wettbewerb „Fair für Familie“ ins Leben gerufen. Alle TU-Mitglieder (Beschäftigte und Studierende) waren aufgerufen, entweder familienfreundliche Vorgesetzte oder Bereiche als Preisträger vorzuschlagen oder neue Projekte/Ideen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Insgesamt elf Vorschläge sind eingegangen“, berichtet Diana Erbach aus dem Servicebereich Familienbüro der TU Berlin.

Am 10. November – auf dem Familienaktionstag der TU Berlin – wurden die drei Preisträgerinnen geehrt und ein Sonderpreis vergeben. 2000 Euro konnte die interdisziplinäre Jury verteilen. Alle drei Preisträgerinnen, Charlotte Reinisch, Leiterin der Geschäftsstelle Joint Programmes bei der Zentralen Frauenbeauftragten, Bettina Liedtke vom Schulbüro der TU Berlin und Kathleen Krüger, Servicebereich Personalentwicklung und Weiterbildung der Abteilung II, entwickelten Konzepte für die Kinderbetreuung während der Schulferien. Ein deutlicher Hinweis auf die Notwendigkeit solcher Maßnahmen.

Als alleinerziehende, berufstätige Mutter weiß Bettina Liedtke, dass ein Netzwerk von Freunden und Familie notwendig ist, um die Schulferien zu organisieren – und wie schwer es ist, wenn auf ein solches Netzwerk nicht zurückgegriffen werden kann. „Grundschulkinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren können sich in der Regel noch nicht den ganzen Tag selbst versorgen. Andererseits steht ihnen häufig auch kein Hortplatz mehr zu. Deshalb habe ich das TUhu Wintercamp initiiert, das in den kommenden Winterferien zum ersten Mal stattfinden soll.“ Digitalisierung der Gesellschaft ist das Motto – mehrere Bereiche der TU, wie zum Beispiel das dEIn Labor, das Chemielabor, die Glasbläserei, die Mineralogische Schausammlung und einige andere, haben bereits zugestimmt, eine Woche lang ein anspruchsvolles Programm für die Kinder von TU-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen zusammenzustellen. Charlotte Reinisch kennt das Problem, Betreuungsmöglichkeiten während der Schulferien oder Brückentage organisieren zu müssen, von vielen Freunden und Kollegen: „Es gibt immer wieder Engpässe im Jahr für die Betreuung von Schulkindern, zum Beispiel kurz vor Ostern oder Weihnachten, wenn Eltern noch arbeiten müssen, aber Kinder schon freihaben. Daher ruft mein Vorschlag dazu auf, in der TU sogenannte ,Family Days‘ einzuführen. An diesen Tagen dürfen Kinder mit ins Büro genommen werden oder – falls dies räumlich oder technisch nicht möglich ist – es sollte eine kostenlose Betreuungsmöglichkeit eingerichtet werden. Das würde viele Engpässe abfedern“, so Charlotte Reinisch.

„30 Urlaubstage und 66 Ferientage – das steht einfach in einem Missverhältnis“, weiß Kathleen Krüger, selber Mutter von zwei Kindern. „Nicht jeder hat die Möglichkeit, seine Kinder zu Sport-Camps oder Ähnlichem zu schicken. Daher schlage ich als Pilotprojekt eine einwöchige Ferienbetreuung für die Kinder aller Beschäftigten der TU vor.“

Da nicht alle guten Ansätze auf einmal finanziert werden können, einigten sich die drei Preisträgerinnen bei einem gemeinsamen Termin mit dem Familienbüro darauf, ein gemeinsames neues Projekt umzusetzen und dabei Prioritäten zu setzen. In 2017 soll es eine Ferienwoche und einen Brückentag lang Kinderbetreuung an der TU Berlin geben. Dazu könnte aus den über 50 Schülerprojekten der TU Berlin, die sich vor allem an Externe richten, ein Ferienbetreuungsangebot entwickelt werden. Mit den 2000 Euro Preisgeld soll eine Koordinatorin oder ein Koordinator finanziert werden, die oder der mit den Projektleitern Kontakt aufnimmt und ein Rahmenprogramm so organisiert und dokumentiert, dass auf dieser Grundlage in Zukunft regelmäßig Ferienbetreuung an der TU organisiert werden kann.    www.personalabteilung.tu-berlin.de/familie/menue/tu_berlindeindexphpid144919/2016/

Sonderpreis

Hilfe für Azubis

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Einen Sonderpreis in Form eines Büchergutscheins von 30 Euro sprach die Jury dem Vorschlag von Dorina Bela zu. Die 26-jährige Mutter von zwei Söhnen absolviert an der TU Berlin eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist, an Kita-Schließtagen oder für eine Klausurvorbereitung, eine Betreuung für Kinder zu finden. Azubis mit Familie haben besonders hohe Lebenshaltungskosten. Eine Unterstützung bei dem Erwerb von Schulbüchern stelle ich mir da sehr hilfreich vor“, so die Auszubildende, die derzeit die Verwaltungsakademie in Berlin besucht. Ihr Vorschlag, im Rahmen des Kinderbetreuungsangebotes den TU-Auszubildenden ein eigenes Budget zur Verfügung zu stellen, um Prüfungsvorbereitung und auch Berufsschultage zu überbrücken, hat die Jury überzeugt. Hier bedürfe es jedoch einer langfristigen und strukturellen Lösung.

Katharina Jung, "TUintern" 18. November 2016

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