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TU Berlin

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Innenansichten

Engagiert in der Verwaltung - Ehrung 2013

Freitag, 17. Januar 2014

Die drei Gewinner 2013

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39 Vorschläge gingen beim Präsidenten der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dr. h.c. Jörg Steinbach, für die von ihm initiierte Ehrung „Engagiert in der Verwaltung“ für das Jahr 2013 ein. Drei von ihnen wählte die Jury aus. Sie wurden am 17. Januar 2014 auf dem Neujahrsempfang der TU Berlin ausgezeichnet. Es sind Claudia Ewel vom DFG-Forschungszentrum Matheon, Jürgen Federspiel aus dem Fachgebiet Elektrische Antriebstechnik und Irene Hube-Achter vom Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik. Zum dritten Mal seit 2011 wird die Ehrung vergeben, mit der hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Verwaltung der TU Berlin gewürdigt werden. „TU intern“ stellt die drei hier vor.

tui

Claudia Ewel, Matheon

Rund sechs Millionen Euro für 60 Forscherinnen und Forscher von fünf Institutionen verwaltet Claudia Ewel jährlich
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Nichts ist unmöglich

Gern wird in der Öffentlichkeit über Verwaltung gemosert und gespottet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DFG-Forschungszentrums Matheon haben jedoch zu Unmut keinen Grund, denn sie haben erfahren, wie segensreich Verwaltung sein kann. Der Leiterin ihrer zentralen Geschäftsstelle Claudia Ewel bescheinigen sie, Dinge möglich zu machen, die „zuvor aussichtslos“ schienen, und schlugen sie für die Ehrung „Engagiert in der Verwaltung“ 2013 vor. Mit Erfolg: Sie ist eine der drei „Auserwählten“.

Seit der Gründung des Matheon im Jahr 2002 leitet Claudia Ewel die Geschäftsstelle. Zuvor arbeitete sie 25 Jahre in der Drittmittelverwaltung der Zentralen Universitätsverwaltung der TU Berlin. Am Matheon ist sie für den gesamten Haushalt des Forschungszentrums verantwortlich. Rund sechs Millionen Euro sind jährlich zu verwalten für 60 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von fünf Institutionen. „Ob Verwaltung mehr ist als das Abarbeiten von Vorschriften, liegt immer auch ein wenig daran, welchen Anspruch man an seine eigene Arbeit hat“, sagt die 59-Jährige und fügt noch an: „Gäbe es keinen kreativen Gestaltungsspielraum, dann wäre ich vielleicht nicht mehr in der Verwaltung.“

Über sich selbst zu reden ist nicht so ihre Sache. Sie habe immer versucht, das Beste für die Forschung am Matheon herauszuholen, sagt sie lediglich, und das hieß, das Budget optimal auszuschöpfen. Ohne ihr profundes Wissen im Haushalts-, Verwaltungs- und Personalrecht wäre das nicht gelungen, aber eben auch nicht ohne ihre Beharrlichkeit und ihr Engagement. Was sich auch darin zeigt, dass Claudia Ewel es nicht dabei belässt, Vorgänge in gelben, roten, grünen Mappen auf den Weg zu bringen oder E-Mails zu schreiben. Wenn die Zeit drängt, trägt sie die Unterlagen zur Bearbeitung auch schon mal selbst an die entsprechende Stelle. Sie weiß um die Beschleunigung von Abläufen durch den persönlichen Kontakt. Aus ihrer langjährigen Berufserfahrung weiß sie aber auch, dass Verwaltungsvorgänge an der TU Berlin noch immer zu schwerfällig sind. „Es sind definitiv noch zu viele Schritte nötig, um zum Beispiel eine Rechnung in der Verwaltung zu bezahlen“, sagt sie.

Am 31. Mai 2014 endet die Förderung des Matheon durch die DFG. Im Einstein-Zentrum für Mathematik Berlin (ECMath) wird es weitergeführt, weil die wissenschaftliche Leistung des Matheon unbestritten ist und fortbestehen soll. In der Begründung für Claudia Ewels Nominierung für die Ehrung „Engagiert in der Verwaltung“ steht: „Es ist nicht zu viel gesagt, ..., dass der große Erfolg des Matheon nicht zuletzt auch der Verdienst von Frau Ewel ist.“ Mehr Anerkennung geht nicht.

Sybille Nitsche / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2014

Irene Hube-Achter, Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik

Irene Hube-Achter koordiniert die verschiedenen Prozessabläufe von T-Labs und dem Fachgebiet Quality and Usability
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An der Schnittstelle zweier Welten

„Schon als ich die Ausschreibung für die Stelle in der Verwaltung des Fachgebiets Quality and Usability, Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik der TU Berlin, sah, wusste ich: Das ist der passende Job für mich. Hier gibt es die Chance, sich in zwei unterschiedlichen Welten – der der Universität und der der industriellen Forschung und Entwicklung – zu bewegen, und das entspricht ganz meinen Vorstellungen von abwechslungsreicher Arbeit“, sagt Irene Hube-Achter über ihren Start am Stiftungslehrstuhl von Professor Sebastian Möller.

Mit ihrer Einschätzung sollte sie recht behalten. Seit 2007 koordiniert sie die Prozessabläufe des Fachgebiets an der Schnittstelle zwischen TU Berlin und den Telekom Innovation Laboratories der Deutschen Telekom AG. „Aufgrund unserer Position – als ein Stiftungslehrstuhl einer Universität und als Teil eines ,Dax 30‘-Unternehmens – müssen wir zwei völlig unterschiedliche Prozesssysteme beherrschen. Diese laufen häufig gleichzeitig ab, trotzdem weiß ich immer genau, wo ich mich gerade bewege – auf der magentafarbenen Linie der Telekom oder der roten Linie der TU Berlin.“

Niemand beherrscht das sichere Jonglieren zwischen diesen beiden Welten so virtuos wie Irene Hube-Achter. Ihr Rat ist nicht zuletzt deswegen bei den rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachgebietes und den 25 studentischen Hilfskräften sehr gefragt.

Das Engagement der 49-Jährigen geht über den Rahmen ihrer Stelle weit hinaus. Sie erstellt Berichte über die Arbeit des Fachgebiets und der T-Labs, die als Vorlage für die Beschlussfassung der universitätsinternen Gremien dienen, sie koordiniert die Mittelfinanzierung des mit 2,9 Millionen Euro rein aus Drittmitteln finanzierten Fachgebiets, wobei sie zum Erstaunen ihrer Teamkollegen den aktuellen Stand fast aller Konten im Kopf hat. Die Personalkalkulation sämtlicher Projektanträge gehen über ihren Schreibtisch, sie koordiniert die Weiterbildung für die eigenen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nebenbei organisiert sie den Auftritt des Lehrstuhls bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ und erledigt noch vieles mehr.

Für ein Gebiet aber interessiert sich Irene Hube- Achter ganz besonders  – Kommunikation. Im „Software Campus“, einem Führungskräfteentwicklungsprogramm für angehende IT-Manager und -Managerinnen, übernimmt sie seit Kurzem die Rolle der Trainerin in dem Seminar „Führung als Lebensstil“. „Alles, was mit Gruppenprozessen, Teambildung oder Führungstechniken zu tun hat, finde ich besonders spannend“, meint die ausgebildete Personalfachfrau und studierte Personalreferentin.

Jeder, der Irene Hube-Achter erlebt, spürt ihren Spaß an der Arbeit. Auf die Frage, woher sie die Energie für die Bewältigung aller Aufgaben nimmt, sagt sie nur: „Einmal ist es das tolle Team, das mir viel zurückgibt, und dann ist es die Familie. Das ist meine Hängematte! Die drei da zu Hause fangen mich auf und lassen mich abends auch mal vor dem Fernseher einschlafen.“

Christiane Petersen / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2014

Jürgen Federspiel, Institut für Energie- und Automatisierungstechnik

„Es gibt immer einen Weg“: Mit Ideen und Kompetenz wirkt der Werkzeugmacher Jürgen Federspiel bei der Konstruktion neuentwickelter Motoren mit
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Allzeit bereit

„Wir bauen alles von Hand“, erzählt Jürgen Federspiel voller Stolz, während er seinen Blick durch die Werkstatt am Fachgebiet Elektrische Antriebstechnik streifen lässt. Hier ist er seit über 20 Jahren als Werkzeugmacher tätig und führt neben feinmechanischen Arbeiten, wie der Herstellung spezieller Werkzeuge, auch hochkomplexe Aufgaben aus und wirkt bei der Konstruktion neu entwickelter Motoren mit. Auf einem Tisch liegen die Einzelteile eines Motors, der bei einem Versuch eines Doktoranden zerbrochen ist und an dessen Reparatur er gerade tüftelt. „Es gibt kaum etwas, wo wir sagen müssen, das können wir nicht. Wir suchen immer einen Weg“, so sein Arbeitsmotto. Nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher absolvierte Jürgen Federspiel zahlreiche Weiterbildungen und war als Schichtleiter bei BASF tätig, bevor er schließlich an die TU Berlin kam.

Gemeinsam mit den Doktorandinnen und Doktoranden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fachgebiets arbeitet der gebürtige Saarländer an der Umsetzung ihrer Projekte. Dabei erweist er sich durch sein breit gefächertes Praxiswissen und seine ideenreichen Vorschläge als unverzichtbarer Partner. „Mit seinen Erfahrungen bringt er uns immer wieder auf funktionierende Lösungen, die junge Ingenieure alleine kaum hinbekommen“, betont Prof. Dr.-Ing. Uwe Schäfer, Leiter des Fachgebiets, die Wichtigkeit seines Kollegen. „Viele experimentelle Arbeiten hätten sich ohne ihn schon vor Abschluss der Messungen in ihre Bestandteile aufgelöst.“ Für den 59-Jährigen ist es eine Freude, die Doktorandinnen und Doktoranden in ihren Forschungsvorhaben zu unterstützen und zu sehen, wie sie an ihren Projekten wachsen.

Auch bei der Bewältigung von so manchem ganz alltäglichen, privaten Problem steht er dem Kollegenkreis jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. „Notfalls gibt der Toyota-Fahrer Federspiel auch Tipps, wie man festgeklebte Alufelgen löst oder das Fahrrad repariert“, weiß Prof. Dr. Schäfer zu berichten. Es ist dieses persönliche Engagement, das das gesamte Fachgebiet neben Federspiels hoher fachlicher Kompetenz, Flexibilität und Kreativität beim Finden von Lösungsansätzen so sehr schätzt. Besonders beeindruckt sind die Kolleginnen und Kollegen, dass er nach langem krankheitsbedingtem Ausfall seine Arbeit mit unveränderter Motivation und Leistungsbereitschaft wieder aufgenommen hat – trotz starker körperlicher Einschränkungen.

„Ich bin gerne hier“, sagt Jürgen Federspiel. „Die Arbeit fordert einen, man wird geistig auf Trab gehalten und jeden Tag gibt es etwas Neues.“ Für ihn sei sein Beruf nicht nur ein Job zum Geldverdienen, sondern vielmehr eine Berufung. So will er auch nach seiner Pensionierung in drei Jahren engen Kontakt zu seiner Arbeitsstelle halten. Seiner Leidenschaft für die Technik will er dann ebenfalls weiter nachgehen und Schulen ehrenamtlich bei der Wartung ihrer technischen Geräte und Maschinen unterstützen.  

Christine Ruhfus / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2014

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