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Stimmen zum Thema

Freitag, 21. Juni 2013

Sparen an der falschen Stelle

Lupe

Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., Vorsitzende des Kuratoriums der TU Berlin:

Die Entscheidung der Wirtschaftssenatorin Yzer, der ipal GmbH die Unterstützung zur Patentverwertung zu entziehen, bringt die Hochschulen in eine schwierige Lage. Das Land hat ihnen gegenüber nicht nur einer Verpflichtung nachzukommen, ich halte es auch wirtschaftlich für ein Sparen an der falschen Stelle. Die politisch Verantwortlichen übersehen dabei, dass die Hochschulen ein immenses Gewicht als Wirtschaftsfaktor in das Land Berlin einbringen, nämlich das Doppelte der in sie investierten Beträge erwirtschaften, wie das DIW kürzlich errechnete.

Erfinden und ausgründen

Lupe

Prof. Dr. Stefan Jähnichen, TU Berlin, Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, Fachgebiet Softwaretechnik:

Eine Patentförderungs- sowie Verwertungsstrategie gehört unbedingt in das Zukunftskonzept einer Universität. Sie zeigen, dass ein Fachgebiet und seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Lage sind, ihre Arbeit in einem industriellen Kontext zu beurteilen, einzuordnen und handfest an der Umsetzung ihrer Ideen mitzuarbeiten. Das größte Potenzial sehe ich jedoch in der Förderung jungen Unternehmertums durch Ausgründungen auf der Basis eigener Erfindungen. Im Vordergrund steht dann allerdings nicht die Schaffung neuer Einnahmequellen, sondern die Förderung unserer Talente auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und in ihren Chancen im internationalen Wettbewerb.

Mittelstand profitiert von Patenten

Lupe

Dipl.-Ing. Konrad Nassauer, ehemaliger Geschäftsführer der Borsig GmbH, Mitglied des TU-Kuratoriums:

Den Rückzug des Senats aus der Hochschulpatentvermarktung halte ich für kurzsichtig, da Patente unter anderem das Forschungspotenzial der Universitäten widerspiegeln. Patente können die Grundlage für Kooperationen mit der Wirtschaft darstellen. Zudem profitieren Start-ups und der Mittelstand von universitären Patenten für Produktentwicklungen. Dadurch entstehen langfristig qualifizierte Arbeitsplätze, die Berlin so dringend braucht. Große Volkswirtschaften, wie zum Beispiel die USA, China und Japan, messen die Leistungsfähigkeit der universitären Forschung und Lehre an der Anzahl von Patentanmeldungen. Eine zukünftige Schließung würde Berlin nachhaltig schwächen.

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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