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TU Berlin

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Innenansichten

Erfahrungen aus den USA

Freitag, 21. Juni 2013

„Break-even“ nach 15 Jahren

Amerikanische Universitäten gelten allgemein als Vorbild für einen guten Technologietransfer und erzielen beträchtliche Einnahmen durch die Verwertung ihrer patentrechtlich geschützten Forschungsergebnisse in der Wirtschaft: Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Lizenzeinnahmen aller amerikanischen Universitäten auf etwa 1,79 Milliarden US-Dollar. Seit Erlass des Bayh-Dole Act im Jahr 1980 haben sie auch das Recht, Forschungsergebnisse zu verwerten, die mit Bundesmitteln finanziert wurden. Für die Auslizenzierung der Inventionen und das langfristige Management des geistigen Eigentums wurden an den US-Universitäten „Technology Transfer Offices“ gegründet, von denen einige beachtliche Lizenzeinnahmen erzielen, viele jedoch noch nicht profitabel sind. Das sehr erfolgreiche Office of Technology Licensing der Stanford University, in das ich im Rahmen meines Forschungsaufenthaltes in Palo Alto Einblick erhielt, erwirtschaftete allein im Jahr 2011 66,8 Millionen US-Dollar, seit seiner Gründung im Jahr 1970 sogar stolze 1,4 Milliarden US-Dollar. Es dauerte 15 Jahre, bis der „Break-even“ erreicht war. Doch die Amerikaner sprechen vor allem den positiven externen Effekten, die sich vom Technologietransfer auf die Volkswirtschaft auswirken, hohen Nutzen und große Bedeutung zu. Die Worte einer leitenden Angestellten des Office dazu sind deutlich: „Technologietransfer ist nichts, womit man sich abgibt, wenn man große Gewinne machen will. Mit Technologietransfer soll vor allem Menschen geholfen werden. Ich bin sicher, dass Sie dies schon einmal gehört haben: Es geht um Einfluss, nicht Einkommen.“

Dipl.-Ing. Marco Sokianos, Fachgebiet Wirtschafts-, Unternehmens- & Technikrecht / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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