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TU Berlin

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Innenansichten

Prämien für gute Ideen

Freitag, 22. Februar 2013

Die TU Berlin testet ein neues Konzept, das finanzielle Anreize zum Energiesparen bietet

„Schon im Jahr 2015 wird die TU Berlin absehbar die Zehn-Millionen-Euro-Grenze für Stromkosten überschreiten“, kündigt Dr.-Ing. Jörg Romanski an. „Technologien werden umfangreicher und komplexer und die TU Berlin wächst.“ Das „Energieteam“, dem der TU-Umweltbeauftragte angehört, hat daher ein Konzept für ein „Prämienmodell zum Energiesparen“ auf den Tisch gelegt, das im Januar 2013 mit zwei Fachgebieten in die erste Testphase gestartet ist. Zusätzlich zu vielen anderen Maßnahmen wie Energiemanagement, Geräteerneuerungsprogramm, Optimierung der Kühlung im Rechenzentrum oder Vereinbarungen mit sechs Gebäudekomplexen, dem „Contracting“, soll das neue Prämienmodell helfen, die Kosten zu senken.

„Die Dezentralisierung der Budgets hat in den Fakultäten erfreulicherweise zu mehr Beweglichkeit und Freiheit bei den Ausgaben geführt. Elektrische Energie, Wärmeenergie, Wasser und Abwasser werden allerdings weiterhin über die Zentrale Universitätsverwaltung (ZUV) bezogen und bezahlt. Dadurch fehlt den Fakultäten der finanzielle Anreiz für eine Neuinvestition“, erklärt Jörg Romanski. Ob das Prämienmodell diesen Anreiz bieten kann, wird nun im KT-Gebäude (früher: Kerntechnik) getestet: Entsprechend einer Vereinbarung mit der ZUV erhalten die Fachgebiete einen geldwerten Anteil an der Energieeinsparung zurück.

„Das KT-Gebäude bietet günstige Voraussetzungen für die Testphase. Es gibt eine übersichtliche Gebäudestruktur, eine nachvollziehbare Trennung zwischen Forschung und Verwaltung sowie im Jahresmittel einen stabilen Verbrauch“, erläutert Marianne Walther von Loebenstein, die leitende Sicherheitsingenieurin der Abteilung Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz (SDU) der TU Berlin. „So haben wir die Verantwortlichen angesprochen und haben offene Ohren gefunden.“ „Für uns“, so Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler, „gibt es natürlich auch ein fachliches Interesse. Unsere Fachgebiete sind inhaltlich ja mit verschiedenen Facetten des umfassenden Themas ,Energie’ befasst.“ Sein Fachgebiet „Maschinen- und Energieanlagentechnik“ sowie das Fachgebiet „Energietechnik  und Umweltschutz“ von Prof. Dr.-Ing. George Tsatsaronis haben die Vereinbarung unterschrieben und werden nun den Test beginnen.

Man fühle sich auch sportlich angespornt, so Felix Ziegler, zumal schon durch geringe Investitionen Effekte zu erzielen seien: Neue Kühlschränke gehörten dazu oder die zeitweilige Stilllegung der elektrischen Türöffner-Anlage, die täglich Hunderte Male benutzt würde, obwohl derzeit keine behinderten Beschäftigten oder Studierenden diese benötigten. An Ideen mangelt es also nicht.

Hilfreich sind auch die Erfahrungen anderer Einrichtungen, mit denen SDU einen guten Kontakt und ständigen Austausch pflegt. An der FU Berlin führt der Arbeitsbereich Energie und Umwelt das Prämiensystem bereits seit fünf Jahren erfolgreich durch. Die Bedingungen an der FU sind allerdings nur bedingt vergleichbar, da der Technisierungsgrad an der TU Berlin wesentlich höher ist und durch die Tendenz zu Großanlagen und einen halbindustriellen Maßstab der Verbrauchs- und damit Kostenanstieg auch systembedingt erwartbar ist.

„Im Januar 2014 wird Bilanz gezogen“, so Marianne Walther von Loebenstein. „Dann schauen wir, ob das Prämiensystem TU-weit installiert werden kann.“   

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

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