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TU Berlin

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Innenansichten

„Engagiert in der Verwaltung 2012“

Freitag, 22. Februar 2013

Beim Neujahrsempfang der TU Berlin am 18. Januar 2013 wurden nicht nur verdiente Forscherinnen und Forscher geehrt. TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach zeichnete außerdem drei Mitarbeiterinnen mit dem Preis „Engagiert in der Verwaltung“ aus, den er selbst im Jahr 2011 ins Leben rief und mit dem die TU Berlin Beschäftigte ehrt, die in herausragender Weise in den Büros, Laboren und Werkstätten zum Fortkommen der Universität beitragen. Aus 46 Vorschlägen wählte die Jury Marianne Lehmann vom Institut für Chemie, Lilli Lindemann vom Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik sowie Astrid Palm vom Servicebereich Forschung der TU Berlin aus, die TU intern auf dieser Seite vorstellt.

Gelassenheit im Sturm

Astrid Palm vom Servicebereich Forschung
Fingerspitzengefühl, Takt und profundes Wissen: Astrid Palm vom Servicebereich Forschung hilft weiter
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Physiker reagieren anders als Soziologen, Ingenieurinnen sprechen eine andere Sprache als Kunsthistorikerinnen, Architekten haben andere Probleme als Chemiker. Aber alle eint ein Ziel: Sie wollen forschen und brauchen Geld. Mit Fingerspitzengefühl, Takt und viel fundiertem Fachwissen über die Fallstricke der Forschungsförderung betreut, berät und unterstützt Astrid Palm sie alle. „Der Ton macht die Musik“, sagt sie. „Jeder braucht halt eine individuelle Ansprache.“ Sicher ist diese Flexibilität einer der Gründe, warum die 36-jährige Antragssachbearbeiterin im Servicebereich Forschung den diesjährigen Preis „Engagiert in der Verwaltung“ erhielt. Sie selbst will allerdings mit diesem Preis den gesamten Kollegenkreis ausgezeichnet wissen. „Unsere Abteilung pflegt die Kultur, dass alle miteinander arbeiten, Wissen weitergeben und neue Kollegen intensiv unterstützen. Davon habe ich profitiert und das möchte ich heute selbst weitergeben“, sagt Astrid Palm.

Und Unterstützung ist nötig, denn wenn die TU Berlin jedes Jahr neue Drittmittel-Rekorde vermelden kann, steigt auch die Antragsflut. Im zunehmenden Stress heißt es da Ruhe bewahren, mit Teamwork, Freundlichkeit und Erfahrung die Fäden bei der Antragstellung und Mittelbewirtschaftung zusammenführen und auch Hilfestellung bei der Überwindung kleinerer oder größerer Schwierigkeiten geben.

Astrid Palm ist ein „TU-Eigengewächs“. Bei ihrer Ausbilderin Karin Mankiewicz – die selbst im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde – hat sie den Beruf der Verwaltungsangestellten von der Pike auf gelernt und war danach in den Fakultäten II und VII sowie in der Personalabteilung tätig. 1998 wurde sie schließlich in die Forschungsabteilung geholt, wo ihr bald als Sachbearbeiterin eigene Projekte übertragen wurden. „Jedes Projekt ist anders, das macht die Arbeit so interessant“, sagt Astrid Palm. „Wir jonglieren hier keineswegs nur mit Zahlen, wir lernen auch viele verschiedene Menschen kennen und bekommen viel Einblick in die Forschungsprojekte.“

Den Ausgleich findet Astrid Palm im Handballsport. Zweimal wöchentlich trainiert sie im Charlottenburger Handball Club und betreut außerdem eine Kindermannschaft; am Wochenende kommen noch die Spiele hinzu. In den ruhigen Stunden begeistert sie sich außerdem für historische Romane, die sie, ganz Mitarbeiterin einer technischen Universität, gern auf ihrem E-Book-Reader liest.

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

Lilli fragen!

Lilli Lindemann
Professionell, zuverlässig, gewissenhaft: Lilli Lindemann aus dem Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik weiß immer Rat
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„Ohne Lilli läuft nichts“, „Lilli kann LaTeX und löst alle Probleme“ oder „Lilli Lindemann lacht gern, alle mögen sie“, heißt es über Lilli Lindemann. Und weil das so ist, hat ihr Chef, Prof. Dr. Oliver Paschereit, Leiter des Fachgebiets Experimentelle Strömungsmechanik, samt Kolleginnen und Kollegen alles gegeben, damit Lilli Lindemann (64) die Auszeichnung „Engagiert in der Verwaltung“ bekam. 23 kleine „Loblieder“ auf Lilli Lindemann verfassten sie und schickten sie an den Präsidenten.

Lilli Lindemann beherrscht die Verwaltungsabläufe aus dem Effeff, im Terminchaos behält sie den Überblick, für in Sachen Administration ahnungslose Wimis hat sie immer einen Rat, „Drittmittelkram“, Bürokratie und Budgetverwaltung schrecken sie nicht. Und wenn am Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik mal gar nichts geht, wird das Codewort ausgegeben: „Lilli fragen!“

Lilli Lindemann lernte Schaufensterdekorateurin. Ihr profundes Verwaltungswissen hat sie sich als Quereinsteigerin in der täglichen Arbeit angeeignet – und keine Weiterbildung gescheut. Sie selbst spricht nicht gern über sich. Nur so viel lässt sie sich entlocken: Fleißig sei sie, ein bisschen frech und, ja, das gebe sie gern zu, pingelig. Schlamperei ist ihr ein Graus. Kolleginnen und Kollegen schätzen ihre Professionalität, Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit, denn sie profitieren davon – sei es bei der Planung von Dienstreisen, der termingerechten Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen oder bei der Ausarbeitung von Forschungsanträgen, die dank ihrer Akribie schließlich auch den Regeln der deutschen Rechtschreibung folgen.

Die Auszeichnung ist das Abschiedsgeschenk der Kollegen für Lilli Lindemann. Nach 49 Berufsjahren, davon 28 als Sekretärin am Institut, geht sie Ende Juli 2013 in Rente. Und was vor Jahren noch unvorstellbar war, ein Tag ohne Büroarbeit, das wünscht sie sich nun. „Ich habe sehr gern gearbeitet, aber es ist eben auch immer anstrengender geworden“, sagt sie. Erstaunlich findet sie, dass die Segnungen des Computerzeitalters kaum zu spüren gewesen seien. „Mit jeder Neuerung vermehrte sich die Arbeit auf wundersame Weise.“

Lilli Lindemanns letztem Tag am Institut sehen dort viele mit Bangen entgegen. „Ach was“, sagt sie, „keiner ist unersetzlich“, und freut sich auf mehr Zeit für ihre Mutter, ihre zehnjährige Enkelin, ausgiebiges Radeln, ihre Gärten und eine „Karriere“ als Lesepatin.    

Sybille Nitsche / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

Wo die Tür immer offen ist

Marianne Lehmann
Seele der Fachgruppe „Organische Chemie“ vom Institut für Chemie: Marianne Lehmann
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In den Fluren des Chemiegebäudes ist an diesem Nachmittag nicht viel los. Wo mag es bloß zum Raum C7 gehen? „Ach, Sie wollen zu Frau Lehmann …“ Ein Studierender weist den Weg. Marianne Lehmanns Tür steht einladend weit offen. Vom aufgeräumten Schreibtisch begrüßt die Verwaltungsangestellte ihre Besucher mit einem warmen Lächeln. Warum ihr TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach in diesem Jahr den Preis „Engagiert in der Verwaltung“ verliehen hat? „Das müssen Sie meine Kolleginnen und Kollegen fragen, die mich dafür nominiert haben“, sagt die 64-Jährige.

Seit 28 Jahren arbeitet Marianne Lehmann am Institut für Chemie. „Wenn sie im nächsten Jahr in Rente geht, wird sie eine große Lücke hinterlassen“, sagt eine Kollegin. „Marianne ist die Seele der organischen Chemie“, fasst sie zusammen. Zu ihrem Beruf in der TU-Verwaltung kam Marianne Lehmann eher zufällig. „Ich habe an der FU fünf Jahre lang Arabistik und Romanistik studiert“, berichtet sie. „Dann wurde am Institut eine Schwangerschaftsvertretung gesucht. Ich bekam den Job und bin geblieben.“ Seitdem kümmert sich die Frau, die fließend Englisch und Französisch spricht und sich auf Arabisch verständigen kann, um die Personalangelegenheiten der 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und um die Belange der Studierenden. Ob Urlaubsplanung oder unbürokratische Lösungen für Bachelor-Prüfungsmeldungen – Marianne Lehmann hilft. Ihr ist es auch zu verdanken, dass die Online-Lernplattform „ISIS“ am Institut längst keine unbekannte Größe mehr ist. Ein Schlüsselerlebnis während des eigenen Studiums hat sie für ihren Beruf geprägt: „Da gab es ein Sekretariat mit Sprechzeiten, vor dem sich immer lange Schlangen bildeten“, sagt sie. Das wollte sie besser machen.

Auf den bevorstehenden Ruhestand freut sich Marianne Lehmann, so gern sie auch wegen des „guten Betriebsklimas“ am Institut war. „Dann muss ich für die Berlinale keinen Urlaub mehr nehmen“, sagt die Filmliebhaberin, die jedes Jahr möglichst Vieles aus der Sektion „Panorama“ anschaut. Und sie kann ihrem Hobby – „Ich bin eine Leseratte“ – noch ausgiebiger frönen. Vor allem aber wird sie reisen und die letzten weißen Flecken einer imaginären Landkarte mit farbigen Erinnerungen füllen. Sri Lanka („Da gönne ich mir eine Ayurveda-Kur“) und Andalusien („Wegen der Architektur“) stehen ganz oben auf der Wunschliste der passionierten Individualtouristin. Am Institut wünschen ihr wohl alle eine gute Reise, wenn auch etwas wehmütig.  

Andrea Puppe / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

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