direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Innenansichten

Der passende Rahmen für exzellente Forschung

Freitag, 22. Februar 2013

Wie Tausende Kisten, Möbel, Akten, Computer und Forschungsgeräte auf dem TU-Campus umzogen

Marchstraße
Ansprechende Farb- und Lichtgestaltung im Aufenthaltsbereich des Hauses Marchstraße
Lupe

So ein Umzug kostet Nerven. Das weiß jeder, der sich mit seinem kleinen oder großen Hausstand schon mal an einen anderen Ort bewegt hat. Doch was sich in den Wochen vor und nach Weihnachten 2012 an der TU Berlin abgespielt hat, erforderte, neben guten Nerven, auch noch eine ausgeklügelte Logistik.

Das ganze Franklingebäude musste freigeräumt, die Bau- und Sanierungsarbeiten in den neuen Häusern in der Fraunhofer-, der March- und der Müller-Breslau-Straße termingerecht abgeschlossen werden. Institute, Labore, Seminarräume wurden ausgeräumt, eingeräumt und wieder in Betrieb genommen, Büros, ganze Abteilungen verpackt, transportiert, wieder ausgepackt und teils von einem auf den anderen Tag wieder arbeitsfähig gemacht. Unter anderem zogen mehr als 3000 Tische und fast zehn Kilometer Schriftgut in diesen Wochen auf dem Campus hin und her. Eine logistische Meisterleistung, die die TU-Bauabteilung, die IT-Abteilung, Werkstätten, Dienstleister und Beschäftigte da vollbracht haben! Koordiniert hat das Ganze Sebastian Krause. Er ist Bauingenieur und Teamleiter des Bereichs „Flächenmanagement“ in der TU-Bauabteilung. „Natürlich brauchten wir auch ein professionelles Umzugsmanagement und Spediteure. Es sind allein 50 Nutzungsbereiche, die in die Häuser an der Fraunhofer- und an der Marchstraße umgezogen sind. Jeder Bereich ernannte seinen eigenen Umzugsbeauftragten.“ Damit der Lehrbetrieb nach Weihnachten reibungslos weiterlaufen konnte, mussten Seminarräume, Hörsäle, Laborplätze zentral umgebucht werden. 1050 Türen erhielten elektronische Schließzylinder, die nach entsprechenden Schließplänen der Nutzer programmiert werden mussten. „Besonders hervorzuheben ist auch die Arbeit des IT-Service-Centers ,tubIT’“, so Sebastian Krause. „Das Bereitstellen von Infrastrukturen ist ja eher unsichtbar. Doch es wurden Hunderte von Computern samt Zubehör heute abgestöpselt und eingepackt, morgen umgezogen und funktionierten in den meisten Fällen übermorgen wieder.“ Erfreulicherweise habe es nur wenige Nutzerbeschwerden gegeben: „Die Leute waren sehr zufrieden, die meisten freuen sich über ihre neuen Räume.“ So reichen in den Fraunhofer-Büros die Fenster von der Decke bis zum Boden und machen die Räume hell und freundlich. Unter anderem sitzt die Sprach- und Kulturbörse jetzt dort, das Berliner Zentrum für Hochschullehre, die Soziologie, die ZEWK, die Verfahrenstechnik und auch Teile der Universitätsverwaltung, wie fast die gesamte Abteilung Forschung. „Der Umzug ist im Großen und Ganzen gut gelaufen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich überwiegend wohl“, sagt Abteilungsleiterin Barbara Stark. „Wir sitzen jetzt nicht mehr im ganzen Haus verteilt, sondern alle in der 7. und zum Teil 6. Etage. Das ist ein großer Vorteil für die direkte Kommunikation zwischen den Referaten und das kollegiale Miteinander.“ Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Nach dem Empfinden einiger ging die Geruchsbelästigung über das normale Maß bei frisch renovierten Räumlichkeiten hinaus, konkrete gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen und Augen- und Hautreizungen sind aufgetreten. Hier wurde sofort SDU eingeschaltet, die TU-eigene Stabsstelle für Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz. „Natürlich nehmen wir solche Beschwerden von Beschäftigten sehr ernst“, so SDU-Chefin Marianne Walther von Loebenstein. „Wir haben also viele Recherchen angestellt, die Datenblätter sämtlicher verarbeiteter Produkte geprüft. Außerdem gab es mehrere Begehungen mit Beratungen zur Abhilfe sowie extern durchgeführte Raumluftmessungen zur Sicherheit.“ Die Analysen belegten allerdings, dass alle Messwerte weit unterhalb der Richtwerte liegen. Häufiges Lüften und das Aufstellen großblättriger Pflanzen würden daher helfen, mit der Zeit ein angenehmes Raumklima zu schaffen.

Gebäude Fraunhoferstraße
Lupe

Erfreulicherweise habe es nur wenige Nutzerbeschwerden gegeben: „Die Leute waren sehr zufrieden, die meisten freuen sich über ihre neuen Räume.“ So reichen in den Fraunhofer-Büros die Fenster von der Decke bis zum Boden und machen die Räume hell und freundlich. Unter anderem sitzt die Sprach- und Kulturbörse jetzt dort, das Berliner Zentrum für Hochschullehre, die Soziologie, die ZEWK, die Verfahrenstechnik und auch Teile der Universitätsverwaltung, wie fast die gesamte Abteilung Forschung. „Der Umzug ist im Großen und Ganzen gut gelaufen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich überwiegend wohl“, sagt Abteilungsleiterin Barbara Stark. „Wir sitzen jetzt nicht mehr im ganzen Haus verteilt, sondern alle in der 7. und zum Teil 6. Etage. Das ist ein großer Vorteil für die direkte Kommunikation zwischen den Referaten und das kollegiale Miteinander.“ Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Nach dem Empfinden einiger ging die Geruchsbelästigung über das normale Maß bei frisch renovierten Räumlichkeiten hinaus, konkrete gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen und Augen- und Hautreizungen sind aufgetreten. Hier wurde sofort SDU eingeschaltet, die TU-eigene Stabsstelle für Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz. „Natürlich nehmen wir solche Beschwerden von Beschäftigten sehr ernst“, so SDU-Chefin Marianne Walther von Loebenstein. „Wir haben also viele Recherchen angestellt, die Datenblätter sämtlicher verarbeiteter Produkte geprüft. Außerdem gab es mehrere Begehungen mit Beratungen zur Abhilfe sowie extern durchgeführte Raumluftmessungen zur Sicherheit.“ Die Analysen belegten allerdings, dass alle Messwerte weit unterhalb der Richtwerte liegen. Häufiges Lüften und das Aufstellen großblättriger Pflanzen würden daher helfen, mit der Zeit ein angenehmes Raumklima zu schaffen.

Marchstraße Hofseite
Lupe

Auch Inka Greusing ist zufrieden. Sie ist ebenfalls eine von denjenigen, für die die „Universität der kurzen Wege“ mit dem Umzug in die Marchstraße Wirklichkeit geworden ist. Die Diplom-Ingenieurin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, das früher im TEL-Hochhaus angesiedelt war. „Der ,TechnoClub’, ein Projekt für Schülerinnen, das ich außerdem leite, befand sich aber in Räumen im Erweiterungsbau auf der anderen Seite des Ernst-Reuter-Platzes. Jetzt müssen wir nur noch über den Flur laufen.“

Bronzekunst im Foyer Marchstraße
Lupe

Mit der Optik in der Marchstraße hat sich Bauherr und Hauseigentümer Peter Sauter zusammen mit der TU-Bauabteilung, die von Anfang an eingebunden war, sehr viel Mühe gegeben. Warme Töne durch Holzfußböden und -türen, einladende Frei- und Aufenthaltsflächen mit robuster Möblierung, ein ansprechendes Lichtkonzept. Architektonisch gewollt ist auch das Industriedesign: Die Versorgungsleitungen an den Decken, aus Kupferrohr, aus Kunststoff oder mit silberner Dämmfolie umwickelt, bleiben offen sichtbar, ebenso die nackten Betonsäulen, die sich durch das ganze Haus ziehen. Im Foyer hängen sich zwei goldfarbene, mehrere Quadratmeter große Kunstobjekte gegenüber: Gewebe aus gesponnener Bronze mit schwarzen Formeln. „Mich haben mathematische und naturwissenschaftliche Tafelbilder dazu inspiriert“, erklärt die Künstlerin Verena Könekamp aus Baden-Württemberg, „es sollte ja für eine Universität sein.“ Außerdem glänzt das ganze Haus durch ein ausgeklügeltes Licht- und Farbkonzept, das die ansonsten eher nüchternen, geradlinigen Flure, Treppen und Räume hell und freundlich wirken lässt. Selbst in die naturgemäß dunklen Innenflure in den oberen Stockwerken fällt Tageslicht durch Verglasungen in den Holztüren.

Nediljko Budisa und Roderich Süßmuth vor dem neuen Haus L/Müller-Breslau-Straße
Lupe

Im Keller befinden sich zwar Werkstätten für Metall, Holz und Kunststoff, doch der Leiter der TU-Bauabteilung Martin Schwacke weist darauf hin: „Forschungslabore haben wir hier nicht untergebracht, da es noch ein Mietobjekt ist. Anders ist es in der Müller-Breslau-Straße, in der wir unser denkmalgeschütztes Haus L bis auf die Fassade komplett saniert haben und inwendig nach unseren Vorgaben für die Fachgebiete Biologische Chemie und Biokatalyse gestalten konnten.“ Diese zogen aus dem ehemaligen Oetker-Haus an der Franklinstraße und der Technischen Chemie in das Haus am Landwehrkanal. 900 Kartons, Tische, Stühle, Schränke und 50 große Laborgeräte wie Sterilbänke, Schüttler und Trockenschränke sowie 170 kleinere Versuchs- und Messgeräte hatten sie im Gepäck. Die beiden Fachgebietsleiter Prof. Dr. Roderich Süßmuth und Prof. Dr. Nediljko Budisa zeigen sich begeistert: „Exzellente Forschung findet hier endlich einen passenden Rahmen.“

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.