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TU Berlin

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Innenansichten

Campus ist Stadt! – Universität mitten in der City West

Freitag, 22. Februar 2013

Die TU Berlin benötigt dringend die weitere Bebauung des „Ostgeländes“

Siegerentwurf
Der Siegerentwurf des Architekturbüros „yellow z urbanism architecture, Zürich/Berlin“. Links unten ist die Schleuseninsel mit S-Bahn-Trasse zu sehen, rechts unten das Chemiegebäude der TU Berlin. Am Landwehrkanal führt die Müller-Breslau-Straße entlang.
Lupe

Ein medialer Wind fegte Ende Februar über das Areal zwischen S-Bahn-Trasse am Zoo und Fasanenstraße. Angefacht hatte ihn ein öffentlich gewordener Bebauungsvorschlag. Er wurde als Privatinitiative an die Medien lanciert und sieht ein Hochhausviertel vor. Gekrönt wird es durch einen 160 Meter hohen Turm.

Um nichts Geringeres als die Neuordnung der City West, in der sich nach zwei Jahrzehnten im Abseits wieder Leben regt, wurde in den Berliner Medien gestritten. Was steckt hinter der Diskussion? Ausgangspunkt ist ein Areal, das für die TU Berlin und andere universitätsnahe Einrichtungen eine große Bedeutung besitzt. Es bietet das dringend benötigte räumliche Entwicklungspotenzial für die Universität und reicht von der Hertzallee bis zur Müller-Breslau-Straße und von der S-Bahn-Trasse bis zur Fasanenstraße. Nach dem Scheitern des Riesenrad-Vorhabens auf diesem Gelände hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung federführend und mit starker, auch finanzieller Beteiligung der TU Berlin einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt. Er mündete im Jahr 2011 in einen Masterplan für das  sogenannte „Ostgelände“ der Universität. Eine wissenschaftsnahe Nutzung wurde mit dem Konzept planungsrechtlich unterlegt.

Die Zeit drängt, da Neubauten für die Universität dringend benötigt werden – unter anderem als Ersatz für den sanierungsbedürftigen Mathematikbau an der Straße des 17. Juni. In ihm sitzen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des international hoch angesehenen DFG-Forschungszentrums MATHEON und der Berlin Mathematical School, ein Projekt aus der Exzellenzinitiative. „Es ist für unsere Strukturentwicklung unbedingt nötig, dass die Baumaßnahme ,Mathematikgebäude’ zügig in die Landesbauplanung überführt und das Areal für den Neubau gesichert wird. Wenn nicht, verlieren wir Wissenschaftler, Drittmittel und Ansehen“, so TU-Präsident Jörg Steinbach. Aber auch andere Wissenschaftshäuser für Kooperationsprojekte, ein Gründerzentrum, studentisches Wohnen und Cafés sind im Masterplan für das Areal vorgesehen. Erst kürzlich wurde an der Müller-Breslau-Straße das sogenannte „Haus L“ für rund vier Millionen Euro durch die Universität saniert und bezogen (siehe Artikel „Der passende Rahmen für exzellente Forschung“). In ihm forschen und arbeiten TU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler aus dem Exzellenzcluster „UniCat“. Verhandlungen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Fraunhofer-Gesellschaft für gemeinsame Bau- und Forschungsprojekte auf dem Gelände laufen momentan.

Welchen Wert eine Universität, zumal eine technische, für die Stadt hat, zeigten in der Vergangenheit auch immer wieder detaillierte Studien: So konnte die TU Berlin mit ihren rund 160 Millionen Euro Drittmitteln im Jahr 2011 allein 3000 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort schaffen. Davon profitieren nicht nur die wissenschaftliche Mitarbeiterin und der studentische Tutor, sondern auch das Land Berlin durch Steuereinnahmen. Im gleichen Jahr finanzierten TU-Absolventen mit ihren eigenen Unternehmen in und um die Hauptstadt rund 7700 Arbeitsplätze. Das jüngste Charlottenburger Gründerzentrum „CHIC“ läuft – auch dank zahlreicher TU-Absolventen – auf Hochtouren. Dass die IT-Gründerszene am benachbarten Ernst-Reuter-Platz solche Interessenten wie den Skype-Gründer Niklas Zennström anzieht, dass der Savignyplatz die verlängerte Mensa der Uni ist, dass die Universität der Künste und die TU Berlin neue Wege der Zusammenarbeit erproben, illustriert die Lebendigkeit und Attraktivität eines innerstädtischen Campus. Der Wettbewerbssieger für den Masterplan „Ostgelände“ betitelte nicht ohne Grund seinen Vorschlag mit „Campus ist Stadt!“ und argumentierte: „Universitäten des 21. Jahrhunderts verstehen sich nicht mehr als isolierte Inseln der Wissenschaft, sondern als integrale Teile der Stadt.“ „Zur City West gehören nicht nur Shopping und Wohnen, sondern seit mehr als 100 Jahren Wissenschaft, Universität, studentisches Leben und der Wissenstransfer in die Wirtschaft. Dafür steht die TU Berlin. Darin spiegelt sich für mich eine nachhaltige Stadtentwicklung auf hohem Niveau wider“, erklärt TU-Präsident Jörg Steinbach. 

Die Simulation für die Bebauung des Areals, den „Offenen Brief“ des TU-Präsidenten an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:
www.tu-berlin.de/?id=130606

Stefanie Terp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 2/2013

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