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TU Berlin

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Innenansichten

Ausblick auf das neue Jahr: was die Fakultäten bewegt

Montag, 28. Januar 2013

Die Dekane der TU Berlin über Internationalisierung, Ausstattung, Qualität in Lehre und Forschung sowie Berufungsstrategien

Fakultät I Geisteswissenschaften

Neue Master und externe Partner

Prof. Dr. Stefan Weinzierl
Lupe

Nachdem die Fakultät durch zahlreiche Neuberufungen in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen ein neues Gesicht erhalten hat, wird es in 2013 darum gehen, die Zusammenarbeit der Fachgebiete in Forschung und Lehre zu fördern und nach außen die Kooperation sowohl mit den anderen Fakultäten als auch mit der Vielfalt großer Kultur- und Bildungsinstitutionen in Berlin zu intensivieren. In der Forschung wird die Fakultät die Fachgebiete stärker als bisher bei der Antragstellung und Durchführung von drittmittelbasierten Projekten unterstützen: Vorgesehen sind eine fakultätsinterne Forschungsförderung als Ergänzung der zentralen Anschubfinanzierung, die Einrichtung eines Forschungsreferats sowie die Einrichtung eines „Faculty Seminar“, in dem die Hochschullehrer und -lehrerinnen regelmäßig aktuelle Projekte der Fachgebiete vorstellen. Hier soll die Vertrautheit mit der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen gefördert werden, auch im Hinblick auf mögliche Kooperationen in Forschung und Lehre. Die Ende 2012 eingerichtete Stiftungsprofessur für die „Kunstgeschichte Ostmitteleuropas“ kann als Vorbild für eine Profilierung der Fakultät durch die Kooperation mit externen Partnern dienen.

In der Lehre werden sich die Planungen für neue Master-Studiengänge am Zentrum für Antisemitismusforschung und am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik in Kooperation mit externen Partnern im Laufe des Jahres konkretisieren. Durch veränderte Rahmenbedingungen seitens des Berliner Senats wird auch die Lehrerbildung an der TU Berlin in Teilen neu organisiert werden müssen, wofür die Fakultät gerne Verantwortung übernimmt.

Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften

Sorgen um Flexibilität

Prof. Dr. Christian Thomsen
Lupe

Die Strategie 2020 stellt die Einführung neuer Steuerungsinstrumente für die Universität durch das Präsidium dar, und unsere Fakultät hat konstruktiv daran mitgearbeitet. Wir begrüßen das Leitungskonzept grundsätzlich als Fortschritt in der Transparenz für alle Fakultäten und Beschäftigten, sorgen uns aber gleichzeitig um einen möglichen Verlust der Flexibilität der Fakultäten. Wir sehen die Gefahr, dass Forschung und Lehre unter den Auswirkungen leiden könnten.

In 2013 stehen der Fakultät mehrere Berufungen ins Haus, die wir hoffentlich unter den schwieriger gewordenen finanziellen Rahmenbedingungen erfolgreich gestalten können. Die ohne wirkliche Not erhöhte pauschale Minderausgabe (PMA 2013) grenzt unsere Möglichkeiten, zusätzliche Projekte anzustoßen oder bei Berufungen zu unterstützen, erheblich ein. Wir bedauern, dass zum überwiegenden Teil die befristet eingestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter infolge verzögerter Wiederbesetzungen unter dieser Maßnahme leiden müssen.

Insbesondere im lange überfälligen Bereich Campusmanagement erwartet die Fakultät, dass die Universität endlich Erfolge in der Erneuerung der Arbeitsprozesse und Modernisierung der IT-gestützten Verwaltung vorweisen kann.

Im „Student Lifecycle Management“ unter der Leitung des 2. Vizepräsidenten ist die Fakultät mit ihrem Zentrum „innoCampus“ bei der Umsetzung aktiv sowie im großen Bereich der übrigen Verwaltung (ERM) im Lenkungsausschuss beteiligt.

Auch wenn der Gesamtprozess mehrere Jahre benötigen wird, erwarten wir erste sichtbare Verbesserungen in 2013.

Fakultät III Prozesswissenschaften

Qualität in Ausstattung und Verwaltung

Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler
Lupe

Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre der Fakultät III stehen Prozesse und Prozessketten zur Umwandlung von Stoffen und Energie durch physikalische, chemische und biologische Vorgänge. Beispielsweise arbeitet die Fakultät im Cluster „Unifying Concepts in Catalysis“ (UniCat) und leitet die Sonderforschungsbereiche „Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen“ (InPROMPT) und „TurbIn – Signifikante Wirkungsgradsteigerung durch gezielte, interagierende Verbrennungs- und Strömungsinstationaritäten in Gasturbinen“.

Die Fakultät befindet sich in einem Generationswechsel: Die vielen Neuberufenen bilden neue Netzwerke innerhalb und außerhalb der Fakultät, bringen neue Forschungsthemen ein und erneuern die Lehre. Ein wichtiges Ziel ist hierbei die räumliche Zusammenführung von Fachgebieten mit ähnlichen Themen oder innerhalb der Institute. Das Leitmotiv der Fakultät, „Ressourceneffizienz für Prozesse und Produkte“, ist gemeinsamer Nenner und motiviert zur Zusammenarbeit der Fachgebiete.

In der Lehre steht die Überprüfung der Bachelor-Studiengänge an. Einige Schwächen sind bereits erkannt und werden vor der Re-Akkreditierung beseitigt werden. Ein weiteres langfristiges Ziel ist die Verbesserung der Labor- und Praktikumsausstattung.

Zentrales Thema für die Fakultätsverwaltung ist die Qualitätssicherung durch die Verwendung eines Rechenwerkzeuges, das – in engem Kontakt mit den zentralen Verwaltungsstellen – Vorgänge automatisch verknüpft und fehleranfällige Mehrfacheingaben vermeidet. Überschattet, aber auch angespornt werden all diese Aktivitäten von den bekannten Sparzwängen.

Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik

Interdisziplinäre Allianzen weiterentwickeln

Prof. Anja Feldmann, Ph.D.
Lupe

Zum Wintersemester 2012/13 nahm die Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik eine Schärfung ihres Forschungsprofils vor. Sie führte dazu ihre Expertise erstmals institutsübergreifend in sechs als „Labs“ bezeichneten Forschungsschwerpunkten zusammen, die nunmehr Gesellschaftsfragen deutlicher adressieren und die internationale Sichtbarkeit fördern. Seither bringen die „Labs“ als gelebte, interdisziplinäre Allianzen Fachgebiete und Disziplinen, Forschung und Lehre an der Fakultät näher zusammen. Über frühere Institutsgrenzen hinweg veranstalten Wissenschaftler regelmäßig Lab-Zusammenkünfte, Workshops, organisieren Laborbesuche und tauschen sich gezielt aus. Eine besondere Veranstaltungsreihe, die aus dem Lab-Gedanken entstand, ist das „Berlin EECS Seminar“. Hier trifft sich wöchentlich unsere Professorenschaft, um Lab-Initiativen sowie Neues aus den Fachgebieten vorzustellen.

Zur Etablierung eines kooperativen, inspirierenden Forschungsumfeldes an der Fakultät IV werden 2013 viele weitere Lab-Aktivitäten auf den Weg gebracht. Zudem sollen in der Lehre neue spannende Studienverlaufspläne mit besonders forschungsnahen Veranstaltungen ausgearbeitet und die Synchronisierung der Studienschwerpunkte mit den Lab-Themen fortgeführt werden. Mit dem aktuellen Forschungsfokus hat sich die Fakultät keinesfalls dauerhaft festgelegt. Unsere Labs sind vielmehr Teil einer flexiblen, dynamischen Struktur, die es ermöglicht, künftige Entwicklungen aufzugreifen, neue Labs einzurichten oder bestehende Labs zu verändern.

Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme

Steigerung der Drittmittel

Prof. Dr.-Ing. Henning Meyer
Lupe

Durch die Verbindung von Maschinenbau, Verkehrswesen und Psychologie besitzt die Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme ein einzigartiges ingenieurwissenschaftliches Wissens- und Forschungsportfolio. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Betrachtung komplexer Systeme mit interagierenden technischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Komponenten. Trotz TU-weit sinkender Ressourcen ist es für die Fakultät auch 2013 oberstes Ziel, die Steigerung der Drittmitteleinnahmen der letzten Jahre fortzusetzen und auszubauen. Die Fakultät strebt dazu die Optimierung der Vernetzung interner und TU-weiter Kompetenzen an. Aktuell überarbeitet sie ihre strategische Ausrichtung und überprüft die organisatorische Aufstellung. Orientiert am Zukunftskonzept „TU 2020“ werden zentrale, an den gesellschaftlichen Bedarfen ausgerichtete Themenfelder erarbeitet. Alles deutet darauf hin, dass „Mobilität“ und „Ressourceneffizienz“ Leitfunktion für die zukünftige Ausrichtung der Fakultät haben werden. Ziel ist es, die Strategie innerhalb des ersten Halbjahres 2013 zu definieren. Aus Kristallisationskernen sollen in den Themenfeldern weitere Großprojekte akquiriert werden – wie die im vergangenen Jahr bewilligten Sonderforschungsbereiche „Sustainable Manufacturing – Globale Wertschöpfung nachhaltig gestalten“ (Sfb 1026) und „TurbIn – Signifikante Wirkungsgradsteigerung durch gezielte, interagierende Verbrennungs- und Strömungsinstationaritäten in Gasturbinen“ (Sfb 1029) – und die Vernetzung mit Großforschungseinrichtungen ausgebaut werden.

Fakultät VI Planen Bauen Umwelt

Innovation in Stadt und Gesellschaft

Prof. Dr. Johann Köppel
Lupe

Die weitere Fakultätsentwicklung stellt ein zentrales Arbeitsfeld dar. 2013 gilt es, die begonnene Berufungsstrategie bis 2020 weiter zu konkretisieren und als Leitlinie, soweit heute absehbar, zu verabschieden. Dabei diskutieren wir auch, wo sich Tenure-Optionen anbieten können. Diese Fakultätsstrategie ergibt sich kaum allein daraus, wo wir herkommen, sondern auch aus möglichen Forschungsrichtungen. Bis zum 23. Januar war im TU-Lichthof die Ausstellung „Research in Architecture“ zu sehen. Die bisherige Stärke der Fakultät in großen BMBF-Verbundprojekten gilt es weiterzuverfolgen; in der Grundlagenforschung haben die 2012 gestartete DFG-Forschergruppe „Urban Climate and Heat Stress“ und das ebenfalls junge DFG-Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute“ vorgemacht, wie es gerne weitergehen kann. Wie wir den Fakultätstag 2012 der Forschung gewidmet haben, möchten wir ihn 2013 Innovationen und Vernetzungen in der Lehre widmen. Auch auf den Start eines Modell-Studiengangs für eine starke universitäre Bachelor-Ausbildung mit gleichzeitig neuartigem Master-Übergang dürfen wir uns 2013 freuen. Eine weitere Internationalisierung unserer Master-Studiengänge ist willkommen. Die Neuorientierung der Studiengang-Evaluationen stützen wir auf richtungsweisende Ergebnisse der Evaluationsforschung. Der TU-AG für ein zeitgemäßes Management von Studienangelegenheiten (SLM) drücken wir sehr fest die Daumen. Alle Reformanstrengungen werden aber nur Erfolg haben können, wenn die Verwaltungsabläufe auf allen Ebenen modernisiert und in Aufwand und Dauer gestrafft werden.

Fakultät VII Wirtschaft und Management

Internationalisierung und methodisches Know-how

Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß
Lupe

Das zentrale Projekt unserer Fakultät ist der Start des neuen Bachelor-Studiengangs „Nachhaltiges Management“ zum WS 2013/14. Der interdisziplinäre Studiengang verknüpft die Konzepte und Ideen der derzeitigen Nachhaltigkeitsdiskussion mit den Anforderungen eines betriebswirtschaftlichen Studiengangs und den Potenzialen der TU Berlin.

Mit der Neubesetzung der Professur „Energie- und Ressourcenmanagement“ wird die Kontinuität dieses häufig gewählten Vertiefungsfachs im Wirtschaftsingenieurwesen gewährleistet. Ebenso entwickelt dieses die Forschung auf das Nachhaltigkeitsthema hin.

Die Qualitätssicherung und -entwicklung in Lehre und Studium wird auf Seiten der Verwaltung unterstützt durch das neu eingerichtete Referat Lehre und Studium, in dem die Fakultät VII mit der Geschäftsstelle der „GK Wiing“ eng kooperiert. Ein Schwerpunkt wird auf Öffentlichkeitsarbeit und Schulkontakten liegen. Auch die Internationalisierung von Lehre und Studium wird die Fakultät vorantreiben.

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses entwickelt die Fakultät Promotionsrichtlinien. Doktorandinnen und Doktoranden sollen gezielt mit methodischem Know-how versorgt werden. Auch das trägt dazu bei, die gute Position der Fakultät im Handelsblatt-Ranking zu halten und auszubauen. Unter den 30 am besten bewerteten Hochschulen im deutschsprachigen Raum nimmt die Fakultät bezogen auf ihre Größe in der BWL den 13. Rang ein. Die aktive Gleichstellungspolitik mit einer Steigerung des Professorinnenanteils von fünf auf 15 Prozent seit 2009 wird unterstützt durch die Berufung einer Professorin für „Gender und Diversity Management“ aus dem Berliner Programm für Chancengleichheit.

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2013

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