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TU Berlin

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TU Berlin in Ägypten

Engagement und Mitbestimmung in der Uni

Montag, 19. November 2012

TU-Studierende statteten Kairoer Universität einen Gegenbesuch zum Thema „Demokratie in der Uni“ ab

Lupe

Gemeinsam waren uns das Interesse an der Hochschulpolitik und das Engagement auf allen Ebenen der Universität“, erklärt Anna Galda, studentische Organisatorin eines TU-Austausches mit Studierenden der Ain-Shams-Universität Kairo, über demokratische studentische Beteiligungsstrukturen an den Universitäten beider Länder. Begleitet und vorbereitet wurde die Gruppe auf ihre zehntägige Reise durch Daniel Karsch von der Kooperationseinheit WANACU (West Asia North Africa Cooperation Unit) und den Projektleiter Prof. Dr. Enrico Gualini vom Fachgebiet Planungstheorie, Institut für Stadt- und Regionalplanung der Fakultät VI Planen Bauen Umwelt. Diese hatten für den gemeinsamen Workshop erfolgreich DAAD-Mittel eingeworben.

Mitte September stattete nun die Gruppe mit 16 Studierenden verschiedener Fakultäten ihren ägyptischen Kommilitoninnen und Kommilitonen einen Gegenbesuch ab. Zum gleichen Thema waren diese im Februar 2012 in Berlin gewesen (TU intern 4/12).

In Kairo wurden die TU-Studierenden, die ein Grußwort von TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach im Gepäck hatten, sowohl vom Vizepräsidenten der Ain-Shams-Universität, Dr. Ali Abdel Aziz, herzlich empfangen als auch von den ägyptischen Studierenden, die ein vielfältiges inhaltliches und kulturelles Programm zusammengestellt hatten: Präsentationen und Diskussionen zur Verbesserung studentischer Beteiligungsstrukturen und Treffen mit Vertretern anderer Universitäten oder Aktionsgruppen wechselten sich mit touristischen und kulturellen Aktivitäten wie einem Spaziergang durch das Zentrum Kairos und zum Tahrirplatz sowie einem Besuch der Hafenstadt Alexandria ab. Anders als in Berlin standen in Kairo nun nicht mehr nur universitäre, hochschulpolitische Strukturen im Fokus, sondern auch die allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Ägyptens. Vieles, was das Mitbestimmungsrecht der Studierenden und die Präsenz politischer Parteien in der Universität betrifft, ist im Wandel und in der Findungsphase. Die Meinungen über sinnvolle Veränderungen gehen hier teils weit auseinander.

In einer universitätsöffentlichen studentischen Vorlesung konnten die TU-Studierenden einem breiten Publikum die Geschichte und Gegenwart der studentischen Teilhabe in Deutschland darstellen. In einem begleitenden Workshop wurden Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen an ägyptischen Hochschulen erarbeitet. Eine offene „Volxküche“ in einem Flur der Universität förderte den informellen und interkulturellen Austausch.

„Die ägyptischen Studierenden sind politisch und sozial außerordentlich engagiert. Und sie sind bereit, nicht nur für eigene, sondern auch für gesamtgesellschaftliche Belange auf die Straße zu gehen. Das hat uns tief beeindruckt“, sagt Stephan Dittrich, ebenfalls Teilnehmer der Reise. „Auch die vielfältigen persönlichen Erfahrungen während der Tage der Revolution, die sie uns geschildert haben, werden wir nicht so schnell vergessen.“ Am Ende der Reise seien viele Freundschaften und Verbindungen geknüpft worden, so Anna Galda. Es hätten sich außerdem mehrere konkrete Themen während der Workshops und insbesondere im Nachgang durch die persönlichen Kontakte herauskristallisiert, sodass eine Fortsetzung des Austausches angestrebt würde.

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2012

TU Berlin eröffnet Büro in Kairo

Bundesaußenminister startet Deutsches Wissenschaftszentrum

Auch in Kairo ist die TU Berlin mit einem eigenen Büro ihres Zentralinstituts „TU-Campus El Gouna“ vertreten. Es befindet sich im neuen Deutschen Wissenschaftszentrum der Stadt, das am 13. November von Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle eröffnet wurde. Im Wissenschaftszentrum werden deutsche Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Hochschulen ihre Kräfte bündeln und ihre Kontakte zur ägyptischen Forschung und Wirtschaft vertiefen. „Damit stärken wir erneut unsere Präsenz in Ägypten. Wir verstehen unser Büro und den TU-Campus in El Gouna auch als ständige Vertretung für den kulturellen Dialog zwischen der arabischen Welt und Deutschland“, so TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Die TU Berlin will damit ihre Forschungsexpertise einbringen und einen Beitrag zur Lösung von Zukunftsfragen der nordafrikanischen Region leisten. Die Gründung des DWZ ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.

www.tu-berlin.de/?id=127145

stt / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2012

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