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Innenansichten

Erfindungen sind Millionen wert

Freitag, 12. Oktober 2012

Mit der ipal GmbH konnte die TU Berlin im Sommer 2012 große Patentverwertungserfolge erzielen

Eine Weltneuheit, die Kälte mit Wärme erzeugt, aus dem TU-Institut für Energietechnik gehörte in diesem Jahr zu den Vermarktungserfolgen.
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Knapp 100 Erfindungsmeldungen erhält die TU Berlin durchschnittlich im Jahr. Gut die Hälfte davon wird zum Patent angemeldet. So wurden bis Mitte September 2012 bereits 57 Erfindungen an die Forschungsabteilung gemeldet, die sie an ihre Verwertungsagentur, die ipal GmbH, weiterleitet. Seit zehn Jahren bewertet, patentiert und vermarktet die ipal Erfindungen sowohl für die TU Berlin als auch für weitere Berliner Hochschulen und die Charité. So konnte die Agentur in diesem Sommer mehrere große Erfolge für ihren Kooperationspartner, die TU Berlin, verbuchen.

Bereits im Frühjahr 2012 hatte eine Firma für das US-Patent einer Erfindung der TU Berlin weit mehr als eine halbe Million Euro gezahlt. Im Sommer erzielten die europäischen Teile des Schutzrechtsportfolios der Halbleitererfindung eine weitere Viertelmillion Euro. Zusammen erlöste die Erfindung also fast eine Million Euro zuzüglich noch zu erwartender nachhaltiger Einnahmen: sehr zur Freude auch der Erfinder, eines Forscher-Teams um Prof. Dr. Dieter Bimberg, der das Zentrum für Nanophotonik am Institut für Festkörperphysik der TU Berlin leitet. Sie erhalten gemäß dem Arbeitnehmererfindergesetz 30 Prozent der Bruttoerlöse. Das patentierte Verfahren steigert die Effizienz von photonischen Bauelementen, die beispielsweise für lichtemittierende Dioden oder Halbleiter-Laser verwendet werden. Die Technologie wurde bereits im Jahr 2002 erfunden. Erst mehr als zehn Jahre später wurde sie für die Industrie so interessant, dass eine lukrative Verwertung möglich war. Nicht nur die Erfinder und die Verwertungsagentur, auch die Berliner Politik reagierte freudig: „Der aktuelle erfolgreiche Abschluss belegt klar, welch enormes Potenzial in der einzigartigen Forschungslandschaft Berlins steckt. Zugleich wird deutlich, wie wichtig strategisch angelegte Strukturen für Technologietransfer und Forschungsvermarktung sind“, so Nicolas Zimmer, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung.

Ebenfalls in diesem Jahr konnte die ipal GmbH mit der Vattenfall Europe Wärme AG ins Geschäft kommen. Diese erwarb das exklusive Nutzungsrecht für Deutschland, die Niederlande und Schweden für eine Weltneuheit, die Kälte mit Wärme erzeugt und an der Dipl.-Ing. Stefan Petersen vom TU-Institut für Energietechnik maßgeblich mitgewirkt hat. Das neue Gerät, die Technologie nennt man Absorptionskältetechnik, erzeugt in Gebäuden aus Fernwärme Kälte. Bisher gab es nur sehr große Kältemaschinen, ungeeignet für den nachträglichen Einbau in Gebäuden. Herzstück der Kühlanlage ist die Wärmetauschereinheit (Foto). Entstanden ist die neue Technologie in einem gemeinsamen Forschungsprojekt von Vattenfall und TU Berlin in den Jahren 2008 bis 2012, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Herzstück der Anlage zur Gewinnung von Raumkühlung aus Fernwärme ist der Wärmetauscher.
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Nutzungsrechte sicherte sich im vergangenen Jahr über die ipal GmbH auch die Carlsberg-Gruppe, zu der zum Beispiel die Holsten Brauerei AG in Hamburg gehört. Diesmal ging es um ein an der TU Berlin erfundenes alkoholfreies Bier mit besonders vollmundigem Geschmack, mit „bierigem“ und „hopfigem“ Geruch ohne die störenden Würzegerüche. Es sei damit eine echte Alternative für Biertrinker, die den faden Geschmack von alkoholfreiem Bier üblicherweise nicht besonders schätzen. Die Erfinder waren Wissenschaftler und Studierende um Prof. Dr.-Ing. Frank-Jürgen Methner, Leiter des TU-Fachgebietes Brauwesen.

So ist mit der langjährigen Verwertungs-Kooperation allen Seiten gedient. Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach: „Wir sind froh, hier in Berlin auf eine professionelle und erfahrene Einrichtung wie die ipal zugreifen zu können. Außerdem zeigt dieser Erfolg sehr anschaulich, welchen Wert Forschung darstellt.“

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

"TU intern" Oktober 2012

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  • Hochschulzeitung "TU intern" - Oktober 2012 [4]
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