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TU Berlin

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Innenansichten

Angehörigenpflege im Fokus

Freitag, 12. Oktober 2012

Online-Befragung ergab Informationsbedarf an der TU Berlin – Veranstaltung am 1. November 2012

Die häusliche Pflege von Angehörigen zu Hause erfordert viel Kraft und Zeit
Lupe

Der Umgang mit dem Thema „Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen“ stellt sowohl an den Arbeitgeber als auch an die Beschäftigten neue Anforderungen. Eine im Herbst 2011 an der TU Berlin gegründete Arbeitsgruppe stellte fest, dass dieses gesellschaftlich wie individuell nicht weniger wichtige Thema gegenüber der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kindererziehung bisher noch nicht angemessen in den Fokus gerückt worden sei. Auf der beruflichen Ebene, so wurde bald festgestellt, sei das Thema Pflegeverantwortung für ältere oder kranke Menschen teilweise noch tabuisiert.

Pflegende Angehörige müssen oft mit einem fundamentalen Rollenwechsel in der Familie umgehen. Zum Beispiel müssen die Eltern von den Kindern gewaschen und gewickelt werden. Die Angehörigen müssen im Alltag und in der Freizeitgestaltung starke Einschränkungen in Kauf nehmen, und es droht der Verlust an sozialen Kontakten und Lebensqualität. Die Tabuisierung des Themas und das fehlende Verständnis sowohl von Führungskräften als auch vom Kollegenkreis verstärken den Stress und die psychischen Belastungen. Die TU-Arbeitsgruppe zum Thema, die sich aus Mitarbeiterinnen des Personalrats, des Familienbüros, der Weiterbildung sowie der Personalabteilung zusammensetzt, wird auch vom Deutschen Gewerkschaftsbund DGB unterstützt. Eines ihrer ersten Ziele ist es, an der TU Berlin auf diese Problematik aufmerksam zu machen sowie alle Beteiligten zu informieren und zu sensibilisieren.

Im Mai 2012 wurde auch bereits eine Online-Befragung unter den TU-Beschäftigten durchgeführt. „Hierzu haben wir erfreulicherweise eine sehr große Resonanz erhalten. Insbesondere die TU-Beschäftigten der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren haben einen sehr großen Informationsbedarf zum Thema Pflege“, erklärt Kerstin Toepfer, Personalratsvorsitzende und Mitglied der Arbeitsgruppe. Für den 1. November 2012 wird außerdem eine moderierte Zukunftswerkstatt mit dem Titel: „TU(t) Familien gut: Beruf und Pflege vereinbaren!“ für Führungskräfte und interessierte Beschäftigte der TU Berlin organisiert. Die Schirmherrschaft übernahm die Kanzlerin, Prof. Dr. Ulrike Gutheil. Für weitere Informationen steht sowohl der Personalrat als auch die Abteilung II Personalangelegenheiten zur Verfügung.

Tel.: 314-2 12 52 (Personalrat)
Tel.: 314-2 24 80 (Sekr. Abteilung II)

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

Ergebnisse der Online-Befragung

Die vorläufige Auswertung der Online-Befragung ergab, dass die Pflege von Familienangehörigen vor allem Beschäftigte ab dem 40. Lebensjahr betrifft. Angeschrieben wurden rund 4500 Beschäftigte, beteiligt haben sich fast 800. Rund zehn Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer pflegen derzeit Angehörige, und zwar häufig in Urlaub, Gleitzeit und an Wochenenden. Hierbei wird meist auf die Hilfe von Familie und Freunden zurückgegriffen, etwa die Hälfte der Befragten nutzt bisher kaum die TU-intern angebotenen Möglichkeiten zur Angehörigenpflege, wie zum Beispiel die Vermittlung von Kontakten zu Pflegestützpunkten. Der Großteil aller Pflegebedürftigen in Deutschland, rund 69 Prozent, insgesamt 1,62 Millionen Menschen, wird zu Hause versorgt. Entsprechend sehen auch die Befragten der TU Berlin eine einfache, zeitnahe Flexibilisierung der Arbeitszeit als das Wichtigste an. Auch wünschen sie sich eine schnelle, unbürokratische Lösung für akut eintretende Pflegefälle (Kinder, Eltern, Lebenspartner), um die Pflege zu ermöglichen. Auch ein großer Informationsbedarf ist bei den Betroffenen zu erkennen. Viele kennen die bereits eingerichteten Beratungsstellen noch nicht. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen muss sich ebenfalls mit der Frage der Vertretung am Arbeitsplatz beschäftigen. Die Ergebnisse im Einzelnen sind im Netz veröffentlicht.

Die Zukunftswerkstatt „TU(t) Familien gut: Beruf und Pflege vereinbaren!“ widmet sich Fragen wie „Wie kann ich Beruf und Pflege vereinbaren?, „Wie organisiere ich meinen Alltag als Führungskraft, wenn ich eine/einen Angehörige/-n pflegen muss?“, „Was können Führungskräfte tun, um ihre Mitarbeiter/-innen in einer Pflegesituation zu unterstützen?“, „Wie kann mich die TU Berlin als Führungskraft unterstützen, wenn ich meine Mitarbeiter bei Vereinbarung von Beruf und Pflege unterstützen will?“, „Welchen Nutzen habe ich als Führungskraft, wenn ich meine Mitarbeiter bei der Vereinbarung von Beruf und Pflege unterstütze?“.

Ort: Hauptgebäude, Raum H 3005
Zeit: 1. November 2012, 13.00–16.00 Uhr

Anmeldung über Frau Kopetzki, Sekretariat der Abteilung II - Personal und Recht

www.tu-berlin.de/?id=9547 (Ergebnisse der Befragung)

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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