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TU Berlin

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Innenansichten

Ausgerechnet Mathematik

Mittwoch, 04. April 2012

Das DFG-Forschungszentrum Matheon feiert seinen zehnten Geburtstag

Mit vielen öffentlichen Veranstaltungen hat das MATHEON in den letzten Jahren die Mathematik ins Gespräch gebracht
Lupe

Im April 2001 bewarb sich eine Initiativgruppe aus der Angewandten Mathematik der Berliner Universitäten TU, FU und HU sowie des Zuse-Instituts und des Weierstraß-Instituts bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) um ein Forschungszentrum im Bereich Modellierung und Simulation in den Natur-, Ingenieur- und Sozialwissenschaften.

Ziemlich genau ein Jahr später, im Mai 2002, entschied sich der Hauptausschuss der DFG unter vierzehn Mitbewerbern für das Berliner Konzept. Am 1. Juni 2002 wurde daraufhin das „DFG-Forschungszentrum Mathematik für Schlüsseltechnologien, Modellierung, Simulation und Optimierung realer Prozesse“ gegründet. Der Koordinierungsausschuss bestand aus den Professoren Martin Grötschel, Peter Deuflhard, Hans Föllmer, Volker Mehrmann und Jürgen Sprekels. TU-Professor Martin Grötschel wurde zum ersten Sprecher gewählt und der etwas umständliche Name durch den neuen Namen MATHEON abgekürzt.

Es gab viele Gründe, die für die Berliner Bewerbung sprachen. Einer war sicherlich die lange Tradition, die die Kooperation zwischen den mathematischen Forschungseinrichtungen der Hauptstadt hat. Zum anderen hat die Berliner Mathematik seit vielen Jahren eine internationale Spitzenposition in der anwendungsgetriebenen mathematischen Forschung inne.

„Innovation braucht Flexibilität, Flexibilität braucht Abstraktion, die Sprache der Abstraktion ist die Mathematik. Aber Mathematik bietet mehr: theoretisches Verständnis, effiziente Algorithmen und optimale Lösungen. Die Durchschlagskraft von mathematischen Methoden in verschiedenen Schlüsseltechnologien zu beweisen ist daher das Ziel des Forschungszentrums“ Mit diesen Worten charakterisierte Martin Grötschel damals die Grundidee des MATHEON.

Hintergrund war auch die Erkenntnis, dass die Bedeutung von Mathematik als entscheidender Faktor des wissenschaftlich-technischen Forstschritts zu wenig wahrgenommen wurde. Dies hat sich dank des MATHEON in den vergangenen Jahren sehr verbessert. Mit seinen etwa 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat das Forschungszentrum in den zehn Jahren seines Bestehens die Zielstellung, die Grundlagenforschung im Bereich von mathematischen Fragestellungen aus Hochtechnologiefeldern voranzutreiben und den Transfer von modernen mathematischen Methoden in diese Technologiefelder zu forcieren, in vielen Bereichen erreicht. Mehr als 50 Konzerne, große und kleine Unternehmen und Einrichtungen weltweit kooperieren mittlerweile mit dem MATHEON und bauen auf die Hilfe der Mathematik.

In derzeit etwa 60 Projekten arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Fragestellungen mathematischer Grundlagen für die Schlüsseltechnologien Lebenswissenschaften, Logistik, Verkehr und Telekommunikationsnetze, Produktion, Schaltkreissimulation und optische Komponenten, Finanzen sowie Visualisierung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Modellierung, Simulation und Optimierung realer Prozesse in den Bereichen Optimierung und Diskrete Mathematik, Numerische Analysis und Scientific Computing sowie Angewandte und Stochastische Analysis.

Am 31. Mai 2014 wird die Finanzierung durch die DFG planmäßig auslaufen. Zuvor hatte die DFG das MATHEON zweimal überaus positiv bewertet und so die maximal zwölfjährige Laufzeit ermöglicht. Laut einer Vereinbarung der fünf Trägerinstitutionen wird das Forschungszentrum MATHEON auch danach weiter existieren.

Den zehnjährigen Geburtstag feiert das Matheon mit einer öffentlichen „Show“ am 10. Mai um 19.00 Uhr im Audimax der TU Berlin. „Ich lade alle Menschen mit einem Faible für die Mathematik, aber auch die, die sich von Schönheit und Bedeutung dieser Wissenschaft überzeugen wollen, herzlich zu diesem Abend ein“, sagt der derzeitige Sprecher des MATHEON, TU-Professor Volker Mehrmann.

www.matheon.de

Rudolf Kellermann, Forschungszentrum Matheon / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 4/2012

Live-Schaltung zur Raumstation

Zwei Teams aus Berliner und Turiner Schülerinnen und Schülern, die vom MATHEON betreut wurden, haben die besten Lösungsvorschläge für die Steuerung von SPHERES-Satelliten. Sie nahmen an einem internationalen Wettbewerb teil, den die NASA, die Europäische Weltraumorganisation ESA und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) gemeinsam ausgeschrieben hatten, mit Ausscheidungen in den USA und in Europa. Die MATHEON-Teams, die von TU-Mathematiker Dr. Theo Roelofs wissenschaftlich begleitet worden waren, belegten Platz 1 und 3. Sie kommen aus den Berliner Gymnasien Käthe-Kollwitz-Oberschule und Heinrich-Hertz-Gymnasium. Der Wettbewerb wurde Anfang des Jahres im Headquarter der ESA im niederländischen Noordwijk mittels einer Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS ausgetragen.

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 4/2012

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