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Campus Charlottenburg

Mehr Grün und Leben gewünscht

Freitag, 20. Januar 2012

Der Blick von Passanten auf den Verkehrsknotenpunkt in Charlottenburg

In den Sechzigerjahren galt er als bauliches Vorzeigeobjekt in West-Berlin. Der große Verkehrskreisel beeindruckte durch seine Dimensionen und die moderne Architektur. Heute wird er auch als Sündenfall der vergangenen Tage angesehen. Der Platz sei nicht fußgängerfreundlich, und er wird mit Lärm assoziiert. Doch Ideen zur Umgestaltung sind in Sicht, wie die Artikel auf dieser und den folgenden Seiten zeigen. TU intern befragte außerdem Passanten zu ihrem Blick auf den Ernst-Reuter-Platz.

Lupe [1]

Ich finde ihn relativ leblos und stillos. Man sollte den Verkehr beruhigen und überlegen, ob man nicht einige Gebäude abreißt, um das Areal attraktiver zu gestalten. Verweilen würde ich hier nur, wenn ich etwas fürs Auge hätte, zum Beispiel Skulpturen oder Bilder auf den Gebäudefassaden. In die Mitte gehört für mich ein Baum, mehr Pflanzen oder ein schönes Monument.

Anke, 50, Dipl.-Biologin, Gärtnerin

Lupe [2]

Der Platz ist sehr traurig. Es ist nur ein Verkehrskreis und kein urbaner Raum. Er ist nicht von oben erreichbar, sondern nur durch den Tunnel. Es ist ein Platz für Autos und weniger für die Menschen. Ich wäre dafür, den flachen blauen Bau, der die Diagonale zum TU-Erweiterungsbau versperrt, abzureißen. Ich denke, ein Ideenwettbewerb ist nötig.

Renato, 43, Architektur-Dozent

Lupe [3]

Der Platz sollte für sich selbst mehr eine Instanz darstellen. Grün ist er schon, aber vielleicht könnte man die Mittelinsel von dem Verkehr abschotten durch hohe Begrünung. Damit gäbe es in der Mitte des Kreisels eine angenehme Situation. Man könnte dort zum Beispiel einen Pavillon oder ein Café bauen.

Marcus, 23, Architektur, 1. Semester

Lupe [4]

Im Sommer ist der Platz ganz schön mit dem Springbrunnen. Es gibt leider sehr wenige Sitzplätze zum Verweilen und Entspannen. Der Lärm ist leider sehr störend. Ich würde ein paar mehr Bäume pflanzen. Man sollte die Radwege etwas mehr ausbauen, um Platz für die Radfahrer zu schaffen. Ein Supermarkt wäre auch schön. Es wäre gut, wenn der Kreisel in der Mitte auch oberirdisch zugänglich wäre.

Finni, 23, Lebensmitteltechnologie, 9. Semester

Lupe [5]

Ernst Reuter war, glaube ich, der erste Regierende Bürgermeister von Berlin. Ich denke an seine berühmte Rede "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt …". Er liegt zwar etwas fernab der üblichen Touristenrouten, aber ich glaube, dass er auch aufgrund seiner historischen Bedeutung wichtig ist für Berlin. Es ist leider etwas kahl hier, zu viel Verkehr und wenig Grün. Vielleicht sollte man ein Denkmal von Ernst Reuter in der Mitte aufstellen. Die 60er-Jahre-Bausünden könnten verschönert werden, doch ich befürchte, dass aus Finanznot kein gestalterisches Konzept umgesetzt wird.

Andreas, 51, Anästhesist

Lupe [6]

Es gibt hier zu viele Ampeln. Die Geschwindigkeit der Autos ist sehr gefährlich. Es wäre schön, wenn man aus der Mittelinsel etwas machen könnte, zum Beispiel ein paar Bäumchen pflanzen, ein paar Bänke und einen "Showroom" mit Kunst aufstellen. Die Gebäude am Platz finde ich repräsentativ und würde daran auch nichts verändern. Was mir hier fehlt, ist die Möglichkeit, auch abends, wenn die Uni zu Ende ist, etwas zu essen.

Roberta, 27, Architektur, 1. Semester

Agnieszka Asemota / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

Lesen Sie auch:

  • Masterplan für den Ernst-Reuter-Platz [7]
  • Ein Platz mit rabiat verkürzter Geschichte [8]
  • Das Freiheitspathos ist historisch geworden [9]
  • Stadtgestaltung - welche Rolle spielt die Kunst? [10]
  • Techno und weiße Mäuse [11]

"TU intern" Januar 2012

  • Online-Inhaltsverzeichnis [12]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Januar 2012 [13]
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