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TU Berlin

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Campus Charlottenburg

Masterplan für den Ernst-Reuter-Platz

Freitag, 20. Januar 2012

Drei Fragen an Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher

Regula Lüscher war bereits mehrmals Gast bei Ausstellungen und Podiumsdiskussionen an der TU Berlin
Lupe

Frau Lüscher, der Ernst-Reuter-Platz steht derzeit im Fokus der städtebaulichen Aufmerksamkeit. Wichtige lokale Akteure sind vor allem das Regionalmanagement "City West" und der "Campus Charlottenburg", zu dem die universitären Anlieger UdK und TU Berlin gehören, Unternehmen und Verbände. Am 30. November fand die erste Standortkonferenz "Ernst-Reuter-Platz" statt. Sie planen, einen Ideenwettbewerb für 2012 auszuschreiben, um das Areal rund um den Ernst-Reuter-Platz städtebaulich wieder lebendiger und zukunftsorientierter zu gestalten, auch im Hinblick auf die Bauausstellung 2017. Welche Bedeutung hat dieser Standort für die westliche City aus Ihrer Sicht?

Der Ernst-Reuter-Platz spielt für die City West eine wichtige Rolle. Er ist einer der fünf Schwerpunktbereiche des Regionalmanagements, das ich unterstütze. Bereits in den Diskussionen zu den Leitlinien wurde deutlich, dass der Ernst-Reuter-Platz vor allem für die Verknüpfung der Universitäten mit der Stadt steht. Er ist meines Erachtens ein Kristallisationspunkt des "Campus Charlottenburg". Seine Bedeutung liegt in der Vernetzung der Wissenschaft mit der örtlichen Wirtschaft. In diesem Sinne ist auch der gemeinsame Masterplan für die weitere Entwicklung der Universitäten in der City West erarbeitet worden.


Wie sehen Ihre Zukunftsvisionen im Hinblick auf den Ernst-Reuter-Platz aus? Wohin könnte/sollte sich der Standort entwickeln?

Ich denke, die zunehmende Verzahnung von Lehre und Forschung mit wirtschaftlichen Aktivitäten ist wichtig. Beispielhaft ist hier das "TU-Hochhaus" zu nennen, in dem die T-Labs eng mit der TU Berlin zusammenarbeiten. Der Ernst-Reuter-Platz hat das Potenzial für eine Ansiedlung von wissenschaftsaffinen Wirtschaftsunternehmen. Ein erster Baustein ist die Ansiedlung des "Chic"-Gründerzentrums in der Bismarckstraße in unmittelbarer Nähe des Platzes. Wie die Projekte an der Marchstraße und der Fraunhoferstr. 33 zeigen, kann das Potenzial des Platzes auch den Erweiterungsnotwendigkeiten der Universität selbst dienen.
Mir ist aber auch wichtig, dass der öffentliche Raum attraktiver gestaltet und damit vielfältig nutzbar gemacht wird. Zusammen mit öffentlichen Erdgeschossnutzungen kann der Platz eine ideale Ergänzung des Campus-Bereiches und eine begehrte Adresse werden.


Wie sollen die Ideen umgesetzt werden?

Die Umsetzung ist abhängig von den Konzepten, die aus dem geplanten Wettbewerbsverfahren hervorgehen. Vorgesehen ist aber eher ein Dialog mittels eines Workshopverfahrens vor allem für ein Flächenmanagement, in dem städtebauliche Einzelfragen in konkurrierenden Verfahren geklärt werden können. Hierfür stehen bis zu 100 000 Euro zur Verfügung. Gefragt ist in jedem Fall neben öffentlichen Maßnahmen ein Engagement der Anrainer. Deshalb ist die Gründung einer Standortgemeinschaft von so großer Bedeutung. Wünschenswert sind zum Beispiel eine koordinierte Vermietungspraxis und ein gemeinsames Engagement im öffentlichen Raum.

Vielen Dank für das Gespräch!
Die Fragen stellte Patricia Pätzold

Honorarprofessur an der Universität der Künste

Ende Dezember ernannte die Universität der Künste Berlin Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zur Honorarprofessorin. Sie sei eine der kompetentesten Persönlichkeiten des Bereichs Städtebau, hervorragend vernetzt und mit großer Expertise, so UdK-Präsident Martin Renner. Seit 2007 ist die Architektin (ETH Zürich) Senatsbaudirektorin in Berlin. Sie wird am Fachgebiet Architektur/Konzeptioneller Städtebau lehren.

Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 1/2012

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