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TU Berlin

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Innenansichten

TU Berlin sollte wieder Vorreiterin werden

Freitag, 14. Oktober 2011

Hochschulsekretärinnen sind heute eher Assistentinnen im Wissenschaftsbereich

Nach wie vor würden die Leistungen der Hochschulsekretärinnen - trotz der herausragenden Bedeutung einer engagierten und qualifizierten Assistentin im Wissenschaftsbereich - kaum anerkannt, beklagt nicht nur der Personalrat der TU Berlin. "Wer den gesellschaftlichen Stellenwert von Wissenschaft und Forschung nachhaltig erhöhen will, darf nicht bei den Hochschulsekretärinnen sparen", sagt TU-Personalrätin Simone Deutschmann. "Ihr Berufsbild hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Als Schnittstelle von Lehre, Forschung und Verwaltung sind die Anforderungen komplexer geworden." Sie seien fachlich und sozial kompetente, mit exzellenten Kommunikationsfähigkeiten für alle Statusgruppen ausgestattete, fremdsprachlich und kaufmännisch versierte Allroundkräfte. Damit sicherten sie den Bestand und die Abläufe der Hochschulen mit. Die Anforderungen und damit die Wertigkeit der Tätigkeit stiegen stetig. Doch, so Simone Deutschmann, es fehle an Wertschätzung und Motivation, Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie an monetären Anreizen. Anträge auf Höhergruppierungen seien meist wenig aussichtsreich. Aufgrund der hohen psychischen Belastungen würden immer mehr Umsetzungsanträge gestellt, Langzeiterkrankungen nehmen zu. Gleichzeitig gibt es immer mehr befristete Verträge und Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse.

Um auf die besonderen Arbeitssituationen an den Hochschulen hinzuweisen und auf ein adäquates Tarifrecht mit besseren Höhergruppierungsmöglichkeiten hinzuwirken - die Tätigkeitsmerkmale zur Eingruppierung wurden seit über 30 Jahren nicht geändert -, haben sich Initiativen und Netzwerke, neben denen der Berliner Universitäten auch in Bremen, Essen, Frankfurt, München, Trier, Tübingen und anderen Städten, gebildet.

Und an Ideen mangelt es nicht. Die von Soziologiestudierenden der Frankfurter Goethe-Universität konzipierte Ausstellung "Die Sonstigen" mit Plakaten und Interviews hat sich inzwischen als Wanderausstellung etabliert. Sie ist auch im Internet zu besichtigen. An der Universität Trier entwickelte die Initiative das innovative Fortbildungskonzept "Modernes Management im Hochschulsekretariat" und erhielt dafür Anfang 2011 den Frauenförderpreis der Universität. Später soll das Programm, das Hochschulsekretärinnen zu Managerinnen machen will, auch Mitarbeiterinnen anderer Hochschulen offenstehen. Allen Initiativen und Aktionen liegt das gemeinsame Ziel zugrunde, Hochschulleitungen und Tarifverhandlungspartner für die Diskrepanz zwischen realer Arbeitsleistung und tariflicher Eingruppierung zu sensibilisieren.

Mit der vor einigen Jahren geplanten Leistungszulage für die Hochschulsekretärinnen war die TU Berlin Vorreiter und fand im gesamten Bundesgebiet viel Nachahmung. "Wir finden, die TU Berlin sollte sich der Herausforderung erneut stellen und wieder eine Vorreiterrolle einnehmen", sagt Simone Deutschmann abschließend, "und gemeinsam mit uns nach Möglichkeiten suchen und dafür sorgen, dass Kolleginnen und Kollegen für ihr Wissen und ihre Kraft wieder eine angemessene Wertschätzung erhalten."

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2011

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