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TU Berlin

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Innenansichten

Gleiche Chancen auf allen Ebenen

Freitag, 14. Oktober 2011

Das C1/C2-Programm zur Förderung von Wissenschaftlerinnen ist 20 Jahre alt geworden

Die Mathematikerin Christine Keitel erinnert sich: "Ich war 1986 die allererste Frau an der TU Berlin, die in Mathematik habilitierte. Man musste damals extra die Habilitationsordnung ändern, weil in ihr natürlich nur von Herren die Rede war." Heute stehen vor dem Namen der ehemaligen Vizepräsidentin der FU Berlin und Trägerin des Alexander von Humboldt Award for Capacity Building die Titel "Prof. Dr. math. Dr. h. c. sc. mult.". Außerdem gehört sie zu den vielen Frauen, die seitdem den Sprung in die oberen Etagen der Wissenschaft geschafft haben. Doch die Erfolge, auf die man heute zurückblicken kann und die dazu beitragen, einen Kulturwandel der Geschlechter gerade an technischen Universitäten zu vollziehen, haben sich nicht von allein eingestellt. Es bedurfte vieler gezielter und konzentrierter Bemühungen.

1990 legte der Berliner Senat ein Förderprogramm zur Qualifikation von Wissenschaftlerinnen auf, das C1/C2-Förderprogramm, mit dem die Schaffung zusätzlicher Stellen unterstützt werden sollte. Die TU Berlin nutzte diese Gelegenheit von Beginn an. Nicht zuletzt dank des engagierten Einsatzes seiner Frauenbeauftragten Ulrike Strate (1991-1993), Heidi Degethoff de Campos (1993-2009) und Dr. Andrea Blumtritt (seit 2009).

Inzwischen sind 20 Jahre seit den ersten Berufungen vergangen. Bis heute wurden mehr als 50 Wissenschaftlerinnen in dem Programm gefördert. Die meisten von ihnen sind Professorinnen geworden, arbeiten in außeruniversitären Forschungsinstituten oder haben sich selbstständig gemacht. "Am Anfang", so Heidi Degethoff, "war es noch sehr schwierig, hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen zu finden, um die ersten 20 Stellen zu besetzen. Im letzten Auswahlverfahren 2004 hingegen haben sich auf zehn ausgeschriebene Stellen 240 Wissenschaftlerinnen beworben."

Mit Einführung der W-Besoldung konnte dieses anerkannte Förderinstrument an den modernen Bedarf angepasst werden. Ein neues Förderkonzept, das 2012 starten soll, soll flexibler mehrere Förderlinien bedienen, um langfristig den Stellenpool des internen Förderprogramms noch zu erweitern. Näheres über die Geschichte und die Zukunft des Programms sowie über einige Lebensläufe wurde in einer Broschüre zusammengestellt, die im Büro der Frauenbeauftragten erhältlich ist. Christine Keitel, die auch die erste im ursprünglichen Programm geförderte C2-Professorin war, sagt heute: "Solche Maßnahmen sind notwendig und werden noch eine Weile gebraucht werden - bis es völlig selbstverständlich ist, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen auf allen Ebenen haben."

www.tu-berlin.de/zentrale_frauenbeauftragte/

Birgit Kanngießer
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Birgit Kanngießer leitet an der TU Berlin als Inhaberin einer Stiftungsprofessur die Arbeitsgruppe "Analytische Röntgenphysik". Für die Entwicklung neuer Röntgenmethoden wurde sie 2008 mit dem Röntgenpreis der Universität Gießen ausgezeichnet

Claudia Kostka
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Claudia Kostka war bis 2005 Oberingenieurin (C2) am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb im Bereich Qualitätswissenschaften. Heute leitet sie ein eigenes Trainings-und-Beratungs-Unternehmen für Prozess- und Projektmanagement

Christine Keitel
Christine Keitel
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Christine Keitel war TU-Professorin der Mathematik (C2), bevor sie 1992 an die FU Berlin berufen wurde. Dort engagierte sie sich langjährig auch in den Gremien, war Vizepräsidentin, unter anderem zuständig für Lehre und Studium sowie Frauenförderung

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2011

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