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TU Berlin

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Innenansichten

Bildung und Frieden als Mission

Donnerstag, 14. Juli 2011

Das Zentrum für internationale und interkulturelle Zusammenarbeit (ZiiK) feiert zehnjähriges Jubiläum und schmiedet neue Pläne

Ein fremdes Land, ein schwieriges Studium: Ausländische Studierende aus armen Ländern oder Krisenregionen stehen vor großen Herausforderungen, wenn sie sich jenseits ihrer Heimat weiterbilden.

Seit zehn Jahren befasst sich an der TU Berlin das Zentrum für internationale und interkulturelle Kommunikation, kurz ZiiK, mit dieser Problematik. Unter der Leitung von Dr. Nazir Peroz hat sich die Einrichtung der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik zu einer viel beachteten Anlaufstelle für ausländische Studierende entwickelt. Gefeiert wurde dieser Erfolg mit Prominenz aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft beim großen ZiiK-Tag Ende Juni. Stillstand ist auch für die nächsten Jahre nicht zu erwarten, denn das Team plant die Ausweitung seiner Aktivitäten im Studiengang "ICT for Development".

"Ich bin froh und glücklich, dass Präsident Jörg Steinbach und die Fakultätsleitung unser Konzept unterstützen", so Peroz. Der Informatiker Nazir Peroz und Prof. Dr. Bernd Mahr stellten im Jahr 2000 erstmals ein Konzept zur Bündelung verschiedener Aktivitäten für ausländische Studierende vor - der Beginn des ZiiK. Heute ist das Zentrum weit mehr: Neben persönlicher und fachlicher Beratung sowie speziellen Lehrangeboten stärkt das ZiiK den internationalen Dialog und richtet seine Aktivitäten auf die Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands mit Krisenländern aus.

Seit 2002 entwickelt das Zentrum mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und die Weltbank Konzepte im Bereich Informationstechnologie (IT) und implementiert Projekte in Krisenländern wie Afghanistan und Irak. Dazu zählen unter anderem die Errichtung moderner Rechenzentren an den Universitäten Kabul und Herat sowie der Aufbau von Informatik-Fakultäten und die Entwicklung eines IT-Curriculums. Seit 2009 ist das ZiiK-Team auch im Irak beim Aufbau von IT-Strukturen aktiv, indem es 15 irakische Dozenten aus 15 Universitäten an der TU Berlin ausbildet.

Vergleichbar ist das Engagement in Afghanistan: Um hier den Mangel an hoch qualifizierten Informatikdozenten zu beheben, geben afghanische Masterabsolventen ihr an der Fakultät erworbenes Fachwissen als Dozenten an ihren Heimatunis weiter. 24 Teilnehmer haben das Programm erfolgreich abgeschlossen, weitere 25 Dozenten werden zurzeit ausgebildet. "Es handelt sich um eine bedarfsorientierte Ausbildung, die wir fachlich und persönlich betreuen", erklärt Peroz. "Wir stehen jeden Tag in Kontakt mit unseren Absolventen, der Austauschbedarf ist groß."

Die positiven Erfahrungen mit dem Pilotprojekt beweisen, wie wichtig es ist, akademische Strukturen auch in anderen Krisenregionen wie zum Beispiel in Afrika aufzubauen. Das ZiiK erweitert deshalb sein Angebot mit dem geplanten Studiengang "ICT for Development". "Unser Ziel ist es, Studierende aus insgesamt fünf Ländern in unser Masterprogramm aufzunehmen. Im dritten Semester ist ein Austausch mit ihrer Heimatuniversität eingeplant. Dort sollen sie Lösungsvorschläge für konkrete IT-basierte Probleme des jeweiligen Landes entwickeln und diese nach ihrem Abschluss vor Ort in die Tat umsetzen", so Peroz.

Cathrin Becker / Quelle: "TU intern", 7/2011

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