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Innenansichten

Jubiläum eines Erfolgskonzeptes

Montag, 09. Mai 2011

Das Berliner Chancengleichheits-Programm wird zehn Jahre alt

Das Berliner Chancengleichheits-Programm (BCP) gilt zu Recht als das erfolgreichste Programm zur Frauenförderung im Hochschulbereich im bundesweiten Vergleich. In diesem Jahr kann es auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Mit Hilfe des Programms ist es gelungen, den Anteil der Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen an Berliner Hochschulen signifikant zu erhöhen.

Die hohe Akzeptanz des Programms ist nicht zuletzt auf die enge Kooperation zwischen den Senatsverwaltungen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die das Programm zu zwei Dritteln finanzieren, den Hochschulen des Landes Berlin und den Frauenbeauftragten der Hochschulen zurückzuführen. Darüber hinaus liegt eine besondere Qualität des Programms in der flexiblen Ausgestaltung von Fördermaßnahmen, die allen Hochschultypen und deren Fächerkulturen gerecht wird und dabei auf die jeweils spezifischen Bedürfnisse der Hochschulen eingeht.

Eines der übergreifenden Ziele des BCPs besteht darin, mit einer Kombination von strukturellen und individuellen Fördermaßnahmen eine nachhaltige Entwicklung hin zu mehr Chancengleichheit für Frauen an den Hochschulen zu initiieren. Fünf Förderschwerpunkte charakterisieren das BCP:

  • Vorgezogene Nachfolgeberufungen für Frauen auf W2/W3-Stellen in Fächern mit geringem Anteil an Professorinnen
  • Qualifizierung und Professionalisierung auf dem Weg zur Professur
  • Stabilisierung der Karrieren auf dem Weg zur Professur
  • Verankerung von Geschlechterforschung/Genderaspekten in Forschung und Lehre
  • Qualifizierung von Frauen in den MINT-Fächern

Dafür stehen umfangreiche Mittel zur Verfügung: Allein von 2007 bis 2011 wurden rund 15 Millionen Euro inklusive der von den Hochschulen für die Gegenfinanzierung aufgewendeten Mittel bereitgestellt. Da das BCP zudem Bestandteil der Ausbildungsoffensive des Masterplans ,Wissen schafft‘ Berlins Zukunft!“ ist, wurde der Etat in den Jahren 2008 bis 2011 um weitere sechs Millionen Euro aufgestockt. Die TU Berlin profitierte von dieser Förderung mit einer Zuweisungssumme von rund 1 750 000 Euro (2007–2011). Die vorgezogenen Nachfolgeberufungen wurden komplett aus den Förderprogrammen finanziert, alle weiteren Maßnahmen, wie zum Beispiel der Förderungsschwerpunkt von Gastprofessuren mit Genderprofil, unterlagen dem Prinzip der Gegenfinanzierung und wurden von der TU Berlin zu einem Drittel selbst getragen.

Anlässlich des Jubiläums findet am 11. Mai 2011 eine Fachtagung unter dem Titel „In der Vielfalt erfolgreich. Gleichstellungspolitik an Berliner Hochschulen“ an der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Begleitet wird die Jubiläumsveranstaltung durch eine Ausstellung, deren erste Station das dortige Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum ist.

Dr. Andrea Blumtritt, Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin / Quelle: "TU intern", 5/2011

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